FörMig Edition - 3: Sprachdiagnostik im Lernprozess
Verfahren zur Analyse von Sprachständen im Kontext von Zweisprachigkeit
- 132 Seiten
- 5 Lesestunden



Verfahren zur Analyse von Sprachständen im Kontext von Zweisprachigkeit
Dokumentation einer Fachtagung am 14. Juli 2004 in Hamburg
Der Band versammelt die Beiträge eines Workshops zu Fragen der Angemessenheit und Qualität von sprachdiagnostischen Verfahren, die bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eingesetzt werden. Ausgangspunkt sind zwei Gutachten von Konrad Ehlich (München) und Lilian Fried (Dortmund) zu vorliegenden Verfahren der Sprachstandsfeststellung und Sprachstandserhebung. Die weiteren Beiträge konzentrieren sich darauf, welche Standards zukünftig beachtet werden und auf welche Schwerpunkte sich Entwicklungen im Bereich der Sprachdiagnostik konzentrieren sollten. Die Dokumentation informiert über Initiativen zur Entwicklung sprachdiagnostischer Verfahren der Bundesländer und beleuchtet aktuelle Diskussionen zur Sprachdiagnose bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Selbstwerdung zwischen Destruktion und Produktivität (Materialien)
Narzißmus als Krankheit ist in der klinischen Literatur häufig belegt und bleibt als Schlagwort in der psychologisierenden Gesellschaftsanalyse relevant. Ein narzißtisches Modell der jugendlichen Psyche wird aufgrund theoretischer Probleme und mangelnder empirischer Nachweise abgelehnt, findet jedoch in pädagogischen und journalistischen Überlegungen zur Jugend weiterhin Anwendung. Die Arbeit untersucht die Beiträge des Narzißmus zur psychischen Gesundheit, Selbstwertregulation und dem Wohlbefinden des Selbst. Sie integriert eine ontogenetische Entwicklungsperspektive und beleuchtet den Erklärungswert des Narzißmuskonzepts für die Entstehung von Subjektivität, Objektivität, Ich und Du sowie für Bindung, Trennung, Interaktion und Sozialität. Narzißmus wird als Wendung auf das Selbst verstanden, die Krisen durch Selbstvergewisserung und -stärkung bewältigt. Der Geltungsrahmen des Konzepts erweitert sich vom pathologischen Verständnis zu einem Verstehensmodell für psychische Abläufe in der individuellen Lebensgeschichte. Jugendlicher Narzißmus wird als charakteristisch für diese Lebensphase betrachtet, als Ergebnis spezifischer Anforderungen, die auch in anderen Umbruchphasen und kritischen Lebensereignissen auftreten. Die Arbeit gliedert sich in Einleitung, Mythos und Subjektivität, Entwicklungstheorien, pädagogische Rezeption sowie einen Ausblick auf Narzißmus und Spiel.