Im Mittelpunkt der Komödie steht ein ehrgeiziger Mediziner, der - weniger Fachmann als durchtriebener Menschenkenner - sich auf dem Land niederläßt, eine robuste und durch und durch gesunde Bevölkerung in ein Heer von Dauerpatienten verwandelt und so den Segnungen der modernen Medizin unumschränkte Geltung verschafft. Das 1923 uraufgeführte Stück ist ein brillantes Lustspiel in der Nachfolge Molières und zugleich ein schwarzes Lehrstück zum Phänomen des Verführers und der Massenpsychose.
Jean-Luc Vincent Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)





Les Precieuses Riducules
- 144 Seiten
- 6 Lesestunden
In "Les Précieuses Ridicules," Molière presents a satirical portrait of the morals of his time through the story of two young women, Angélique and Cathérine, who aspire to an ideal of refinement and distinction. They are seduced by ridiculous suitors, illustrating the pitfalls of pretension and illusion. The play explores themes such as love, marriage, and social critique, using humor and farce to denounce the excesses of society. Molière, with his incisive style, manages to provoke laughter while encouraging reflection on the norms and values of his era. "Les Précieuses Ridicules" remains an emblematic work of classical theater, offering a relevant analysis of human relationships and social conventions.
Die kahle Sängerin
- 61 Seiten
- 3 Lesestunden
Ionescos Anti-Stück, bei dem der Zuschauer vergeblich auf das Auftreten der Titelheidin wartet, während sich die agierenden Personen wie menschliche Automaten mit hohlen Sprachschablonen attackieren und Sprache und Wirklichkeit in einem schwindelerregenden Accelerando zerpulvern, ist der erste radikale Bruch des modernen Theaters mit seiner aristotelischen Vergangenheit. Die Uraufführung des Einakters im Jahre 19So markiert die Geburtsstunde des absurden Theaters.
Heisse Küste
- 280 Seiten
- 10 Lesestunden
Ja, sie ist sehr heiß, die Küste am Pazifik, unerträglich heiß. Die Ebene ist sumpfig, die Wüste unfruchtbar. Und die Menschen sind bitterarm. Alle drei, die Mutter, Suzanne und Joseph, hatten den Kauf eines Pferdes für eine gute Idee gehalten. Ein Pferd mit Wagen würde hinausführen aus der Gottverlassenheit ihres Lebens, würde sie nach Ram bringen, und beim Anblick von Menschen würden sie Trost und Zerstreuung finden. Das Pferd aber fraß nicht, es ließ den Kopf hängen und war nach acht Tagen krepiert.
Der langjährige Junggeselle Arnolphe beschließt, zu heiraten. Damit er dabei aber auch keinen Fehler begeht, lässt er seine Zukünftige in einem Kloster aufwachsen und erziehen, auf dass sie ihm in der Ehe hörig sei. Allerdings rechnet er nicht mit Horace, der ihm seine Auserwählte streitig macht. Molières »Die Schule der Frauen« ist an die Commedia dell'arte angelehnt – eine herrliche Komödie.