Neue Rundschau - 119. Jahrgang, Heft 4: Film und Erzählen
- 246 Seiten
- 9 Lesestunden



Abu Ghraib war der Wendepunkt. Im Mai 2004 sah die Öffentlichkeit erste Bilder, auf denen irakische Häftlinge von US-Soldaten gefoltert und erniedrigt wurden. Spätestens jetzt waren alle Versuche der USA, den Irakkrieg moralisch zu rechtfertigen, zum Scheitern verurteilt. Abu Ghraib galt fortan als Symbol für Folter und für einen Krieg, der außer Kontrolle geraten war. Gemeinsam mit dem Oscar-Preisträger Errol Morris zeichnet Starjournalist Philip Gourevitch das Bild einer Armee, die sich über alle Tabus hinwegsetzte, weil sie gegen den Terrorismus zu kämpfen glaubte. Wer verstehen will, was im Irak passiert ist, muss dieses schonungslose Buch lesen: vielleicht ein Klassiker von morgen.
The book is connected to an upcoming FX docuseries produced by Emmy® Award-winning Marc Smerling, featuring insights from the author, Errol Morris. It promises to explore intriguing themes and narratives that reflect Morris's unique perspective, likely delving into complex characters and compelling stories that have captivated audiences. The collaboration hints at a blend of documentary storytelling and personal insight, making it a significant addition to both the literary and television landscape.