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Herbjørg Wassmo

    6. Dezember 1942

    Herbjørg Wassmos Schaffen taucht tief in die Komplexität der menschlichen Psyche und komplexer Beziehungen ein, wobei sie sich oft auf die Widerstandsfähigkeit von Individuen, insbesondere von Frauen, konzentriert, während diese Widrigkeiten überwinden und ihren eigenen Weg gehen. Sie gestaltet meisterhaft Umgebungen und Atmosphären und entführt die Leser in fesselnde Erzählungen voller roher Emotionen und innerer Kämpfe. Wassmos Stil zeichnet sich durch seine Kargheit aus und besitzt doch eine poetische Schönheit, die lange nach der letzten Seite nachklingt. Ihre Auseinandersetzung mit beständiger Stärke und der Suche nach Identität macht ihr Werk tiefgründig resonierend.

    Herbjørg Wassmo
    Sohn des Glücks
    Zwischen zwei Atemzügen
    Die Geliebte des Spielers
    Dinas Vermächtnis
    Das Buch Dina
    Der lange Weg
    • Eine Familie flieht vor den deutschen Besatzern im Winter 1945 von Norwegen nach Schweden. Der qualvolle Fussmarsch übers Gebirge verändert ihr Leben nachhaltig.

      Der lange Weg
      5,0
    • Die rauhe Lebensgeschichte des unberechenbaren und unbezämbaren äÜberweibsä Dina spielt im 19. Jh. in Norwegen. (Bd. 2: äSohn des Glücksä, Bd. 3: äDinas Vermächtnisä).

      Das Buch Dina
      4,3
    • Dinas Vermächtnis

      • 648 Seiten
      • 23 Lesestunden

      Zigarre rauchen, nachts in der Gartenlaube Wein trinken, mit gespreizten Schenkeln Cello spielen – Dina Grønelv von Reinsnes hat als junge Frau viele brüskiert. Sie hat ihren zwanzig Jahre älteren Ehemann den Berg hinuntergestoßen und den Mann, den sie liebte, erschossen, weil er sie verlassen wollte. Nur ihr Sohn Benjamin hat als Kind den Russen im rotgefärbten Heidekraut liegen sehen und lange nicht verstanden, was das bedeutet. Jetzt ist Dina mit Anders verheiratet, der den einst reichen Hof an der Küste mehr schlecht als recht führt, lebt aber in Berlin mit dem Studienfreund ihres Sohnes zusammen. Bei ihrer Rückkehr wird sie nicht gerade herzlich empfangen, doch ihre Enkelin Karna freut sich ungetrübt. Großmutter Dina kannte sie nur von ihren Spielen auf dem Speicher, wo sie in alten Koffern und einem roten Kleid mit Federboa tanzte. Jetzt ist Dina wirklich da, hört Karna zu und ignoriert die Fallsucht des Mädchens. Karna, die nichts von Schuld und Geheimnissen weiß, wundert sich über das Verhalten der Erwachsenen. Warum ist ihr Vater so schroff zu Dina? Was hat Hanna, die immer schon da war, vor Anna, Karnas neuer Mutter, zu verbergen? Der Blick durch die Augen des Kindes eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht es Karna, die Geheimnisse zu entschlüsseln und das Vermächtnis ihrer Großmutter zu begreifen.

      Dinas Vermächtnis
      4,2
    • Sanna, Schriftstellerin aus Oslo, ist in eine unglückliche Liebe zu dem Antiquitätenhändler Frank verstrickt. Immer wieder hat er ihr versprochen, sich von seiner Familie zu trennen, doch es ist bei leeren Worten geblieben. Als er ihr einen hohen Wettgewinn anvertraut, nutzt sie ihre Chance ... Vier Millionen Kronen soll Sanna vor den Gläubigern ihres Liebhabers verstecken. Aber sie kauft sich davon lieber ein Auto und fährt zusammen mit ihrer Freundin Frida Hals über Kopf in den Süden. Unvermutet wird die Reise zu einer Rückbesinnung auf ihre eigenen, lange verdrängten Sehnsüchte und Wünsche. Sanna fasst den Entschluss, Frank zu vergessen und endlich ihren neuen Roman zu beginnen. In Spanien angelangt, stürzt sie sich in die Arbeit. Anfangs scheint ihr alles zu gelingen, doch dann wird Sanna ausgerechnet von ihrer besten Freundin verraten.

