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Erich Loest

    Erich Loest war ein deutscher Autor, dessen Werk sich oft mit der Komplexität menschlicher Moral und gesellschaftlichem Druck auseinandersetzte. Seine Prosa zeichnete sich durch scharfe Einblicke in die Psychologie seiner Charaktere und deren Handlungen in historischen und politischen Zusammenhängen aus. Loest befasste sich mit Themen wie Schuld, Verantwortung und der Suche nach Identität in einer gespaltenen Gesellschaft. Seine Erzählungen sind fesselnd und regen zum Nachdenken an.

    Jungen die übrigblieben
    Zeitzeugen: Sternstunde der Deutschen
    Löwenstadt
    Sechs Eichen bei Rötha
    Zwiebelmuster
    Völkerschlachtdenkmal
    • Völkerschlachtdenkmal

      Roman

      • 344 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Erich Loests Roman "Völkerschlachtdenkmal" über den Sprengmeister Fredi Linden erschien 1984 und war ein großer Erfolg. 2009 wurde eine gekürzte Fassung mit neuen Kapiteln veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe im Mitteldeutschen Verlag vereint die Hamburger Erstausgabe und bearbeitete Kapitel und festigt Loests Ruf als Chronist von Leipzig und Sachsen.

      Völkerschlachtdenkmal
      5,0
    • Der Leipziger Schriftsteller Hans-Georg Haas und seine Frau Kläre, Direktorin eines Warenhauses, sind beide in der SED, haben ihre Kinder sozialistisch erzogen - wenn sie auch dadurch nicht verhindern konnten, daß Tochter Marion ausgerechnet einen Holländer zum Freund wählt - und waren gesellschaftlich aktiv. Sie haben bei der Obrigkeit also eine ganze Menge Punkte gesammelt. Haas bemüht sich daher, wie er meint, mit Fug und Recht um das größte Privileg, das die DDR zu vergeben hat, eine Reise in den Westen. Zu Beginn seiner Bemühungen sieht alles ganz hoffnungsvoll aus. Haas ist es auch ziemlich egal, wohin die Fahrt geht, ob nun nach Südamerika oder ans Mittelmeer, er hält vorsorglich für jedes Land ein Thema bereit, über das er schreiben könnte. Doch was er dann erlebt, sind Vertröstungen, Verschiebungen, Achselzucken, Bedauern, und der erhoffte Tapetenwechsel bleibt ein schöner Traum. Statt dessen ereilt ihn ein Schicksalsschlag nach dem anderen.

      Zwiebelmuster
      4,0
    • Sechs Eichen bei Rötha

      • 199 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Eine ehemalige Büroangestellte im ZK der SED will nach langen Jahren loswerden, was sie von den Ereignissen im Dezember 1989 weiß. Sie schreibt an Guido Knopp, an Hermann Kant, kriegt am Ende aber doch kalte Füße. Diese treue Verehrerin der untergegangenen DDR, die über historisch Brisantes im selben Ton erzählt wie von der häuslichen Freude über zehn Kilo herrenlosen Fleischsalat, bietet ihre Sicht an auf den Sicherheitspakt zwischen Hans Modrow und Bärbel Bohley – für sie die wesentliche Sensation des Herbstes 1989, ihr persönlich erlebter Politthriller. Auch in den anderen Satiren dieses Bandes lauscht Erich Loest auf Volkes Schnauze. Fast hat man den Eindruck der kleine Mann, die kleine Frau erzählten selbst vom hilflosen Tanz mit den Mächtigen und von schlauen, trickreichen Versuchen, in den Verhältnissen zu bestehen. Bitterkomisch ist vieles, politisch fast alles, wenn man es mit den Augen von Erich Loest betrachtet. Erich Loest, geboren 1926 in Mittweida, ist ein bedeutender Chronist der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Zu seinen Büchern gehören die Romane Zwiebelmuster, Froschkonzert, Löwenstadt, der von Frank Beyer verfilmte Bestseller Nikolaikirche sowie Kriminalromane und Erzählbände. 1957 wurde Erich Loest aus politischen Gründen zu einer siebenjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Anfang der 1980er Jahre verließ Loest die DDR; seit 1990 lebt er wieder in Leipzig.

      Sechs Eichen bei Rötha
      3,0
    • Löwenstadt

      • 343 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Die Geschichte schien zu enden, als Fredi Linden verhaftet wurde. Wollte er tatsächlich das Völkerschlachtdenkmal sprengen? In einer staatlichen Einrichtung begann der Sprengmeister zu erzählen: von Leipzigs Schicksal seit den Kämpfen gegen Napoleon, von großer Historie und kleinen Helden, von seinem Leben in zwei Weltkriegen und unter verschiedenen politischen Systemen. Seine düsteren Aussichten: DDR auf ewig. Doch dann kam Bewegung ins Spiel. Demonstranten zogen montags über den Leipziger Ring, die Mauer fiel, und alles sortierte sich neu: viel Stoff und Zündstoff für den alten Fredi Linden. Der streitbare Chronist berichtet weiter von Marxköpfen, Wendehälsen und neuen Kämpfen im Schatten des Denkmals. 1984 erschien der große Roman, den Erich Loest in seine Neufassung einbezog, um von zwei Jahrhunderten deutscher Geschichte zu erzählen, am Beispiel Lindens und seiner Heimat, der Stadt mit dem Löwen im Wappen. Erich Loest, 1926 in Mittweida geboren, hat zahlreiche Bücher verfasst, darunter Romane, Kriminalromane und eine Autobiographie. Anfang der 80er Jahre verließ er die DDR und lebt seit 1998 wieder in Leipzig.

