Bookbot

Rose Tremain

    2. August 1943

    Rose Tremain ist eine gefeierte Autorin, deren Romane sich mit Themen wie Identität, Erinnerung und der menschlichen Sehnsucht nach Verbindung auseinandersetzen. Ihre Prosa wird für ihre reiche Sinnlichkeit und ihre scharfe psychologische Einsicht geschätzt. Mit einem untrüglichen Auge für Details und einem tiefen Verständnis der menschlichen Natur schafft Tremain Erzählungen von intimer Tiefe und epischem Ausmaß. Ihre Werke erforschen die komplexen Beziehungen zwischen Charakteren und ihren Welten, oft vor einem eindringlichen historischen Hintergrund.

    Rose Tremain
    Der weite Weg nach Hause
    Und damit fing es an
    Die Verwandlung der Mary Ward
    Adieu, sir Merivel
    Evangelistas Fächer. Und andere Erzählungen
    Des Königs Narr
    • Des Königs Narr

      • 380 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Robert Merivel, Leibmedicus der königlichen Hundemeute und inoffizieller Hofnarr unter Charles II., ist dem sinnenfrohen und ausschweifenden Leben am Königshof verfallen. Er wähnt sich im siebten Himmel, als er für eine besondere Aufgabe auserwählt wird: Er soll des Königs Mätresse Celia Clemence heiraten, um sie vor dem Zorn der »legitimierten« Mätresse Lady Castlemaine zu bewahren. Dass die Ehe nicht vollzogen werden darf, versteht sich von selbst. Doch lange kann Robert der verführerischen Celia nicht widerstehen... Die Erfolgsautorin von »Der weite Weg nach Hause« zeichnet ein farbenprächtiges und opulentes Bild des 17. Jahrhunderts und entführt die Leser in eine Welt der Sinnlichkeit.

      Des Königs Narr
      4,1
    • Die Aussichten sind nicht rosig: Sir Robert Merivel, Medicus, Lebemann und Vertrauter Charles‘ II., hat bessere Zeiten gesehen. War er nicht der Mann, der den König von England zum Lachen bringen konnte? Soll er sich jetzt mit nur 57 Jahren bereits zurückziehen und zusammen mit seinem klapprigen Diener Will auf seinem Landgut Trübsal blasen? Auf geht’s also nach Frankreich, um den Sonnenkönig aufzusuchen, dessen soeben erbautes Wunderwerk Versailles zu bestaunen: Aber anstatt dort mit Pomp und Zeremoniell empfangen zu werden und gar zum Leibarzt von Ludwig XIV. aufzusteigen, muss er sich im Gesindehaus den Nachttopf mit einem holländischen Uhrmacher teilen! Dann aber begegnet er auf den Fluren des Schlosses der charmanten Louise de Flamanville. Sie will ihn auf andere Gedanken bringen und Sir Merivel glaubt an einen zweiten Frühling. Auf ihrem Schloss in der Schweiz erreicht ihn ein Ruf des Hofes: Sir Merivel soll schleunigst ans Krankenbett des englischen Königs eilen. Rose Tremains glanzvoller historischer Roman präsentiert eine Epoche und eine Person, die Sie nicht wieder vergessen werden. Sir Robert Merivel kennt sich aus in der Welt, er hat nur eine Sorge: Dass das Leben zu schnell an ihm vorüber ziehen könnte.

      Adieu, sir Merivel
      4,0
    • Die Verwandlung der Mary Ward

      • 429 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Am 15. Februar 1952 legte die ganze Nation zu Ehren des toten Königs eine Schweigeminute ein. Es war der Tag seiner Beerdigung. Ein denkwürdiger Tag auch für die sechsjährige Mary Ward, die mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder auf einem Kartoffelacker in Suffolk stand. Vom Hof her hörte sie das vertraute Krächzen ihres Perlhuhns Marguerite, dem sie eine erschütternde Entdeckung mitzuteilen hat: »Ich habe eine Neuigkeit für dich, Marguerite, ich habe ein Geheimnis, das ich dir anvertrauen möchte, mein Liebling. Ich bin nicht Mary, das ist ein Irrtum. Ich bin kein Mädchen. Ich bin ein Junge.« So hat sie angefangen, die lange Reise der Mary Ward. Wahrlich keine einfache Aufgabe für die Tochter einer armen Bauernfamilie im England der 50er Jahre. 30 Jahre dauerte es, bis Mary sein darf, der sie ist. Martin. Es gibt nur wenige, die sie begleiten, der Großvater, ihre geliebte Lehrerin. Die Reise verändert Mary, aber auch ihre Familie und die Beziehungen untereinander von Grund auf. Ein langer, schmerzhafter und harter Weg bis zu dem Tag, an dem – 1980 – Post in Nashville, Kentucky eintrifft: »Lieber Martin, bitte verzeih mir. Ich hoffe sehr, dass Du es kannst. Deine Mutter Estelle.«

      Die Verwandlung der Mary Ward
      3,9
    • Und damit fing es an

      Roman

      • 330 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Und damit fing es an ist ein zarter, bewegender Roman, der davon erzählt, dass es manchmal fast ein ganzes Leben dauert, bis man das Glück findet – in dem einen Menschen, den man zum Leben braucht. Gustav Perle ist ein zurückhaltender Mann. Schon in den 40er-Jahren, als Kind in ärmlichen Verhältnissen, hat er gelernt, nicht zu viel vom Leben zu wollen. Als Anton in seine Klasse kommt, ein Junge aus einer kultivierten jüdischen Familie, hält mit ihm auch das Schöne in Gustavs Leben Einzug. Seine Mutter Emilie sieht das nicht gerne, aber für Gustav ist Anton alles, was er braucht, um glücklich zu sein. Doch das Leben treibt sie auseinander und es wird lange Jahre dauern, bis beide sich wiedersehen – und erkennen, dass das Glück vielleicht schon immer direkt vor ihnen lag.

