Organisationspädagogik
Eine Einführung





Eine Einführung
In den letzten Jahren hat die organisationspädagogische Forschung sowohl im disziplinären als auch im interdisziplinären Kontext eine erhebliche Entwicklung und Aufwertung erfahren. Vor diesem Hintergrund fokussiert und bündelt dieses Handbuch Entwicklung, Forschung und Diskurse zum Verhältnis von Organisation und zentralen pädagogischen Referenzkategorien. Theorien, Methoden, Gegenstände und Arbeitsfelder der Organisationspädagogik werden von ausgewiesenen ExpertInnen diskutiert, mit Wissensbeständen pädagogischer Teildiskurse verschränkt und Anschlüsse für die professionelle Praxis eröffnet.
In der heutigen Gesellschaft kommt der Führung in und von Organisationen erhebliche Bedeutung zu. An der Ausgestaltung und Entwicklung von Organisationen sind Führungskräfte entscheidend beteiligt, Lernprozesse in und von Organisationen sind auf die Unterstützung von Führungskräften angewiesen. Organisationale Strukturen und Kulturen werden von Führungspraxen geprägt und bestimmen andererseits deren Form. Was kann eine pädagogische Perspektive zur Frage des Verhältnisses zwischen Organisation und Führung beitragen? Welche besondere Relevanz erhält Führung im Kontext der zunehmenden Bedeutung des Lernens in und von Organisationen? Der Band „Organisation und Führung“ gibt einen Überblick über die aktuelle deutschsprachige Forschung zu diesen und anderen Fragen der Führung in und von Organisationen.
The Staging and Performing of Rituals in the Lives of Young People
Rituals play a central role in the development of individual and collective identity. This is particularly true for young people, who are tractable to a great extent. Rituals are productive. While they were previously made a subject of discussion under the aspects of stereotyping, rigidity and violence, this examination concentrates on productive moments of rituals that contribute to making and forming the identity of communities and individuals. In ritual processes, the body, the senses and the performative actions of all parties involved play an important role. Rituals serve the community as a medium for generating and dealing with differences, for overcoming crises and for structuring transitions. Our ethnographic study shows how social relationships are formed in performative processes of rituals and ritualisations. In this sense, the focus is on the dramaturgy and organisation of ritual interactions and their effects, on scenic-mimetic expressivity, on the performance and staging character, and on the practical knowledge of social action. Four central socialisation fields of performative ritual action are the living environment of the family, transitions in everyday school life, games children play at recess and media stagings of peer groups. Ritual action is also defined as practical mimetic knowledge, and the city is characterised as performative space.
Lebenslang zu lernen gilt heute als Notwendigkeit. Die Gesellschaft ist zu einer Lerngesellschaft geworden und Lernen zu einem Vorgang von zentraler Bedeutung. Das Buch entfaltet die Systematik eines genuin pädagogischen Lernbegriffs und richtet sich damit gegen Verkürzungen, die mit der Verwendung psychologischer und in jüngster Zeit neurowissenschaftlicher Lerntheorien einhergehen. Die Suche nach dem Lernbegriff in der Geschichte der Pädagogik, in der pädagogischen Anthropologie und in den Praktiken pädagogischer Institutionen sowie die Auseinandersetzung mit Lerntheorien anderer Disziplinen dienen dazu, eine den Problemen pädagogischer Praxis angemessene Theorie des Lernens zu entwerfen. In diesem Sinne werden vier pädagogische Dimensionen des Lernens rekonstruiert: Wissen-Lernen, Können-Lernen, Leben-Lernen und Lernen-Lernen.