Wenn Holden Caulfield und Lolita ein Kind gehabt hätten, könnte es Evalore gewesen sein. Die dreizehnjährige Evalore ist ein erstaunlich frühreifes Mädchen, das ihre Eltern, Freunde und sogar ihren Psychiater mit der List eines Machiavelli manipuliert. Das Leben, wie sie es versteht, ist eine Reihe von Auseinandersetzungen, in denen die Hauptgegnerin ihre Mutter ist, die Verkörperung von weiblichem Geheimnis und Sexualität, die Frau, mit der sie die Liebe und Aufmerksamkeit ihres geliebten Vaters teilen muss. Doch auch Evalores eigene Sexualität muss in Betracht gezogen werden. Herausgefordert von der kühlen Distanz ihres sanften, mittelalten Psychiaters, in den sie sich verliebt, versucht sie, ihn zu verführen. Die dramatischen Begegnungen zwischen Patientin und Therapeut gipfeln in einem schockierenden, aber unvermeidlichen Abschluss des Romans.
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