Monet
- 159 Seiten
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Im Jahr 1869 malt Monet zusammen mit seinem Freund Renoir La Grenouillère, einen Bade- und Bootsplatz an der Seine, wo sich eine bunte Menge am Sonntag vergnügt. Er musste, so wird Mallarmé zitiert, "nicht die Sache, sondern den Effekt, den sie erzeugt, malen". Der Impressionismus ist geboren, wird jedoch vom offiziellen Salon abgelehnt, von der Kritik verurteilt und vom Publikum verspottet. Nach dem Krieg sorgt die erste Ausstellung der impressionistischen Gruppe beim Fotografen Nadar im Jahr 1874 für einen weiteren Skandal. Impression, soleil levant verstärkt das Tohuwabohu, das die Ausstellung auslöst, wird aber zum Ursprung des Begriffs "Impressionismus". Als sich die Gruppe auflöst, bleibt Monet. In seinen "Serien" verfolgt er die Effekte des sich mit der Zeit verändernden Lichts. Sein Pinselstrich wird zu einer immateriellen Irisation, die Farbe zur Daseinsberechtigung des Gemäldes. Mit den Nymphéas verschmelzen Luft, Wasser und Licht zu einer einzigen flüssigen Masse, die weder Formen noch Natur, sondern reine Malerei darstellt – die Geburt der Kunst des 20. Jahrhunderts. Monets Werke sind der Stolz der größten Museen.