      Die Geliebte des Spielers
      3,0
    • Wie viel ist ein Menschenleben wert? Die fünfzehnjährige Dorte schwärmt nicht von Pop-Idolen oder Traumprinzen. Sie träumt davon, nach Stockholm zu gehen. Dort will sie als Kellnerin Geld verdienen, um ihre Mutter und Schwester finanziell zu unterstützen. Doch noch bevor sie Litauen verlässt, wird sie zum Opfer skrupelloser Mädchenhändler … Dorte lebt zusammen mit ihrer Mutter und Schwester bei Verwandten in einem kleinen litauischen Dorf. Das junge Mädchen ist heimlich in Nikolai, den Bäckerjungen, verliebt und wünscht sich nichts sehnlicher, als das ärmliche Leben auf dem Land endlich hinter sich zu lassen. Als sie durch Nikolai die erfahrene Nadja kennenlernt, scheint ihr Traum greifbar nahe. Nadja verspricht Dorte einen Job als Kellnerin in Stockholm. Die Arbeit sei so gut bezahlt, dass sie sogar ihre Familie unterstützen könne. Und so schleicht sie sich eines Nachts heimlich davon. Aber an der verabredeten Stelle ist von Nadja keine Spur, dafür wartet ein Mann in einem luxuriösen, schwarzen Auto auf sie, und schnell wird der Fünfzehnjährigen klar, dass die Fahrt in dem verriegelten Wagen nicht nach Stockholm führt. Noch in Litauen wird sie zwangsprostituiert und über Umwege nach Norwegen verschleppt, wo sie eingesperrt in einer Wohnung ihre Kunden empfangen muss. Auf grausame Art muss Dorte feststellen, wie viel ihr Leben wert ist …

      Zwischen zwei Atemzügen
      4,0
    • Forts. von: Das Buch Dina. - Das Schicksal von Dinas Sohn Benjamin, der 11jährig Zeuge des Mordes seiner Mutter an ihrem russischen Geliebten wird und dessen Lebensweg von diesem Ereignis geprägt ist. (Bd. 3: äDinas Vermächtnisä).

      Sohn des Glücks
      4,0
    • Die siebte Begegnung

      • 570 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Rut begegnet Gorm bereits als Kind und beide haben sich nie vergessen, sehnen sich oft nach einander. Sie, aus ärmlichen Verhältnissen, muss einen hohen Preis für ein eigenständiges Künstlerleben zahlen. Er, aus reichem Haus, schafft nur für kurze Zeit einen Ausbruch aus dem behüteten Leben.

      Die siebte Begegnung
      3,8
    • Ein norwegisches Fischerdorf, mit den Augen eines pubertären Mädchens gesehen: Tora, das dreizehnjährige Besatzungskind, ist \"Überbleibsel\" der deutschen Okkupation Norwegens im Zweiten Weltkrieg. Ihre Mutter Ingrid arbeitet in einer Fischfabrik; der Stiefvater Henrik, Kriegskrüppel und verbittert, bedrängt Tora sexuell. Tora, noch Jungmädchenträumen verhaftet, sucht Hilfe bei ihrer Tante Rakel, die - anders als ihre Mutter, die ihre zerstörte Liebe zu dem deutschen Soldaten nie verwunden hat - stark und warmherzig ist. Herbjorg Wassmo hat in ihrem ersten, in Norwegen sehr erfolgreichen Roman die Sehnsüchte und Schwierigkeiten einer Heranwachsenden in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig schildert sie in ihrer klaren Sprache mosaikartig das dörfliche Milieu eines Fischerortes.

      Das Haus mit der blinden Glasveranda
      3,7
    • Nachkriegszeit auf einer kleinen Fischerinsel im Norden Norwegens. Tora wächst mit dem Stigma heran, Kind eines Soldaten der verhassten Besatzungsmacht zu sein. Das macht aus ihr praktisch Freiwild … Deutschenkind ist Band 1 der berühmten Tora-Trilogie, einer Romanfolge, die für das kaum zu Ertragende eine großartige Sprache findet. Herbjørg Wassmo schildert einen historischen sozialen Kosmos – den Alltag der auf den Fischfang angewiesenen Inselbewohner Nordnorwegens in den 1950er Jahren. Mal drastisch, mal komisch, mal erschütternd und verblüffend unverfälscht entfaltet sich die Erlebniswelt eines Kindes an der Schwelle zur jungen Frau. Mit ihrer bildstarken, ungeheuer direkten Erzählsprache zieht die Schriftstellerin uns völlig in Toras Welt hinein: das karge Leben auf der Insel, der Wechsel der Jahreszeiten. Die atmosphärischen Echos der Nachkriegszeit, der Alltag zwischen argloser Neugier, Gewalt und Vorurteil – all das übt einen unwiderstehlichen Sog aus. Trotz schwerer Themen ist das Buch kaum aus der Hand zu legen – eine mitreißende, kraftvolle, poetische und wichtige Lektüre. Ein zeitlos großer Roman, für den Herbjørg Wassmo mit dem norwegischen Kritikerpreis geehrt wurde.

      Das Haus mit der blinden Glasveranda. Roman