Humor und Poesie – Das große Lesebuch zum 250. Geburtstag von Jean Paul Der 1763 in Wunsiedel geborene Johann Paul Friedrich Richter wurde als Jean Paul zum schwärmerisch verehrten Lieblingsautor des gebildeten Lesepublikums der Goethezeit, obwohl sich seine Werke als Gegenwelten zum künstlerischen Kosmos der Weimarer Klassiker präsentierten. Sie gehören bis heute zum Kanon deutscher Literatur: Faszinierende, aber auch verstörende Kunstgebilde, humoristisch vielgestaltig, vielsinnig, sonderlich bis zur Abseitigkeit. Diese Auswahl aus Jean Pauls Werken ist als Einladung an literarisch neugierige Leser gedacht, sich einen Vorgeschmack auf nachfolgende Lektürevergnügungen zu schaffen. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT+KRITIK.
Kurt Wölfel Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






»Und am Ende würden wir uns schämen, uns nachsagen zu lassen, dass die Dinge uns formten und nicht wir die Dinge.« Friedrich Schiller Friedrich Schiller (1759 1805) gilt neben Goethe als der deutsche Nationaldichter. Er studierte Jura, dann Medizin und wurde 1780 Regimentsmedikus in Stuttgart. Doch fühlte er sich mehr zum Schriftsteller berufen, begann Dramen und Gedichte zu schreiben und hatte mit der Uraufführung der Räuber großen Erfolg. Das herzogliche Verbot jeglicher poetischer Tätigkeit veranlasste ihn zur Flucht aus Stuttgart. Schließlich wurde er Professor in Jena, begann einen intensiven Ideenaustausch mit Goethe und prägte mit ihm ab 1799 das »klassische Weimar«. Das seiner Dichtung und seinen Schriften zugrunde liegende idealistische Denken wurde später als pathetisch empfunden; heute werden die Werke vielfach neu gedeutet, die Dramen inszenatorisch neu interpretiert.
Effi Briest
- 356 Seiten
- 13 Lesestunden
Theodor Fontane: Effi Briest. Roman Bereits seit 1890 arbeitet Fontane an dem Gesellschaftsroman, der zu einem Hauptwerk des poetischen Realismus werden wird. Von 1894 bis 1895 wird der Text zunachst als Fortsetzung in der Zeitschrift Deutsche Rundschau vorab gedruckt. Die erste Buchausgabe erscheint 1896 im Verlag des Sohnes des Autors, Friedrich Fontane & Co., in Berlin. Die siebzehnjahrige Effi heiratet den uber zwanzig Jahre alteren Baron von Innstetten und folgt ihm in die Provinz. In der Vereinsamung auf dem Lande kommt es zu einer kurzen, wenig leidenschaftlichen Affare zwischen Effi und dem Major von Crampas. Viele Jahre spater entdeckt Innstetten, inzwischen befordert und nach Berlin versetzt, die alten Liebesbriefe von Crampas. Begonnen 1890/94, Erstdruck in: Deutsche Rundschau (Berlin), Oktober 1894 - Marz 1895. Vollstandige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Textgrundlage ist die Ausgabe: Theodor Fontane: Romane und Erzahlungen in acht Banden. Herausgegeben von Peter Goldammer, Gotthard Erler, Anita Golz und Jurgen Jahn, 2. Auflage, Band 7, Berlin und Weimar: Aufbau, 1973. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgefuhrt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Emile Claus, Die Frau des Kunstlers, um 1900. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt."
Jahrbuch 1989 der Jean Paul Gesellschaft
- 188 Seiten
- 7 Lesestunden