Die Sammlung umfasst Briefe und Selbstzeugnisse von Luise von Göchhausen aus dem Jahr 1789, die im Kontext der Freundschafts- und Geselligkeitskultur stehen. Adressaten sind unter anderem Charlotte von Stein, Karl Ludwig von Knebel, Caroline Herder und Johann Gottfried Herder.
Beate Hölscher Bücher


Luise von Göchhausen - Eine Biographie
Eine Weimarer Hofdame als Briefautorin, Italienreisende und "Seele der Gesellschaft"; Schriftenreihe des Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums e.V., Band 14
- 332 Seiten
- 12 Lesestunden
Johann Wolfgang von Goethe, Luise von Göchhausens lieber guter Geheimrat, hatte die Hofdame der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach häufig in Ihrer Mansardenwohnung im Wittumspalais aufgesucht, den ausgezeichneten Kaffee genossen, Stadtneuigkeiten ausgetauscht und über Literatur geplaudert. Vom Schreibpult vor ihrem Mansardenfenster aus fiel der Blick auf das Weimarer Hoftheater, unter Goethes Leitung seit 1791. Häufig genug wird Goethe die Göchhausen in ihre Korrespondenz vertieft angetroffen haben, einem Medium hingegeben, für welches sie so viel Talent mitbrachte. - Eine solche Situation, flüchtig und dauerhaft zugleich, hat Goethe, der Zeichner, eines Tages eingefangen: Luise von Göchhausen, am Tisch schreibend!