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Bookbot

Thomas Sandkühler

    1. Januar 1962
    "Endlösung" in Galizien
    Europäische Integration
    Geschichtskultur durch Restitution?
    Hitler und der Nationalsozialismus
    Adolf H.
    Das Fußvolk der \"Endlösung\"
    • Die Rekrutierung nichtdeutscher Kollaborateure an den Gräueltaten des NS-Regimes wurde lange Zeit wenig beachtet. Erst der Strafprozess gegen John Demjanjuk 2009 lenkte die Aufmerksamkeit auf dieses Thema. Historiker Thomas Sandkühler analysiert die Rolle „fremdvölkischer“ Hilfskräfte bei nationalsozialistischen Vernichtungsaktionen in Osteuropa. Er untersucht, ob „Trawniki-Männer“ und ukrainische Zwangsarbeiter als Mittäter der SS-Soldaten zu betrachten sind, und beleuchtet die Vernichtungslager Bełżec und Sobibór im Kontext der „Aktion Reinhardt“. Zudem thematisiert er die Konkurrenz zwischen dem Beamtenapparat und den SS- und Polizeistrukturen sowie die sowjetische Strafverfolgung als Anstoß zur Erforschung dieser Thematik. Die Mittäter, die hier untersucht werden, erhielten Waffen, da die neokoloniale Herrschaft des NS-Regimes ohne Kollaborateure nicht funktionieren konnte. Die Hierarchie von Deutschen zu Nichtdeutschen war jedoch stets klar. Sandkühler zeigt, dass „Trawniki-Männer“ und ukrainische Hilfspolizisten lediglich ausführende Organe waren. Mit dieser Untersuchung wird erstmals die europäische Dimension der osteuropäischen Judenvernichtung umfassend beleuchtet. Er beschreibt detailliert die Zusammenhänge zwischen Tatort, Tat und Tätern, beginnend mit dem Hitler-Stalin-Pakt bis hin zu den späten Strafprozessen im 21. Jahrhundert.

      Das Fußvolk der \"Endlösung\"
    • Wie Hitler wurde, was er war... Kinder und Jugendliche kennen Hitler. Aus dem Schulunterricht, aus Filmen, Reportagen, Comics – wie ein Phantom geistert er durch die Medien. Wie aber sieht ein historisch fundiertes Bild des Diktators aus? Wie wurde aus dem Außenseiter und Versager der Machtmensch Hitler, der mit Gewalt und Intrigen die Führung der NSDAP an sich riss und schließlich die des ganzen Landes? Eine Geschichte der zentralen Figur des Antisemitismus und Faschismus des 20. Jahrhunderts auf dem neuesten Forschungsstand.

      Adolf H.
    • Bis zu seinem Ende zog Adolf Hitler Millionen Deutsche in seinen Bann; viele teilten seine politischen Ziele und traten aktiv für sie ein. Wie kam es dazu? Hitlers Kindheit und Jugend verliefen ebenso freud- wie erfolglos. Als Feind republikanischer Ideen führte der Weg des frustrierten jungen Mannes früh in die rechtsextremistische und antisemitische DAP, die spätere NSDAP. Hier spülten ihn Machtinstinkt und die politischen Kämpfe der jungen Republik rasch nach oben. Hitler schaltete in den zwölf Jahren seiner Herrschaft als Diktator jede Opposition aus und betrieb systematisch eine fanatische und menschenverachtende Politik, die im Weltkrieg und in den Völkermord an den europäischen Juden mündete. Thomas Sandkühler verbindet in seiner Darstellung das Leben Hitlers mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Er hat dieses Buch insbesondere für Menschen geschrieben, die ohne besondere Geschichtskenntnisse verstehen wollen, wie Hitlers politischer Aufstieg gelang und was in den Jahren seiner Gewaltherrschaft geschah.

      Hitler und der Nationalsozialismus
    • Geschichtskultur durch Restitution?

      Ein Kunst-Historikerstreit

      • 456 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Die Debatte über den Umgang mit Sammlungsobjekten aus kolonialen Kontexten hat durch die Kontroversen um die Benin-Bronzen im Humboldt-Forum an Fahrt gewonnen. Diese Diskussion, die bereits unter Fachleuten geführt wurde, erhielt 2018 neue politische Brisanz, als der französische Präsident Macron die Rückgabe an Herkunftsgesellschaften ankündigte und konkrete Schritte prüfte. Die Forderung nach Restitution wirft grundlegende und komplexe Fragen zur Gegenwart der Vergangenheit auf, die ethische, wissenschaftliche, politische, juristische und ästhetische Dimensionen betreffen. Diese Themen sind nicht nur für Kunsthistoriker*innen und Museumsfachleute relevant, sondern auch für Kultur- und Wissenschaftshistoriker*innen, Jurist*innen, Geschichtsdidaktiker*innen und Museumsgäste, die sich mit kolonialen Sammlungen auseinandersetzen. In dem vorliegenden Band wird erstmals versucht, die geschichtskulturellen Dimensionen dieser Debatte zu beleuchten und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Rund dreißig deutsche und internationale Autor*innen kommen zu Wort und verdeutlichen die Notwendigkeit, das Erbe des Kolonialismus aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Einfache Antworten gibt es nicht, und gerade in dieser Komplexität liegt die besondere Herausforderung, die es zu meistern gilt.

      Geschichtskultur durch Restitution?
    • Der Band behandelt wirtschaftliche, außenhandels- und währungspolitische Kontinuitäten und Brüche sowie die Europaideologie seit 1943 und ordnungspolitische Modelle der Nachkriegszeit. In den 70er und 80er Jahren entstand eine kontroverse Debatte über die möglichen ideologischen und praktischen Vorläufer der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in der nationalsozialistischen Zeit. Während des Kalten Krieges waren die Positionen unversöhnlich: Wirtschaftshistoriker der politischen Linken argumentierten für eine nahezu bruchlose Kontinuität zwischen dem NS-Großwirtschaftsraum der 40er Jahre und der EWG. Die Gegenseite betonte die bedeutenden Brüche, die mit dem Kriegsende einhergingen. Der zeitliche Abstand und Fortschritte in der empirischen Forschung ermöglichen es, diese Debatte neu zu beleuchten. Der Inhalt umfasst Beiträge zu Themen wie europäische Integration, Währungspläne nationalsozialistischer Wirtschaftsexperten, die Europapläne Carl Goerdelers, die Beziehung zwischen Ordoliberalismus und sozialer Marktwirtschaft, sowie die Auseinandersetzungen um eine Europäische Währungsunion in den frühen 50er Jahren. Zudem wird die Rolle Frankreichs in der europäischen Integration und die deutsch-französische Handels- und Wirtschaftspolitik zwischen 1931 und 1952 untersucht.

      Europäische Integration