Gottes Schatten
Sultan Selim und die Geburt der modernen Welt
Lange Zeit in der Weltgeschichte vernachlässigt, war das Osmanische Reich ein Zentrum blühenden intellektuellen Schaffens, geopolitischer Macht und aufgeklärter pluralistischer Herrschaft. An der Spitze seines Aufstiegs stand der allmächtige Sultan Selim I. (1470-1520), der mit Hilfe seiner außergewöhnlich begabten Mutter Gülbahar das Reich erheblich erweiterte und es auf die Weltbühne brachte. Bewusst über Jahrhunderte europäischer Unterdrückung islamischer Geschichte, stellt Alan Mikhail Selims Osmanisches Reich und den Islam als die eigentlichen Dreh- und Angelpunkte der globalen Geschichte dar und definiert weltverändernde Ereignisse wie die Reisen Christoph Kolumbus' neu - die in Wirklichkeit als katholischer Dschihad begannen, der die Ureinwohner Amerikas als irgendwie „maurisch“ betrachtete - die protestantische Reformation und den transatlantischen Sklavenhandel. Auf der Grundlage zuvor nicht untersuchter Quellen und in packendem Detail geschrieben, fängt Mikhails bahnbrechender Bericht lebhaft Selims Leben und Welt ein. Ein historisches Meisterwerk, das unser Verständnis einer Welt radikal neu gestaltet, von der wir dachten, wir wüssten sie.
