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Jürgen Krome

    Am Rhein vor undenklichen Zeiten
    • Am Rhein vor undenklichen Zeiten

      Die Romantik entdeckt einen Fluss

      • 496 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Die Literaturwissenschaft führt die Anfänge der Rheinromantik auf Brentano, Arnim, Schlegel und auf das Jahr 1802 zurück. Weniger erarbeitet ist, inwieweit sich rheinromantische Tendenzen parallel zu den Texten der literarischen Hochkultur in Reiseberichten, Topographien und persönlichen Zeugnissen wiederfinden. Der Autor hat eine Vielzahl dieser Texte auf rheinromantische Tendenzen untersucht. Nimmt man die außerdeutsche Literatur, die Kunstgeschichte und die Kulturgeschichte hinzu, kommt er zu dem Schluss, dass die Rheinromantik keine Erfindung weniger deutscher Literaten war, sondern einem tiefgreifenden Wandel im europäischen Landschaftsempfinden entsprang. Die romantische Landschaft – besonders am Rhein – ist historisiert. Die Burgruinen entsprechen den „Ruinen der Natur“ (Schlegel). Burgen und Felsen verwittern zu bizarren Formen und werden wieder eins. So lässt sich erahnen, dass Mensch und Natur gleichen Ursprungs sind. Landschaft wird zum hieroglyphischen Text, zur Wunderkammer der Geschichte und lädt zur Sagenbildung ein. Das Ziel der romantischen Forderung einer neuen Mythologie war nicht die Stiftung einer nationalen Identität, sondern die Erschließung dieser Natursymbolik für die Poesie.

      Am Rhein vor undenklichen Zeiten