*Weitere Angaben Dr. Hermann Korte war von 1974 bis 2000 Professor für Soziologie an den Universitäten Bochum und Hamburg und ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland und des Vorstandes der Norbert Elias-Stiftung in Amsterdam. Prof. Dr. Bernhard Schäfers war von 1983 bis 2007 Leiter des Instituts für Soziologie an der Universität Karlsruhe (TH) und zuvor an den Universitäten Koblenz-Landau und Göttingen tätig.
Das Handworterbuch stellt in uber 65 Artikeln Grundlagen und Grundstrukturen des gesellschaftlichen Systems Deutschlands dar. Es ist ein umfassendes, zuverlassiges Grundlagenwerk fur alle, die sich in Studium oder Beruf mit der Gesellschaft Deutschlands auseinandersetzen. Jedem Beitrag liegt folgende Gliederung zugrunde: Definition und Abgrenzung; sozialgeschichtlicher Hintergrund; gegenwartige sozialstrukturelle Auspragung; sozialpolitische Relevanz. Das Gewicht liegt auf der gegenwartigen sozialstrukturellen Auspragung des betrachteten Gegenstandes - z.B. Alltag; Arbeitslosigkeit; Armut; Bevolkerung; Eigentum; Familie und Verwandtschaft; Frauen; Gesundheit; Industrie; Informationsgesellschaft; Jugend; Kinder; Kirchen; Kriminalitat; Landwirtschaft; Lebensbedingungen; Migration; Offentlichkeit; Randgruppen und Minderheiten; Rentner; Sexualitat; Stadt; Land; Umwelt; Verkehr; Wohnen.
Die Grundbegriffe der Soziologiesollen für die begriffliche und theoretische Grundlegung der Soziologie eine verläßliche Orien tierung und Einführung bieten. Darum wurde auf Allgemeinver ständlichkeit großes Gewicht gelegt, wenngleich die notwendige Kürze der Artikel diesem Ziel Grenzen setzt. Bei den Erläuterun gen zu den einzelnen Begriffen hatten inhaltliche Aussagen über den jeweiligen sozialen Tatbestand und sozialgeschichtliche Zu sammenhänge Vorrang gegenüber "binnen-soziologischen" Kon troversen. Durch ein Verfahren wechselseitiger Kritik an den Artikeln von 36 Autoren wurde versucht, über Inhalte und "Gewichtungen" breiten Konsens zu erzielen. Gleichwohl spiegeln die Grundbe griffe keine einheitliche Lehrmeinung wider. Wichtiger als Ein heitlichkeit ist für Herausgeber und Mitarbeiter, daß der Stand der Forschung, die Breite soziologischer Perspektiven und damit die Komplexität sozialer Tatbestände deutlich werden. Wir sind der Überzeugung, daß einige der vorgelegten Begriffserklärungen für das Fach einen wichtigen Stellenwert haben; hervorgehoben seien nur die Artikel von Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Elias, der grundle gende Begriffe seiner Soziologie (Figuration, soziale Prozesse, Zivilisation) für die Grundbegriffe erstmalig lexikonartig zusam menfaßte.
InhaltsverzeichnisGrundfragen der Soziologie und ihr „Objekt“ Jugend.Begriff, Differenzierung und Institutionalisierung von Jugend.Ein interkultureller Vergleich: Initiationsriten und „Jugend“ bei Stammeskulturen.Jugendsoziologische Theorien.Kurze Sozialgeschichte der Jugend.Demographie des Jugendalters. Ausländische Jugendliche.Anthropologie und Biologie des Jugendalters.Entwicklungspsychologie des Jugendalters.Identitätsbildung und Orientierung in einer sich wandelnden Gesellschaft.Der Jugendliche in gesellschaftlichen Grundgebilden.Politische Einstellungen und Verhaltensweisen. Radikalismus und Extremismus.Jugendkultur und jugendliche Subkultur.Abweichendes Verhalten Jugendlicher.Schlußwort: Das Jahrhundert der Jugend?.