Martin Hilský Bücher
Martin Hilský ist ein herausragender Literaturwissenschaftler, Universitätsprofessor und Übersetzer, der sich auf englische Literatur spezialisiert hat. Am meisten wird er für seine meisterhaften Übersetzungen der Werke William Shakespeares ins Tschechische gefeiert. Hilský hat auch tschechische Ausgaben von Shakespeares Stücken mit aufschlussreichen Vorworten und Nachworten bereichert. Seine Arbeit trägt maßgeblich zum Verständnis und zur Wertschätzung von Shakespeares Werk im tschechischen Kulturbereich bei.







»Othello« war bereits bei seiner Uraufführung 1604 ein großer Erfolg und zählt bis heute zu den beliebtesten Stücken Shakespeares, das beim Publikum spontane Reaktionen hervorruft. Jagos Auftritte wurden oft mit Protesten und Warnrufen begleitet, während die Zuschauer heute die schauspielerische Leistung des Jago-Darstellers am Ende honorieren. Diese veränderte Einstellung spiegelt sich in neuen Inszenierungen und literaturkritischen Bewertungen wider. Das Stück thematisiert nicht nur private Aspekte wie Vertrauen und Misstrauen, sondern auch das Spannungsfeld zwischen Individualität und gesellschaftlichen Normen sowie die prägende Kraft von Rollenbildern. Die Schlegel-Tieck-Übersetzung, die im 19. Jahrhundert entstand, hat sich zu einem eigenständigen deutschen Klassiker entwickelt. Die Übersetzer bedienten sich der Literatursprache der deutschen Klassik und schufen ein poetisches Werk von großer sprachlicher Geschlossenheit. Im Zentrum steht der venezianische Feldherr Othello, der Opfer der Intrigen seines Fähnrichs Jago wird, der sich wegen einer Versetzung rächen will. Jago stachelt den Senator Brabantio gegen Othello auf, da dessen Tochter Desdemona und Othello ein Liebespaar sind. Nach einem gescheiterten Anklageversuch verwickelt Jago Cassio in einen Streit, was zu dessen Degradierung führt. Er weckt Othellos Eifersucht, was in der Tragödie endet: Othello tötet Desdemona, Jago Emilia und schließlich bringt sich Othel
Hamlet
Shakespeare, William – englische Weltliteratur; Übersetzung – 31
»Hamlet« ist das meistgespielte Stück Shakespeares und die bekannteste Figur des Autors. Vor rund 250 Jahren führte die Shakespeare-Begeisterung in Deutschland zu einem sogenannten ›Hamlet-Erlebnis‹, bei dem sich viele mit dem melancholischen Dänenprinzen identifizierten. Die menschliche Psyche und ihre Widersprüche sowie die Reflexion über Ich, Fiktion und Welt stehen im Mittelpunkt. Der berühmteste Monolog der Theatergeschichte, »To be or not to be, that is the question«, hat hier seinen Platz. Die Schlegel-Tieck-Übersetzung, an der August Wilhelm Schlegel, Ludwig Tieck, Dorothea Tieck und Wolf Heinrich Graf Baudissin mitwirkten, wurde im 19. Jahrhundert zu einem eigenständigen deutschen Klassiker. Die Übersetzer nutzten die Literatursprache der deutschen Klassik im Gefolge Goethes und Schillers und schufen ein poetisches Werk von großer sprachlicher Geschlossenheit und Wirkung – der Text liegt in neuer Rechtschreibung vor. Im Stück heiratet Gertrude, die Witwe des dänischen Königs, dessen Bruder Claudius, der nun König ist. Ihr Sohn Hamlet, benannt nach seinem verstorbenen Vater, sieht den Geist seines Vaters, der ihm offenbart, von Claudius ermordet worden zu sein. Hamlet sinnt auf Rache, was Gertrude, Claudius und auch die geliebte Ophelia, Tochter des Oberkämmerers Polonius, betrifft. Letztlich wird Hamlet von Ophelias Bruder Laertes getötet. Friedrich Schlegel beschreibt das Werk als ein Meisterstück, in dem alle Teil
Eine Wahnsinns-Idee: König Lear unterzieht seine drei Töchter einem Liebestest. Und weil dem alten Mann das offenherzige Bekenntnis seiner geliebten Cordelia missfällt, verstößt er seine Jüngste. Kriege werden geführt und Intrigen eingefädelt, Herrscher treten auf und machen Weltgeschichte. Doch was ist das am Ende alles wert ohne Mitgefühl und die Einsicht ins persönliche Scheitern? Shakespeares große Tragödie kreist wortgewaltig um allgemein-menschliche Fragen
Dílo
- 1680 Seiten
- 59 Lesestunden
V českém prostředí unikátní vydavatelský počin předkládá čtenáři v jednom svazku kompletní dílo Williama Shakespeara, tj. všechny hry tragické, komediální, historické i tzv. romance spolu se Sonety, dalšími básnickými skladbami (např. Venuše a Adonis či Znásilnění Lukrécie) a díly spornými a apokryfními, a to vše v překladu jediného člověka, předního českého anglisty a shakespearologa Martina Hilského. Kompletní dílo je doplněno úvodní studií, každá hra či báseň je uvozena stručnou charakteristikou a technickým popisem a celek uzavírá přehledný rejstříky shakespearovských postav.
Kniha Shakespeare a jeviště svět je pokusem nahlédnout na Shakespearovo dílo v jeho úplnosti a v kontextech anglické a evropské renesance. Chce být především pozváním do fascinujícího světa Shakespearovy imaginace, která je chápána v nejširším smyslu – patří do ní představy o světě, o řádu přírody a člověka, o vztahu mezi bytím a zdáním, skutečností a snem, realitou a iluzí. Chronologicky řazené studie a eseje nabízejí pohled na vývoj Shakespearovy tvorby. Tato kniha může mj. sloužit jako svébytný průvodce k publikaci William Shakespeare: Dílo (Academia 2011), prvnímu českému vydání celého Shakespearova díla v jednom svazku a z pera jednoho překladatele.
Kniha nabízí celostní pohled na Shakespearovu dobu a je rozdělena do čtyř částí. V té první (Lidé a společnost) je alžbětinská společnost nazírána v širokém záběru od králů a královského dvora až po lidi na okraji (žebráci, tuláci, čarodějnice, prostitutky). Druhá část (Každodenní život) se snaží čtenářům přiblížit, jak Shakespearovi současníci žili, jak umírali, bydleli, jak se oblékali, jak a co jedli, jak se bavili, ženili a vdávali. Třetí část (Mentalita, řeč, imaginace) se zabývá dobovým myšlením a cítěním a kulturou mluveného a tištěného slova, která formovala anglickou renesanci. Čtvrtá a poslední část publikace přináší portrétní galerii lidí a osobností Shakespearovy doby.
Modernisté
- 272 Seiten
- 10 Lesestunden
Čtyři eseje jsou portréty čtyř nejvýznamnějších modernistických autorů: Jamese Joyce, Virginie Woolfové, T. S. Eliota a D. H. Lawrence. V závěrečné kapitole autor na základě studia nejmodernější odborné literatury vysvětluje netradiční formou vztah mezi modernismem a postmodernismem.



