Gestirne, Gleiter, Galaxien
Ein Universum deutscher Science-Fiction-Heftromane. Von 1953 bis heute. Abseits von Perry Rhodan.
- 448 Seiten
- 16 Lesestunden
Gerade einmal acht Jahre hatte das neue Genre Zeit, sich im deutschen Heftroman zu etablieren, bevor die weltgrößte SF-Serie Perry Rhodan 1961 das Weltall eroberte. In den 1950er Jahren wurde Science-Fiction in Deutschland populär, während das Genre in den USA bereits seit über 20 Jahren florierte. Der Heftroman, ähnlich den pulp magazines der 1930er Jahre, trug zur schnellen Verbreitung bei, stieß jedoch auf Skepsis, da viele Leser die triviale Form nicht mit ihren Erwartungen an die Science-Fiction-Literatur in Einklang bringen konnten. Kaum ein anderes Genre hat so unterschiedliche Meinungen hervorgebracht, und die Angst vor Trivialisierung war groß. Autoren und Verlage standen acht Jahre lang vor der Herausforderung, zwischen den Erwartungen der Leser und dem Ziel, Unterhaltung zu bieten und Geld zu verdienen, zu balancieren – bis Perry Rhodan ins Rampenlicht trat. Die Space Opera dominierte den deutschen Heftroman und das Perryversum war nicht mehr aufzuhalten. Seit 1961 wurden über 3.100 Heftromane in erster Auflage veröffentlicht, während andere SF-Reihen seit 1953 nur etwa 4.900 Romane zusammenbrachten. In der Folge verloren SF-Heftreihen an Bedeutung gegenüber der neuen Welle der Weltraumabenteuer. Während Perry Rhodan umfassend dokumentiert wurde, wurden viele andere SF-Heftserien oft ignoriert, obwohl ihre Zahl für jahrzehntelange Beliebtheit spricht. "Gestirne, Gleiter, Galaxien" würdigt daher all diese Serien, die

