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Paul Duschner

    Afrikanische Masken und Skulpturen der Sammlung Karl-Josef Scheideler des Lippischen Landesmuseums Detmold
    • 2021

      Objekte menschlichen Schaffens aus Schwarzafrika faszinieren durch ihre starke Ausdruckskraft und haben den Weg in europäische Museen gefunden. Die hier vorgestellte Sammlung, bestehend aus Skulpturen und Masken aus West- und Zentralafrika, kam vor wenigen Jahren als Schenkung an das Lippische Landesmuseum Detmold. Viele dieser Stücke wurden gezielt für den Verkauf an ausländische Abnehmer hergestellt und gehören somit zur Souvenirkunst. Während solche Objekte von westlichen Wissenschaftlern und Kuratoren lange als unauthentisch und nicht museumswürdig abgelehnt wurden, erfahren sie heute Anerkennung als spezifisches kulturelles Phänomen mit ethnografischem Wert. Das Lippische Landesmuseum hat im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine ethnographische Sammlung aufgebaut, indem es Sammlungen von Diplomaten, Kaufleuten und Forschern übernahm, die einen persönlichen Bezug zum Land Lippe hatten. Nun möchte das Museum seiner Forschungs- und Vermittlungsaufgabe nachkommen und sich mit dem bisher vernachlässigten Phänomen der Airport Art auseinandersetzen. Diese Objekte sind nicht nur Zeugen der Sammellust ihrer Besitzer, sondern bieten auch in den heimischen Räumen der Reisenden die Möglichkeit, das Erlebte zu reflektieren und die Erinnerung an faszinierende Kulturen wachzuhalten.

      Afrikanische Masken und Skulpturen der Sammlung Karl-Josef Scheideler des Lippischen Landesmuseums Detmold