Alexander Lernet-Holenia Bücher







Strahlenheim
Erzählung
Romanze am Wolfgangsee. Ein kunstvoll gestaltetes Porträt der Salzkammergut-Sommerfrische am Abend der Monarchie. Ein junger österreichischer Offizier kommt während des Ersten Weltkrieges auf Erholungsurlaub an den Wolfgangsee. So hebt die Ich-Erzählung an, scheinbar zufällig und beliebig, wie eben ein Sommerurlaub beginnt. Allein die Herzen der Menschen, ihre Sehnsüchte, ihre Leidenschaften und Liebhabereien, die große Umwelt der Kriegszeit und der Landschaft, der See vor allem, verwandeln Zufall in Schicksal, flüchtige Begegnung in Liebe, sportliches Spiel in tragisches Geschehen, geruhsame Sommerfrische in gefährliche Natur. Eine Erzählung, die den Leser vom Anfang bis zum stürmischen Ende in Spannung hält, ein reizvolles Beispiel für die erfahrene und gepflegte Erzählkunst Lernet-Holenias.
Ein Jüngling vergißt im Schmerz über den Untergang eines Reiches, einer Hierarchie, einer Ordnung buchstäblich seine Liebe und findet sie erst wieder, nachdem er das Symbol jener Ordnung, die ihm anvertraute Standarte seines Regiments, zurückgebracht und gemeinsam mit den anderen Soldaten des zerschlagenen Heeres als Sinnbild einer versinkenden Welt in Feuer hat zerfallen sehen. Alexander Lernet-Holenia stellt diese leidenschaftlichen Gefühle in einer phantastischen, spannungsreichen Handlung dar, in der auch das Ende des Ersten Weltkriegs dichterische Spiegelung gefunden hat. Der elementare Ausbruch einer Meuterei in der zerfallenden Donaumonarchie und das plötzlich erwachende Heimatgefühl der polnischen, rumänischen und ruthenischen Bauern sind ebenso unvergeßlich wie die strahlende, allen Untergang überdauernde Liebesgeschichte.
Im September 1939 rückt der österreichische Reserveoffizier Wallmoden zu einer Wehrübung ein und findet sich plötzlich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im Polenfeldzug wieder. Aus der halbseidenen Wiener Gesellschaft und einer beginnenden Liebesromanze herausgerissen, erlebt er den rücksichtslosen Vormarsch in einem ausgebluteten Land. Zum 100. Geburtstag Alexander Lernet-Holenias ist sein umstrittenster Roman, der 1941 noch vor der Auslieferung verboten wurde, in einer Neuausgabe erschienen.
Der Baron Bagge. Novelle.
- 77 Seiten
- 3 Lesestunden
Winter 1915, Erster Weltkrieg. Der österreichische Baron Bagge reitet in den nördlichen Karpaten am Schluß einer Schwadron. Auf einer Brücke kommt es zum Gefecht, das die angreifenden Reiter für sich entscheiden können. Doch die weiteren Geschehnisse nehmen einen unerwarteten Verlauf.
Ein Traum in Rot
- 188 Seiten
- 7 Lesestunden
Alexander Lernet Holenias Roman zählt zu den Meisterwerken der phantastischen Literatur. Mit traumhafter Eindringlichkeit zeichnet er sein Bild von der Nachtseite der menschlichen Natur, vom Bösen, das untrennbar mit dem Guten verbunden ist. Der schwarze Engel Michail Rosenthorpe, jung und verführerisch, ist die Verkörperung des Bösen schlechthin. Er will stets Gutes tun und schafft nur Böses. Er ist die Verkörperung der Revolution, zugleich aber auch die Erfüllung einer alten Prophezeiung, in der das grausame Schicksal bereits unausweichlich vorgezeichnet ist, dem zuletzt auch Michail selbst nicht entkommt.



