Die Todesmale des Engels
- 287 Seiten
- 11 Lesestunden
Yukio Mishima war ein herausragender japanischer Autor, dessen Werk sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit Schönheit, Tod und der Vergänglichkeit der menschlichen Existenz auszeichnet. Seine Prosa, oft stilisiert und reich an sinnlichen Details, dringt tief in die menschliche Psyche ein und untersucht die Spannung zwischen fleischlicher Begierde und spiritueller Suche. Mishima beschäftigte sich häufig mit Themen wie Ästhetik, Homosexualität, Verrat, Gewalt und der Suche nach Sinn in der modernen Welt. Sein einzigartiger Stil und seine provokativen Themen machten ihn zu einer der bedeutendsten und umstrittensten Persönlichkeiten der japanischen Literatur des 20. Jahrhunderts.






Der zweite Band beschreibt, wie eine Gruppe junger nationalistischer Japaner gewaltsam versucht, die Zersetzung traditioneller Werte durch den zunehmenden westlichen Einfluss zu stoppen.
Im ersten Band der Tetralogie entfaltet sich eine bewegende Liebesgeschichte zwischen dem sensiblen Kiyoaki und der sanften, eigenwilligen Satoko, die dramatisch endet.
As the dramatic climax of The Sea of Fertility, 'The Decay of the Angel' brings together the dominant themes of the three previous novels- the meaning and decay of Japan's courtly tradition and samurai ideal; the essence and value of Buddhist philosophy and aesthetics; and, underlying all, Mishima's apocalyptic vision of the modern era, which saw the dissolution of the moral and cultural forces that throughout the ages nourished a people and a world. The time is the late 1960s. Honda, now an aged and wealthy man, discovers and adopts a sixteen-year-old orphan, Toru, as his heir, identifying him with the tragic protagonists of the three previous novels, each of whom died at the age of twenty. Honda raises and educates the boy, yet watches him, waiting.
1950 steht der berühmte Goldene Pavillon in Kyoto in Flammen – das Feuer gelegt von einem jungen Mönch des Tempels. Berührt von der Geschichte des jungen Mannes, den er im Gefängnis besucht, verarbeitet Yukio Mishima sie zu einem Roman und formt daraus einen Höhepunkt seines Schaffens. Der junge Mizoguchi stottert und wird von den anderen Kindern ausgegrenzt. Mit jedem weiteren elenden und einsamen Moment wächst seine Sehnsucht nach dem Wahren und Schönen. Als er Novize in einem berühmten Tempel in Kyoto wird, ist er gebannt von der allumfassenden Schönheit des Goldenen Pavillons. Mizoguchi ist wie besessen, denn das Bild des Pavillons verfolgt ihn überall, auch in seinen Beziehungen zu Frauen. Unweigerlich steuert er auf eine Katastrophe zu und sieht nur noch einen Ausweg.
Autobiografischer Essay
»,Sonne und Stahl‘ ist eine Darstellung meines fast schicksalhaften dualistischen Denkens und eine Erzählung über die physiologische Notwendigkeit, dualistisches Denken zu entwickeln.« Yukio Mishima Yukio Mishima gilt als einer der bedeutendsten und meistübersetzten Autoren Japans. Er wurde nicht nur durch seinen Roman „Bekenntnisse einer Maske“, sondern auch durch seinen Selbstmord 1970 weltbekannt. Damals hatte er in Tokio in einer theatralischen Aktion einen Putsch zugunsten des japanischen Kaisers ausgerufen und dann vor aller Augen Harakiri begangen. In seinem autobiografischen Spätwerk „Sonne und Stahl“, das 1968 als Gesamttext veröffentlicht wurde, reflektiert Mishima vor dem Hintergrund seiner intellektuellen, spirituellen und physischen Entwicklung insbesondere die Beziehung zum eigenen Körper, zu dem er erst in seiner zweiten Lebenshälfte durch obsessives Training in Bodybuilding und Kampfkunst sowie einer Episode beim japanischen Militär einen positiven Bezug entwickeln konnte. Mittels einer eigenwillig subversiven und elektrisierend poetischen Metaphorik lässt er uns teilhaben an seiner Verwandlung vom „Mann der Worte“ zum „Mann der Tat.“ In dieser paradoxen Verfassung kreiert er, den parasitären Worten zum Trotz, eine mystische Sprache des Körpers, um seine persönliche „Fleischwerdung des Logos“ zu inszenieren.