Der größte und sicherlich mythischste Ort des alten Mexiko, Teotihuacan, „Die Stadt, wo die Götter zu Göttern werden“, war die religiöse, politische und wirtschaftliche Hauptstadt des präkolumbianischen Mexiko. Im 19. Jahrhundert wurde sie wiederentdeckt, begraben unter dichter Vegetation. Sie weckt seitdem weltweites Interesse (UNESCO-Weltkulturerbe): Die archäologischen Überreste bieten ein kolossales architektonisches Ensemble, die Untergeschosse der Pyramiden, insbesondere die Pyramide des gefiederten Schlangengottes (Quetzalcoatl), haben den Ausgräbern eine Unmenge an Kunstobjekten (Skulpturen, Wandmalereien, die Götter und Rituale zeigen, Masken, Theaterrauchgefäße…) geliefert, die zum ersten Mal in einem Katalog versammelt sind und unschätzbare Zeugen der Macht von Teotihuacan, einem echten kulturellen und religiösen Zentrum Mesoamerikas, darstellen.
Museum Rietberg Bücher


Im Sommer 1968 besuchte der pakistanische Aussenminister die Hauptstadt der Volksrepublik China und übergab Mao Zedong als Gastgeschenk eine Kiste Mangos. Noch in derselben Nacht liess Mao diese an die Arbeiter der Propagandatrupps in der renommierten Qinghua-Universität verteilen, die wenige Tage zuvor dorthin entsandt worden waren, um die studentischen Roten Garden zu ersetzen. Das Geschenk löste wahre Begeisterungsstürme aus. In kürzester Zeit wurde die Mango zu einem Inbild für Maos Güte und Fürsorge und zum Zentrum kultischer Verehrung. Schnell griffen die Politstrategen das Thema auf und machten die Frucht zum Symbol des politischen Machtwechsels. Das Buch zeichnet die erstaunliche Geschichte dieser Verwandlung von einem Stück Obst über ein Staatsgeschenk in ein quasi-religiös verehrtes Objekt und politisches Zeichen nach. 0Exhibition: Museum Rietberg, Zürich, Switzerland (15.02.-16.06.2013). 0.