Das Buch wendet sich an alle, die eine knappe, klare zuverlässige und in einfacher Sprache gehaltene Einführung in das deutsche Arbeitsrecht erhalten wollen. Neben dem Individualarbeitsrecht ist auch das kollektive Arbeitsrecht enthalten und umfasst damit alle für Prüfung und Praxis wichtigen Bereiche. Der Stoff ist klar und übersichtlich gegliedert. Zahlreiche Fallbeispiele leiten den Leser zur sachgerechten Lösung praxisrelevanter Probleme an. Das letzte Kapitel enthält eine Anleitung zur Bearbeitung arbeitsrechtlicher Fälle.
Bernd Rüthers Reihenfolge der Bücher






- 2024
- 2017
Deutschlands Funktionseliten haben in siebzig Jahren (1919 bis 1989) sieben verschiedene politische Systeme erlebt: Jedes neue System verlangte von den Führungsstäben in Staat und Gesellschaft die Zustimmung zu der neuen, oft entgegengesetzten Staatsideologie und zu neuen „Grundwerten“. Das bedeutete für die Anhänger der alten Ordnung individuelle und kollektive Existenzkrisen. Die Beamten mussten mehrfach neue Amtseide leisten. Wer in staatsnahen Berufen seine Karriere fortsetzen wollte, musste geeignet und bereit sein, sich den „Idealen“ der neuen Regierungsform unterzuordnen. Diese Frage wurde von beiden Seiten, je nach den Systemideologien, sehr verschieden behandelt oder auch - in liberalen Systemen - einvernehmlich beschwiegen. Die übernommenen Führungskräfte brachten zudem oft ihre Denkweisen und „Netzwerke“ in den neuen Staat ein - mit dauerhaften Folgen. Das ist das Kernthema dieses Essays. Die Erinnerung an diese Zusammenhänge ist nicht nur für unser Geschichtsbild notwendig: Wer sich nicht oder falsch erinnert, den bestraft die Zukunft.
- 2017
Wider den juristischen Zeitgeist
Ausgewählte Schriften
Der vorliegende Band enthält ausgewählte Schriften von Bernd Rüthers aus den Jahren 1964 bis 2015. Der Autor spricht darin rechts- und sozialpolitische Grundsatzfragen an, kritisiert Fehlentwicklungen und fordert Reformen ein. Die Beiträge erlauben einen Rückblick auf die Entwicklung des deutschen Rechts- und Sozialstaates über 50 Jahre hinweg. Im ersten Abschnitt zum Arbeitsrecht stehen vor allem das Arbeitskampfrecht und seine Entwicklung durch die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts im Fokus. Die Rolle des Richters im demokratischen Rechtsstaat sowie die Abhängigkeit von Recht und Zeitgeist werden im zweiten Abschnitt zu den rechtstheoretischen und methodologischen Grundfragen des Rechts in den Vordergrund gerückt. Den Protagonisten der „Rechtserneuerung“ der beiden großen Systemwechsel in Deutschland im 20. Jahrhundert gibt Bernd Rüthers ein Gesicht. Abgerundet wird die Sammlung durch Beiträge zu Reformation und Recht sowie zur Stellung der Universität in der Gesellschaft.
- 2016
Derecho degenerado
- 245 Seiten
- 9 Lesestunden
La obra Derecho degenerado presenta un cuadro sintético del papel de los juristas y los profesores de derecho en la Alemania nazi, interrogándose acerca de su responsabilidad moral y planteando los riesgos que para el futuro del Estado de derecho implica el no prestar sufi ciente atención a la historia jurídica de aquella época. El análisis se centra particularmente en Carl Schmitt y en Karl Larenz y pone de relieve el uso que a partir de dichos autores se dio a ciertos conceptos jurídicos por ellos forjados o difundidos, como el de "pensamiento concreto de orden" o la idea de "conceptos generales-abstractos". Es un libro útil e interesante tanto para el lector cultivado no experto en derecho como para el jurista con inquietudes sobre la historia jurídica reciente y la trayectoria de los conceptos jurídicos en nuestra época. El autor se muestra comedido en sus juicios políticos y morales y huye de todo sensacionalismo, tratando de dar siempre prioridad al análisis sosegado y a las cuestiones de fondo.
- 2015
Zum Werk Die Rechtstheorie befasst sich mit dem theoretischen Aufbau der Rechtsordnung und ihrer Rechtssätze sowie der Methodik zur Gewinnung rechtlicher Erkenntnisse. Der Autor stellt auch die zentralen rechtsphilosophischen Ansätze dar und vermittelt das methodische Rüstzeug für die konkrete Anwendung des geltenden Rechts. Damit umfasst der verständlich und zum Mitdenken anregende Band auch eine Methodenlehre, deren Beherrschung für jeden Umgang mit jedem Rechtsgebiet unerlässlich ist. Vorteile auf einen Blick - Darstellung von Rechtstheorie und juristischer Methodenlehre in einem Band - behandelt umfassend die wesentlichen Auslegungs- und Rechtsanwendungsgrundsätze Zielgruppe Für Studierende und rechtspolitisch Interessierte.
- 2014
Die heimliche Revolution vom Rechtsstaat zum Richterstaat
- 175 Seiten
- 7 Lesestunden
Die Bundesrepublik hat sich vom demokratischen Rechtsstaat zum „Richterstaat“ gewandelt. Große Bereiche aller Teilrechtsgebiete sind durch „Richterrecht“ geregelt. In diesen Bereichen gilt: Recht ist das, was die zuständigen obersten Gerichtsinstanzen rechtskräftig für geltendes Recht erklären, und zwar bis zur nächsten Änderung dieser Rechtsprechung. Das gilt auch für das Verfassungsrecht. Das Bundesverfassungsgericht ist zur obersten nationalen Rechtsquelle geworden. In gängigen Lehrbüchern liest man: „Es (lies: das BVerfG) bestimmt letztlich, was das Grundgesetz sagt“. Der Satz beschreibt die Regelungsmacht der letzten Instanzen, besonders im Verfassungsrecht. Er gilt nicht nur für das nationale Recht. Die Judikate des EuGH und des EGMR prägen in ähnlicher Weise die Rechtsbereiche, für welche diese Gerichte Zuständigkeit beanspruchen. Die Inhalte des Grundgesetzes hängen damit maßgeblich von den wechselnden juristischen Methoden ab, die bei der Auslegung und Fortbildung des Grundgesetzes verwendet werden. Das bedeutet: Methodenfragen sind Verfassungsfragen.
- 2011
Der in allen Teilen der Bevölkerung geleistete Widerstand in den zwei totalitären deutschen Systemen des NS-Staates und des SED-Staates hat im deutschen Geschichtsbewusstsein nur zögernd einen Platz gefunden. Seine Wahrnehmung und Würdigung waren dem Zeitgeist unterworfen. Dieser wurde lange von der Mehrheit der regimetreuen Funktionseliten und Mitläufer des vergangenen Terrorsystems dominiert. Das gilt, wie inzwischen immer neue Darstellungen der Verstrickung aller Teilbereiche der beiden Diktaturen in die Staatsverbrechen zeigen, ausnahmslos für alle Führungsebenen der beiden Diktaturen von der Verwaltung und der Polizei über die Justiz und das Gesundheitswesen bis zu den Wissenschaften und Hochschulen aller Disziplinen. Am Beispiel des Nationalsozialismus wird die einsame Rolle der Regimegegner während der Unrechtsherrschaft und ihre wechselvolle Einschätzung nach dem Zusammenbruch des jeweiligen Unrechtssystems aufgezeigt.
