Leben im Beton
- 78 Seiten
- 3 Lesestunden






Deutschland - Weltmeister der sozialen Ungerechtigkeit? Ob Familienlastenausgleich, Kindergeld, beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung oder „Fördern und Fordern“ bei Hartz IV – was der Staat als wohlwollende Gaben verpackt, ist nichts als Wortgeklingel, sagt Jürgen Borchert. Der renommierte Sozialexperte zeigt anhand harter Fakten, wie Familien vom Staat übers Ohr gehauen werden, warum Hartz IV infam, das Steuersystem zutiefst ungerecht und das bedingungslose Grundeinkommen unsozial ist. Und ausgerechnet die sogenannten Solidarsysteme bewirken eine Umverteilung von unten nach oben und produzieren Ungerechtigkeit und Not – anstatt davor zu schützen.
Anekdoten – schon immer beliebtes Lesevergnügen – versprechen Witz und Humor, Deftiges und Besinnliches. Etwas ganz Besonderes aber sind die Anekdoten dieses Bandes: Typisch Norddeutsches bringen sie dem Leser. Da geht es um einen mecklenburgischen Landsmann namens Jonas, angeblich im ganzen Land wegen seiner Leibesstärke bekannt, oder man erfährt, wer sich hinter dem 'gebissenen Voß' verbirgt. Gräfin Hahn, ein Herr von Osten, Blücher, Rostocker Universitätsprofessoren, Fritz Koch-Gotha und viele andere sorgen für Heiterkeit. Alle Anekdoten charakterisieren Mecklenburg, das Wesen seiner Menschen und die geschichtliche Entwicklung, vermitteln Lokalkolorit. Jürgen Borchert fand dreitausend dieser literarischen Leckerbissen und wählte daraus aus. 'Aber die haben es in sich', meinte er selbst. 'Sollte es vorgekommen sein, daß der geneigte Leser bei der Lektüre unseres Büchleins gelegentlich schmunzelt, gar gekichert oder – höchstes Lob für den Anekdotiker – lauthals gelacht hat, so fühlen sich Herausgeber und Verlag belohnt und ermuntert.'