Aeneis, Lateinisch/Deutsch. Tl.9/10
- 255 Seiten
- 9 Lesestunden







Das lateinische Epos »Aeneis« erzählt vom Fall Troias nach zehnjähriger Belagerung durch die Griechen sowie von den abenteuerlichen Irrfahrten des Troianers Aeneas bis zu seiner Landung an der Westküste Italiens und seinem Sieg über den einheimischen Fürsten Turnus. Es wurde zum Nationalepos der Römer und übte nach Ende des Römischen Reiches starken Einfluss auf die europäische Literatur- und Geistesgeschichte aus. Preisgünstige einsprachige Ausgabe der ausführlich kommentierten Übersetzung von Edith und Gerhard Binder. Mit einem Verzeichnis der Eigennamen, Stammbaum der Iulier sowie reichem Kartenmaterial.
Orpheus: der erste Sänger, der Erfinder der Musik, der in der Trauer über den Tod Eurydikes die Kraft findet, die Götter der Unterwelt herauszufordern – und scheitert. Wie ist sein Gang in die Unterwelt erzählt worden? Wie wurde sein verbotener Blick zurück verstanden? Was bedeutet sein Tod? Der erste, der sich in ihm erkannt hat, war Vergil, Ovid berichtet von ihm in seinen »Metamorphosen«; die Kirchenväter sahen Christus in ihm, einen Überwinder des Todes. Bis in die Gegenwart ist der Mythos von Orpheus ein Bild für den Künstler schlechthin. Und schließlich haben Autorinnen begonnen, von Eurydike zu erzählen …
Die Geschichte der Irrfahrten des Aeneas bis zu dessen Ankunft in Latium galt lange als das Nationalepos der Römer, als Gründungsmythos des römischen Volkes und bis in die Neuzeit als Vorbild für wahrhaft große Dichtung. Die »Aeneis«, entstanden gegen Ende des ersten Jahrhunderts v. Chr., ist das bekannteste und das bedeutendste Werk der lateinischen Dichtkunst.
Vergils »Georgica« erfüllen alle Anforderungen, die man an ein Lehrgedicht über den Landbau stellen kann; sie unterrichten fachmännisch über Ackerbau, Wetterkunde, Baumzucht, Weinbau, Viehzucht und auch über die Imkerei. Aber Vergil transzendiert diesen Stoff, indem er die Liebe zum Land in einen Lobpreis ganz Italiens überhöht und den natürlichen Kreislauf zu einer eindrucksvollen Parabel über Werden und Vergehen umformt.
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