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Andrea Spingler

    Corinthes letzte Tage
    Die erotischen Abenteuer des Monsieur Mathiot
    Isabelle
    Das Nachtschiff. Caesarea. Die negativen Hände
    • Thema dieses schmalen Werks ist die Selbstfindung eines schwärmerischen jungen Mannes und sein Zurückfinden in die reale Welt. Eine großartig erzählte psychologische Charakterstudie, die auch gerade ein jüngeres Publikum begeistern kann. Gérard Lacase besichtigt mit zwei Freunden die Ruine von Schloß Quartfourche und nimmt dies zum Anlass, die Geschichte des Ortes zu erzählen, die gleichzeitig ein Stück seiner eigenen ist. 25 Jahre ist es her, dass sich der Protagonist für eine Woche zu Forschungszwecken auf den Landsitz begeben hatte. Entgegen seiner Erwartungen ist das Leben der seltsamen Schlossgesellschaft eintönig, ohne Zerstreuung, und läuft jeden Tag genau gleich ab. Schon im Begriff seinen Aufenthalt früher abzubrechen, stößt er auf ein Portrait von Isabelle, der Mutter des behinderten Jungen Casimir. Dieser Anblick fesselt ihn so, dass er sich entschließt zu bleiben. Er versucht alles über diese Frau, die ihren Sohn verlassen hat, herauszufinden und verliebt sich in ein Konstrukt seiner Phantasie, das ihn auch nach seiner Rückkehr in Paris nicht ganz loslässt. Erst ein Jahr später begegnet er Isabelle zum ersten Mal. Er bringt sie dazu, ihr Geheimnis zu lüften, was sein Traumbild in Sekundenschnelle zerbrechen lässt - 'Kein Wort des Bedauerns, außer für sich selbst!' hat die Frau übrig, die auf dem Portrait so zart und zerbrechlich wirkte und letztendlich nur Unglück über ihre Familie gebracht hat.

      Isabelle
      3,3
    • Die erotischen Abenteuer des Monsieur Mathiot

      Bekenntnisse eines späten Liebenden

      • 351 Seiten
      • 13 Lesestunden

      »Noch nie waren wir so zügellos.« Als seine Frau Geneviève nach 68 Jahren Ehe stirbt, beginnt für Marcel Mathiot alles andere als der trostlose Abend eines Witwers. Mit diesem Datum nämlich wird der fast 90-Jährige wieder zum Junggesellen – und der Reigen der Frauen, die ihn teilweise schon lange (Ehe-)Jahre begleiten, beginnt, sich noch einmal mit ungeahntem Schwung zu drehen. Hélène, Mado, Lili und Emma sind die Frauen, die ihn – jede auf ihre Weise – daran erinnern, dass er Zeit seines Lebens vor allem eines ein liebender Mann. Charmant, wunderbar selbstironisch und humorvoll widerlegt Mathiot, dass es im sogenannten vierten Lebensalter vorbei sei mit der Erotik. Und erinnert uns daran, dass Leben und Liebe doch eigentlich eines sind. In jedem Alter.

      Die erotischen Abenteuer des Monsieur Mathiot
    • Corinthes letzte Tage

      • 235 Seiten
      • 9 Lesestunden

      "Corinthes letzte Tage" markiert den Abschluss von Alain Robbe-Grillets autobiographischem Zyklus. Diese besondere "Autobiographie" hinterfragt die Konventionen des realistischen Schreibens und dekonstruiert die Illusion eines rationalen, einheitlichen Ichs, indem sie ein multiples, "schizophrenes" Ich präsentiert.

      Corinthes letzte Tage