In den äußersten Osten der Türkei wird er als Lehrer geschickt, ins Hochgebirge zwischen Felsen und Schluchten, ohne Straße und Strom. Die Menschen sprechen eine fremde Sprache, gehen barfuß im Schnee, und noch kein Städter hat es bisher geschafft, einen Winter lang ihr Leben zu teilen. Er steht vor einer Welt voller Rätsel und Schweigen. Sein Wissen, seine Erinnerungen, all das, was er mitgebracht hat, macht ihn nur einsam und verloren. Doch allmählich taucht er ein in diese Realität jenseits all dessen, was er Zivilisation nannte. Als der Winterschnee schmilzt und man ihm mitteilt, er könne wieder gehen, wohin er wolle, hat er vergessen, daß dieser Ort sein Gefängnis war. Der Lehrer hat manches gelehrt. Aber vor allem hat er gelernt: Wie die Wölfe in die Dörfer kommen und man sich bei minus 25 Grad mit dem eigenen Atem am Leben erhält. Wie man alle Säuglinge sterben sieht, ohne den Verstand zu verlieren, wie man Leid klagt und Geschichten erzählt. Er hat gelernt, wie man es schafft, die Stimmen der Stille und der Hilflosigkeit zu hören.
Ferit Edgü Bücher
24. Februar 1936 – 22. Juli 2024
Dieser Autor befasst sich mit der menschlichen Psyche und sozialen Dynamiken mit durchdringendem Einblick. Seine Werke zeichnen sich durch eine poetische Sprache und tiefe Introspektion aus. Durch eine einzigartige Perspektive enthüllt er die Komplexität der menschlichen Existenz. Leser schätzen seine Fähigkeit, die subtilen Nuancen von Emotionen und Gedanken einzufangen.



The Anatolian Civilisations
Istanbul, May 22-October 30, 1983
Bu kitapta yer alan 4 uzun, 17 çok kısa öykü, Doğu'nun kuş uçmaz, kervan geçmez dağlarında geçiyor. Yazar, "Hakkâri'de Bir Mevsim"le başladığı yazın yolculuğunu, çaresiz insanların öyküleriyle sürdürüyor. Yalın sözcüklerle. Duru ama doğurgan imgelerle. Yoğun diyaloglarla. Gerçek bir dil şöleni.