Auf Taiwan endet das Leben nicht mit dem Tod. Ahnen wachen über ihre Familien, rastlose Seelen streifen umher und im Geistermonat öffnen sich die Tore zur Unterwelt. Opfergaben, Tabus und Rituale sollen das fragile Gleichgewicht zwischen Menschen und Geistern bewahren. In atmosphärischen Texten begegnen den Lesenden Geisterhochzeiten, Mädchentempel, Hotelgeister und urbane Legenden. Auf Grundlage von Interviews, Beiträgen in sozialen Medien und Zeitungen sowie historischen Quellen zeigt die Autorin, wie tief der Geisterglaube im modernen Taiwan verwurzelt ist. Zwischen Tempeln, Hochhäusern und Neonlichtern entsteht das Porträt einer Gesellschaft, in der Tradition und Moderne – und die Welten der Lebenden und der Toten – bis heute eng miteinander verflochten sind.
Deike Lautenschläger Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



Was für eine vielfältige Insel: Auf Taiwan treffen Ureinwohner auf chinesische und südostasiatische Migranten und Menschen aus allen Ecken der Welt. Überall finden sich Einflüsse aus der japanischen Kolonialzeit und der heutigen koreanischen und japanischen Popkultur. Uralte Traditionen, Religion und Aberglauben, die vom chinesischen Festland längst verschwunden sind, werden hier bis heute gepflegt – selbst von der jungen Generation. Sophie möchte das alles mit eigenen Augen sehen und beschließt, ein Jahr lang in Taiwan Chinesisch zu lernen. Dank ihrer Freundinnen Mei-yin und Queenie lernt sie, den richtigen Ton zu treffen – in der Sprache wie im alltäglichen Leben. Denn hier gilt es nicht nur, in zwischenmenschlichen Beziehungen das Gesicht zu wahren, sondern auch bei Erdbeben und Taifunen ruhig zu bleiben. Und das alles unter Millionen von Menschen auf engstem Raum. Aktualisierte und vollständig überarbeitete Neuausgabe mit noch mehr Fettnäpfchen