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Waal Edmund

    Edmund de Waal bezeichnet sich selbst als „Töpfer, der schreibt“. Seine Porzellanarbeiten werden in vielen Museumssammlungen weltweit ausgestellt, und er schuf kürzlich eine bedeutende Installation für die Kuppel des Victoria and Albert Museum in London. De Waal absolvierte eine Ausbildung zum Töpfer, studierte in Japan und las englische Literatur an der Universität Cambridge. Sein persönlichstes Buch, „Der Hase mit den Bernsteinaugen“, ist eine Reise durch die Familiengeschichte anhand von Objekten.

    Der Hase mit den Bernsteinaugen
    Camondo. Eine Familiengeschichte in Briefen
    • Nach „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ ein neues Meisterwerk der Erinnerungsliteratur von Edmund de Waal Geschichte ist nicht Vergangenheit, sie hört nie auf und entfaltet sich in unseren Händen. Das schreibt Edmund de Waal in seinem neuen Buch, das ihn zurückführt in die Pariser Rue de Monceau, in der einst sein Vorfahre Charles Ephrussi den berühmten »Hasen mit den Bernsteinaugen« hütete, wo in unmittelbarer Nachbarschaft Marcel Proust wohnte und wo der Bankier Moïse de Camondo aus Konstantinopel ein Palais errichten ließ, in dem sich heute ein seit 1936 unverändertes Museum befindet. Niemand war zufällig in dieser »Straße der Anfänge«, sagt de Waal und beginnt, imaginäre Briefe an Moïse zu richten, über die vielfältigen Beziehungen ihrer beiden Familien, über Assimilation, Großzügigkeit, privates und öffentliches Leben und immer wieder über die Bedeutung der Erinnerung und dass es keinen »Schlussstrich« geben kann und darf.

      Camondo. Eine Familiengeschichte in Briefen2022
      4,2
    • Der Hase mit den Bernsteinaugen

      Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Der Bestseller jetzt im Taschenbuch! 264 Netsuke, japanische Miniatur-Schnitzereien aus Holz und Elfenbein, liegen in der Vitrine des britischen Töpfers Edmund de Waal, Nachkomme der jüdischen Familie Ephrussi aus Odessa. Wie sie dorthin kamen, erzählt dieses Erinnerungsbuch. Vom Paris der Belle Époque gelangte die Sammlung ins Wien des Fin de Siècle, aus Tokio in den 1950er-Jahren schließlich nach London. Die Ephrussis, einst an Einfluss und Reichtum den Rothschilds ebenbürtig, erlebten mit dem »Anschluss« 1938 den Niedergang – ihr gesamtes Vermögen fiel der »Arisierung« zum Opfer. Nur die Netsuke wurden – jede einzeln – in der Schürze des Dienstmädchens Anna gerettet. Eine Familienchronik, in der sich europäische Geschichte der letzten hundertfünfzig Jahre spiegelt, eine Wunderkammer, eine brillant geschriebene Erkundung über Besitz und Verlust, über das Leben der Dinge und die Fortdauer der Erinnerung.

      Der Hase mit den Bernsteinaugen2011
      3,9