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Dimitris Lyacos

    Der erste Tod
    Poena Damni
    • Poena Damni

      Trilogie

      Eines der originellsten und bedeutendsten Werke, die im neuen Jahrtausend aus Europa hervorgegangen sind, ist die Trilogie Poena Damni von Dimitris Lyacos. Trotz ihrer kurzen Länge benötigte der Text dreißig Jahre für seine Vollendung, wobei die einzelnen Bücher während dieses Zeitraums überarbeitet und in verschiedenen Ausgaben veröffentlicht wurden. Sie sind um eine Reihe von Konzepten gruppiert, darunter der Sündenbock, die Suche, die Rückkehr der Toten, Erlösung, körperliches Leiden und psychische Erkrankung. Lyacos' Charaktere stehen stets in Distanz zur Gesellschaft, sind Flüchtlinge, wie der Erzähler von Z213: EXIT, Ausgestoßene in einem dystopischen Hinterland wie die Figuren in With the People from the Bridge oder gestrandet, wie der Protagonist von The First Death, dessen Überlebenskampf sich auf einer wüstenähnlichen Insel entfaltet. Poena Damni wurde als "Allegorie des Unglücks" interpretiert und mit Werken von Autoren wie Thomas Pynchon, Samuel Beckett und Cormac McCarthy verglichen.

      Poena Damni
      4,8
    • Der erste Tod

      • 60 Seiten
      • 3 Lesestunden

      1993 begann Dimitris Lyacos die Trilogie »Poena Damni«, deren Titel sich auf die Strafe der verdammten Seelen in der Hölle bezieht: Sie dürfen Gott nicht schauen. Die Erzählung beginnt mit dem Schluss und arbeitet sich rückwärts zum Anfang. Der chronologisch letzte Teil erschien als erster: »Der erste Tod«. Diese Trilogie ist in einen Kontext von tragischer Dichtung und epischem Drama eingebettet, wobei Einflüsse von Homer, Aischylos, Dante sowie romantischen, symbolistischen und expressionistischen Strömungen spürbar sind. »Der erste Tod« vereint ein breites Spektrum an Schreibstilen und literarischen Ausdrucksformen. Lyacos’ Werk erschafft ein alternatives, allegorisches Universum und einen neuen Mythos, der über die postmoderne Dystopie hinausgeht. Die Handlung beginnt mit einem Mann, der auf einer felsigen Insel ausgesetzt ist, und beschreibt seinen Überlebenskampf, den Zerfall seines Körpers und die unaufhaltsame Auflösung seines Gedächtnisses. Ursprünglich auf Griechisch verfasst, wurde »Der erste Tod« in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Italienisch, Spanisch und Französisch. Das Werk hat weltweit Künstler_innen zu interdisziplinären Projekten inspiriert, von Tanz über neue Musik bis hin zu Skulpturen. 20 Jahre nach Beginn der Arbeit an diesem Werk erscheint es nun in einer neuen Auflage im Verlagshaus J. Frank.

      Der erste Tod