      Löwenstadt
      3,0
    • Erich Loest, geb. 1926 in Mittweida/Sachsen; 1944/45 Kriegsdienst, 1947–1950 Volontär und Redakteur bei der Leipziger Volkszeitung, ab 1950 freischaffender Schriftsteller (Debüt „Jungen die übrig blieben“), 1957 Ausschluss aus der SED, Verurteilung zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus (Bautzen) aus politischen Gründen, nach Entlassung wieder als Schriftsteller tätig, 1979 Austritt aus dem Schriftstellerverband aus Protest gegen Zensur, 1981 Ausreise in die Bundesrepublik, 1994–1997 Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schriftsteller. Loest bekam unter anderem den Hans-Fallada-Preis, den Marburger Literaturpreis, zweimal den Jakob-Kaiser-Preis, 2009 den Deutschen Nationalpreis sowie den Kulturgroschen 2010 des Deutschen Kulturrates zuerkannt, einige seiner Bücher wurden verfilmt. Loest lebt in Leipzig, wo er 1996 Ehrenbürger wurde.

      Jungen die übrigblieben
      3,6
    • Gute Genossen

      • 202 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Erich Loest hat in »Es geht seinen Gang« einen Ingenieur geschildert, der sich als »ganz normales Alltagsschwein« wohlfühlt, in »Nikolaikirche« prallen Stasileute und Oppositionelle aufeinander, diesmal runden gute Genossen das DDR-Panorama ab. Viele lebten so, erkannten genügsam den gegebenen Rahmen an, vertrauten einer Zukunft, die sie für gesetzmäßig hielten. Das mag aus der zeitlichen und räumlichen Ferne seltsam und sogar komisch wirken. Loest Betrachtung ist fern vom Slogan »Es war nicht alles schlecht in der DDR«, dennoch denunziert sie die Protagonisten nicht.

      Gute Genossen
      3,3
    • Erich Loest, geb. 1926 in Mittweida/Sachsen; 1944/45 Kriegsdienst, 1947–1950 Volontär und Redakteur bei der Leipziger Volkszeitung, ab 1950 freischaffender Schriftsteller (Debüt „Jungen die übrig blieben“), 1957 Ausschluss aus der SED, Verurteilung zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus (Bautzen) aus politischen Gründen, nach Entlassung wieder als Schriftsteller tätig, 1979 Austritt aus dem Schriftstellerverband aus Protest gegen Zensur, 1981 Ausreise in die Bundesrepublik, 1994–1997 Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schriftsteller. Loest bekam unter anderem den Hans-Fallada-Preis, den Marburger Literaturpreis, zweimal den Jakob-Kaiser-Preis, 2009 den Deutschen Nationalpreis sowie den Kulturgroschen 2010 des Deutschen Kulturrates zuerkannt, einige seiner Bücher wurden verfilmt. Loest lebt in Leipzig, wo er 1996 Ehrenbürger wurde.

      Völkerschlachtdenkmal
      3,9
    • Der sozialistische Alltag»Ein erstaunliches Buch! Es ist wahrscheinlich das erste, das keinen faulen Kompromiß eingeht und seine kritischen Intentionen am Ende ins Harmonische abbiegt.« Günter Kunert Der Mann, der hier erzählt, ist kein Held. Wolfgang Wülff lebt in Leipzig, ist ein brauchbarer Ingenieur, ohne brennenden Ehrgeiz. Als jugendlicher Beatles-Fan hat er vor Jahren mit der Staatsmacht (in Gestalt der Volkspolizei) Bekanntschaft gemacht, seither will er vor allem in Ruhe gelassen werden. Deshalb meint er, es sei besser, nicht aufzufallen. Seine Frau freilich, die will ihn anders haben. Als er sich ihrem Ehrgeiz widersetzt, geht die Ehe in die Brüche. Wülff muß einen Neubeginn finden ... Loests Roman »versucht auf ganz kunstlose Weise ein offenbar grassierendes gesellschaftliches Dilemma zu fixieren: daß Individuen sich immer mehr dem Anspruch eines allmächtigen Staates und seines Rädersystems (hierzulande Leistungsdruck genannt) entziehen wollen« Fritz J. Raddatz

      Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene
      3,8
    • Wäschekorb

      • 109 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Ein alter Linker denkt neu nach - eine Erzählung von roten Helden und dem harten Pflaster des Sozialismus.Als vor zwanzig Jahren die DDR unterging, warf Bernhard Kielmann sein Parteibuch in einen Wäschekorb, den der Pförtner der SED-Bezirksleitung bereitgestellt hatte. Doch inzwischen feiert die Nachfolgepartei ungeahnte Triumphe. Zudem läßt den Schriftsteller Kielmann das wundersame Leben des Paul Böttcher nicht los: Der war in Sachsen kommunistischer Minister, spionierte während des Zweiten Weltkriegs in Genf für die Sowjetunion, wurde dafür zu zehn Jahren Gulag verurteilt und später in der DDR mit den höchsten Orden ausgezeichnet.Was für eine Biographie, verglichen mit dem eigenen, unterm Strich recht kümmerlichen Dasein. Das ist Kielmanns Problem: Wie schreibt heute einer, der selbst feig war, über diesen roten Helden? In exemplarischen Lebensläufen erzählt Erich Loest von 100 Jahren Glanz und Elend des Sozialismus in Deutschland, von ideologischen Ruinen und ungeahnten Auferstehungen.

      Wäschekorb
      3,0