In Rom erlebt die verwitwete Lehrerin Ida mit ihren beiden Söhnen den Faschismus, die Verfolgung der Juden, den Krieg und die Nachkriegszeit. Nino, der Ältere, entwickelt sich vom halbwüchsigen Gauner zum Partisanen. Und Giuseppe, der zweitgeborene Sohn, ist auch kein gewöhnliches Kind. Elsa Morante entwirft ein dichtes Fresko der Stadt Rom und ihrer Menschen, der Kleinbürger, Partisanen und Anarchisten. '›La Storia‹ ist der aufwühlendste, humanste und vielleicht wirklich der größte italienische Roman unserer Zeit.' Die Welt
Elsa Morante Bücher
Elsa Morante war eine Schlüsselfigur der italienischen Literatur, bekannt für ihre tiefen psychologischen Einblicke und meisterhaften Erzählungen. Ihr frühes Werk umfasste Kurzgeschichten, die in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht wurden und ein frühes Talent für die Erfassung menschlicher Erfahrungen zeigten. Morante befasste sich mit der Komplexität von Beziehungen und gesellschaftlichen Fragen, wobei ihre Erzählungen oft Themen wie Liebe, Verlust und die Suche nach Identität erforschten. Ihre unverwechselbare Stimme und ihr scharfer Blick für die menschliche Natur festigten ihren Status als bedeutende literarische Stimme ihrer Zeit.







Traumtagebuch
- 121 Seiten
- 5 Lesestunden
Dass es einfach sei mit der Liebe, wird niemand behaupten. Aber dass es meistens anders kommt als erwartet, davon können sie ein Lied singen, und zwar in den ergreifendsten Tönen, die die geneigte Leserin (oder auch den verliebten Leser) mitfiebern lassen: mit dem liebestrunkenen Dorfpolizisten, der Frau mit gleich zwei Ehemännern samt Familie oder dem ungleichen Paar, das nicht voneinander lassen kann. Mit Texten von Andrea Camilleri, Natalia Ginzburg, Luigi Malerba, Dacia Maraini, Alberto Moravia u. a.
Ein reifer Mann, Manuel, fährt nach Andalusien, die Heimat seiner Mutter. In Andalusien erfährt Manuel die Geschichte seiner Kindheit und blickt erinnernd zurück: Seine Mutter Aracoeli, das schöne und unbändige Bauernmädchen, folgt der großen Liebe ihres Lebens nach Rom. Dort wird Manuel geboren, doch mit der Geburt und dem frühen Tod einer Schwester endet die Liebe der Mutter zu Manuel. Aracoeli wird ein anderer Mensch, wirft alle mühsam erworbenen gesellschaftlichen Umgangsformen über Bord und wird zur unberechenbaren Nymphomanin, die im Bordell endet. Fassungslos sieht das Kind dem Geschehen zu, erst der reife Mann beginnt es zu begreifen.
»Meine liebe Elsa, alle Leute, die dein Buch gelesen haben, fragen mich, wie du bist: Und ich weiß es nicht zu sagen. Ich sage, du hast einen Pony, hast kleine Zähne mit einer Lücke in der Mitte; erzähle vom Kater Giuseppe«, schreibt Natalia Ginzburg an Elsa Morante im Oktober 1948, kurz nach Erscheinen des Romans »Lüge und Zauberei«. Die Briefe aus den Jahren 1938 bis 1985 erzählen von den intensiven Freundschaften etwa der Gruppe um den Turiner Verlag Einaudi. Sie gewähren Einblick in die Diskussionen der Literaturwelt und zeigen, wie sehr die künstlerischen Auseinandersetzungen, schonungslose Urteile ebenso wie Ermutigungen und Ratschläge das Schreiben beeinflusst haben, und sie erlauben einen Blick in die Werkstatt bei der Entstehung von Romanen wie Morantes Arturos Insel und Ginzburgs »Die Straße in die Stadt« oder Filmen wie Pasolinis »Das 1. Evangelium – Matthäus«. Sie zeugen auch von der Bedeutung ganz praktischer Fragen um Geld, Auszeichnungen und Erscheinungstermine. Und von dem nie zu stillenden Durst nach Anerkennung. Briefe, die sehr persönlich sind, oft phantasievoll, immer fein ausformuliert und manchmal lustig – besonders, wenn es um Morantes berühmte Katzen geht.
Der andalusische Schal
- 193 Seiten
- 7 Lesestunden
Das heimliche Spiel und andere Erzählungen
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Nachts entfliehen die Kinder aus heruntergekommenem Adel dem trostlosen und sparsamen Dasein der Familie in die märchenhafte Welt des Theaters mit Rittern, Prinzessinnen und Schiffskapitänen, in die Welt der Komödien und Tragödien. Eines Tages jedoch wird ihr heimliches Spiel entdeckt. Der Band folgt der strengen, 1941 erschienenen Auswahl Elsa Morantes aus den zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitschriften und Zeitungen, mit denen sie sich jahrelang über Wasser gehalten hatte. Wie ihre vier umfangreichen Romane stehen diese kurzen Texte (darunter »Der andalusische Schal«) für die große Erzählkunst Morantes. Die Geschichten sind geprägt von der Unbegreiflichkeit der Dinge und der Beziehungen zwischen den Menschen, von Zuneigung und Liebesentzug, von Fürsorge und Kälte, von Liebe und Hass. Geschichten, die leise und alltäglich beginnen und ihre Helden in schwebender Ungewissheit zurücklassen.
Lüge und Zauberei
- 924 Seiten
- 33 Lesestunden
Das heimliche Spiel
- 196 Seiten
- 7 Lesestunden
Zwölf Geschichten über die unverständliche Macht der Liebe und deren zerstörerische Kraft. Zwischen Müttern und Söhnen, Frauen und Männern, Bruder und Schwester, Eltern und Kindern. Nach Jahrzehnten wieder in der von der Autorin gewollten Zusammenstellung und in neu durchgesehener Übersetzung. Nacht für Nacht entfliehen die drei Kinder aus heruntergekommenem Adel dem trostlosen und sparsamen Dasein der Familie in die erregende märchenhafte Welt des Theaters, in die Welt der Ritter, Prinzessinnen und Schiffskapitäne, in die Welt der Komödien und Tragödien. Doch eines Tages wird ihr heimliches Spiel entdeckt ... Wie ihre vier großen Romane stehen auch diese zwölf Erzählungen (darunter »Der andalusische Schal«) für die große Erzählkunst Elsa Morantes: Es sind Geschichten, die zumeist in der Welt der Kindheit spielen, einer Welt, die wenig mit dem Alter und viel mit der Unbegreiflichkeit der Dinge und den Beziehungen zwischen Menschen zu tun hat. Mit Zuneigung und Liebesentzug, mit Fürsorge und Kälte, mit Liebe und Hass. Elsa Morante versteht es meisterhaft, diese überraschenden Erfahrungen zwischen banaler Alltagswirklicheit und schwebender Ungewissheit und Bedrohung zu beschreiben.



