Alte geschichte neu erzählt
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Lu Xun ist eine Schlüsselfigur der modernen chinesischen Literatur, dessen Werk Romane, Essays, Kritik und Poesie umfasst. Durch seine Schriften in sowohl Umgangssprache als auch klassischem Chinesisch erlangte er eine einzigartige Position in der Literaturszene. Sein Einfluss erstreckte sich auch auf die redaktionelle Arbeit und die Übersetzung, wodurch er die chinesische Literaturlandschaft bereicherte. Lu Xun wurde zu einer Ikone der linken Literaturbewegung seiner Zeit.






Lu Hsün (hier schreibweise Lu Xun, eig. Chou Shu-jen).Blumen der Frühe am Abend gelesen. Erinnerungen. Aus dem Chinesischen von Gudrun Erler, Anika von Greve-Dierfeld u.a..Werke in sechs Bänden. Herausgegeben von Wolfgang Kubin, Band III. Lu Hsün (1881-1936), einer der bedeutendsten chinesischen Erzähler des 20. Jahrhunderts, war einer der führenden Köpfe der "Literarischen Revolution" von 1917. Er setzte sich in seinen realistischen Romanen und Erzählungen, die in der Umgangssprache geschrieben sind, scharf mit sozialen Mißständen des alten Familiensystems auseinander und kämpfte gegen den Konfuzianismus, jeden Formalismus und alle Tradition. Er arbeitete 1912-26 im Pekinger Erziehungsministerium, verließ aber als Anhänger der Bewegung Mao Tse-tungs die Stadt, als Tschiang Kai-schek 1926 die Macht übernahm, da er Repressalien oder Schlimmeres befürchten mußte. Gilt als "Vater der neuen chinesischen Literatur".Sprache: Deutsch
Erzählungen
Mit Lu Xun begann die moderne chinesische Literatur, und bis heute ist er ihre prägende Leitfigur geblieben. Gleichzeitig ist er ein Intellektueller unserer eigenen Moderne, den Europa seit Jahrzehnten immer wieder neu entdeckt: ein Erzähler und Denker von stupender Aktualität, in dessen Werk Melancholie und Militanz, Ironie und Trauer verschmelzen. Dieser Sammelband bietet eine Auswahl der bedeutendsten Erzählungen aus Lu Xuns Werk. Sie sind der sechsbändigen, 1994 im Unionsverlag erschienen Werkausgabe entnommen, die im deutschen Sprachraum als Referenz gilt.
Von einem Schriftsteller, der sich davor fürchtet, vom eigenen Bruder gefressen zu werden. Von Herrn Jedermann, der sich beglückt selbst Ohrfeigen verpasst. Von verborgenen Narben und der Sehnsucht nach einer besseren Gesellschaft, die sich zwischen klappernden Mah-Jongg-Steinen breitmacht. Von Dreiecksgesichtern, Quadratschädeln und anderen tragisch-komischen Schicksalen erzählt Lu Xun und hält damit der chinesischen Gesellschaft den Spiegel vor. Melancholie, Militanz, Ironie und Trauer verschmelzen in diesem hochbrisanten Werk vom Vater der modernen chinesischen Literatur, ein Erzähler und Denker von stupender Aktualität, den Europa immer wieder von Neuem entdeckt.
Mit Lu Xun begann die moderne chinesische Literatur, und bis heute ist er ihre prägende Leitfigur geblieben. Gleichzeitig ist er ein »Intellektueller unserer eigenen Moderne« (Althusser), den Europa seit Jahrzehnten immer wieder neu entdeckt: ein Erzähler und Denker von stupender Aktualität, in dessen Werk Melancholie und Militanz, Ironie und Trauer verschmelzen. Der Band enthält unter anderem die berühmt gewordenen Erzählungen »Das Tagebuch eines Verrückten«, »Die wahre Geschichte des Herrn Jedermann«, »Geschichten vom Haar«.