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Shizuko Go

    Die verdunkelte Sonne
    Requiem
    • Die verdunkelte Sonne

      Ein Requiem

      • 182 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Das Ende des Zweiten Weltkriegs in der Stadt Yokohama, Japan, wird durch die herzlichen Gespräche und Briefe zweier junger Frauen dargestellt. Setsuko und Naomi, Klassenkameradinnen und Freundinnen, die in einer bombardierten Stadt leben, setzen sich mit ihren individuellen Überzeugungen auseinander: „zwei Mädchen, siebzehn und fünfzehn Jahre alt an ihrem nächsten Geburtstag, und obwohl ihr echtes Leben noch nicht begonnen hatte, sprachen sie wie alte Leute, die in Erinnerungen verloren waren. Oder vielleicht war dies ihr Alter, denn die Stunde ihres Todes war nahe, wie sie wohl wussten.“ Alle, die Setsuko nahe standen, sind infolge des Krieges tot, dennoch glaubt sie bedingungslos an den Krieg und schreibt Briefe an Soldaten an der Front, in denen sie sie auffordert, bis zum Ende zu kämpfen. Naomis Vater ist wegen seiner anti-kriegsüberzeugungen inhaftiert, und sie kämpft darum, eine Rechtfertigung für den Krieg zu finden. Im Laufe des Romans werden die Schrecken des Krieges durch Rückblenden, die innerhalb von Sätzen oder Absätzen stattfinden, schmerzhaft lebendig, und jede junge Frau hinterfragt ihre eigene Haltung. Wer ist patriotischer? Was sind die Regeln des Krieges, wenn er im eigenen Vorgarten stattfindet? Shizuko Go, selbst Überlebende des Bombenangriffs auf Yokohama, hat einen verheerenden und wichtigen Roman geschrieben.

      Die verdunkelte Sonne