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Adrian Gleń

    12. Dezember 1977
    Spaziergänge auf dem Papier
    • Spaziergänge auf dem Papier

      Robert Walser in Polen

      • 254 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Seit den 1960er Jahren lasst sich eine Hinwendung zu Robert Walsers Prosa in Polen feststellen. Dennoch steckt seine Rezeption im polnischen Sprachraum nach wie vor in den Anfangen, weisen die dortigen Beitrage doch grundsatzliche Mangel auf: Es fehlt an interpretatorischen Zeugnissen konkreter Leseerfahrungen, an sowohl vergleichenden als auch poetologischen Studien, in denen die gesamte Eigenart der Ausdrucksweise Walsers zum Vorschein kame, und ein Vergleich mit asthetisch verwandten Werken. Diesem Desiderat widmen sich die Beitrage des Bandes, die im Umfeld der polnischen Universitaten Posen und Oppeln entstanden sind, die in Ihr Summe das Ergebnis jahrelangen Nachdenkens uber den Schweizer Schriftsteller darstellen. Der Seminarort wurde nicht zufallig gewahlt. Die Oppelner Alma Mater liegt namlich unweit des Schlosses Dambrau/Dabrowa Niemodlinska, in dem der junge Robert Walser, der das grossstadtische Leben Berlins gerade uberraschenderweise hinter sich gelassen hatte, ein paar Monate als Diener verbrachte; statt der Metropole wahlte er damals die vergessene schlesische Provinz.

      Spaziergänge auf dem Papier