      Und damit fing es an
      3,9
    • Der weite Weg nach Hause

      Roman

      • 490 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Lev ist ein Glückssucher: Er ist nach London gekommen, um seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Fremd und einsam denkt er zurück an seine jung verstorbene Frau Marina, seine kleine Tochter Maya und die verrückten Erlebnisse mit seinem Freund Rudi. Doch Lev ist entschlossen, sich eine Zukunft zu erkämpfen: Er entdeckt ein ungeahntes Talent, findet Freunde und sogar eine neue Liebe. Kraftvoll und klar, voller Menschlichkeit, Herzenswärme und befreiendem Humor erzählt Rose Tremain von einem, der akzeptieren muß, daß bei jedem Aufbruch etwas zurückbleibt.

      Der weite Weg nach Hause
      3,8
    • »Rose Tremain hat den vollkommenen historischen Roman geschrieben. Er ist zartes Märchen und große Oper zugleich.« Cosmopolitan Als Peter Claire, der engelhaft schöne englische Lautenspieler, an den königlichen Hof in Kopenhagen kommt, wird er in den Untergrund verbannt: Christian IV. läßt seine Musiker im eiskalten Keller spielen, damit oben in den prunkvollen Sälen die Musik um so geheimnisvoller und schöner erklingt. Das Dänemark des 17. Jahrhunderts ist ein Land der Kontraste: ein rauhes Klima, eine herbe Landschaft und unermeßliche kulturelle Reichtümer. Bittere Armut auf dem Land – wo Emilia herstammt, die Frau, in die sich Peter auf den ersten Blick verliebt – und immense Prachtentfaltung in den Palästen und Schlössern. Inbegriff der Widersprüche ist der Monarch selbst: fett und häßlich, mit einem Gesicht wie ein Brotlaib, liebt er inbrünstig alles Schöne – ganz besonders seine Frau Kirsten, die ihn nicht mehr lieben kann und ihn schamlos betrügt mit einem deutschen Aristokraten. Peter Claire wird zum Schutzengel des Königs, doch das rettet ihn nicht vor den Intrigen Kirstens und ihrer Mutter.

      Melodie der Stille
      3,8
    • Dankbarkeit und Zuneigung, aber nicht Liebe, empfindet Joseph Blackstone gegenüber seiner Frau Harriet, denn sie hat ihm das Leben gerettet. Oder eher: Sie hat ihn in ein anderes Leben gerettet. War mit ihm von England nach Neuseeland gereist, zusammen mit Josephs Mutter. Ein Neuanfang sollte es werden, von einem Leben im Wohlstand träumten sie. Die Quelle des Wohlstands im Neuseeland des 19. Jahrhunderts hieß „Gold“, und als Joseph im Fluß neben dem Haus einen Schimmer von Gold entdeckt, kennt er nur noch ein Ziel. Er verlässt die beiden Frauen und macht auf den Weg zu den Goldfeldern, zusammen mit vielen anderen Glückssuchern. Auf der Suche nach ihrem Mann reist Harriet ihrem eigenen Traum entgegen, voller Abenteuerlust und Freiheitsdrang.

      Die Farbe der Träume
      3,7
    • Lily

      Eine Rachegeschichte | Wie weit gehen wir, um erlittenes Unrecht zu vergelten?

      • 297 Seiten
      • 11 Lesestunden

      London, 1850: Mitten im Winter findet der junge Kommissar Sam Trench im Viktoria Park ein Bündel – darin liegt ein Neugeborenes. Die kleine Lily wird bei einer Pflegefamilie in Suffolk untergebracht, wo sie unbeschwerte Jahre verlebt, bis sie mit sechs ins Waisenhaus nach London muss, um zur Näherin ausgebildet zu werden. Dort herrschen strenge Regeln und die Aufseherinnen bestrafen die Mädchen hart. Als junge Frau kommt Lily bei einer Perückenmacherin unter und könnte endlich ein selbstbestimmtes Leben führen, doch eine schwere Schuld lastet auf ihr … Sam Trench hat Lily nie ganz aus den Augen verloren, und als er der jungen Frau wieder begegnet, fühlen sich die beiden zueinander hingezogen. Lily glaubt, dass sie mit Sam endlich ein neues Leben beginnen kann – aber kann sie die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen? Wie weit gehen wir, um erlittenes Unrecht zu vergelten? Wie können wir Frieden finden, wenn wir uns unwiederbringlich verloren glauben? Rose Tremains neuer Roman erzählt von der Dunkelheit, die dem Menschlichen innewohnt – aber auch von Wärme und Widerstandskraft.

      Lily
      3,7
    • Rosie

      • 211 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Geboren 1943 in London, ist Rose Tremain umgeben von zerstörten Familien und einer Stadt in Trümmern. Vordergründig ist ihre Familie zwar intakt, doch fehlt es an Zuneigung und Liebe. Ihre einzige Vertraute ist das Kindermädchen Vera, die für Rose wie eine Mutter ist. Ihre »richtige« Mutter Jane hingegen steckt ihre Töchter kurzerhand ins Internat, denn sie will die verlorene Zeit nachholen, hat der Krieg ihr doch die Jugendjahre genommen. Im Internat knüpft Rose prägende Freundschaften – vor allem aber findet sie das, was für ihr Leben bestimmend sein wird: den unbedingten Willen, zu schreiben. Rose Tremains Kindheits- und Jugenderinnerungen bewegen durch die große Aufrichtigkeit der Autorin, bestechen durch ihren ungeschönten Blick – und das Bedürfnis danach, die eigene Mutter verstehen zu wollen.

      Rosie
      3,6