Als Dacia Maraini vor einigen Jahren die japanischen Tagebücher ihrer Mutter entdeckte und anfing, in dem abgegriffenen Heft zu blättern, war es, als sei die Zeit plötzlich zurückgedreht worden: Es sind die Jahre zwischen 1938 und 1941, die dort aufgezeichnet sind, und in ihnen kann man die großen Themen wiederfinden, die später Dacia Marainis Schaffen inspirierten: das Reisen in ferne Länder, die Liebe zur Literatur, der unauslöschliche Freiheitsdrang. Bild- und anekdotenreich erzählt die große italienische Autorin anhand dieser Eintragungen von ihrer unkonventionellen Familie: die heißgeliebte Mutter, Topazia Prinzessin Alliata, der abenteuerliche Vater und bekannte Ethnologe Fosco Maraini, die langen Winter in Sapporo, im hohen Norden Japans. Zahlreiche Fotos aus dem Familienalbum von Topazia Alliata ergänzen dieses berührende Zeitdokument.
Eva-Maria Wagner Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Adele Sòfia, die sympathische römische Kommissarin, sieht sich hier mit Verbrechen konfrontiert, die sehr viel mehr von ihr verlangen als nur starke Nerven: die Fälle, die sie aufzuklären hat, entstammen der dunkelsten Seite des Menschen. Es sind Kindergeschichten, die zutiefst berühren. Etwa die vom mutigen kleinen Tano, der vergeblich um sein Recht kämpft, oder von Viollca, der elfjährigen Albanerin, die von ihren Eltern nach Italien zum Arbeiten geschickt wird ... Vielleicht Dacia Marainis schönstes und traurigstes Buch.