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Andrzej Wajda

    6. März 1926 – 9. Oktober 2016

    Andrzej Wajda war ein sensibler und kompromissloser Chronist der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung Polens. Seine frühen Filme, die symbolische Bilder tiefgreifender sozialer und politischer Veränderungen in Polen während der deutschen Besatzung, des Warschauer Aufstands und der Nachkriegsjahre erforschten, gewannen Preise auf internationalen Filmfestivals. In späteren Werken befasste er sich mit Problemen der Jugend und den inhärenten Konflikten der menschlichen Situation, wobei er oft historische Ereignisse und deren Auswirkungen auf Einzelpersonen berührte. Sein Gesamtwerk stellt einen bedeutenden Beitrag zum Welt- und mitteleuropäischen Kino der Nachkriegszeit dar, der sich durch tiefgründigen sozialen Kommentar und künstlerische Regie auszeichnet.

    Verbrechen und Strafe
    Meine Filme
    • Meine Filme

      • 110 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Autobiografische Skizzen des polnischen Regisseurs, die sich insbesondere mit seiner eigenen filmischen Schaffens beschäftigen.

      Meine Filme
      4,1
    • Mit »Verbrechen und Strafe« ist jetzt einer der größten psychologischen Romane der Weltliteratur im handlichen Taschenformat erhältlich. Seit seinem Erscheinen 1866 ist die Suggestion, mit der Dostojewskij die Entwicklung zum Mörder schildert, der Sog, der zur blutigen Tat führt, unerreicht. Psychologische Einsicht und philosophische Erörterung verschmelzen zu einem metaphysischen Thriller, wie er in der Weltliteratur einzigartig geblieben ist. Nicht »besser als eine Laus« erscheint dem Studenten Raskolnikow eine alte Wucherin, weshalb er glaubt, sie töten und ausrauben zu können. Sein Herz wehrt sich ebenso wie sein Unterbewusstsein gegen die geplante Tat, doch von sozialer Not gedrängt und gefangen in lebensfeindlichen Ideen, wird er zum Mörder. Nach dem Mord jedoch erkennt er, dass kalter Verstand und Nützlichkeitsdenken nicht alles im Leben sind. Das Delirium und die grenzenlose Einsamkeit, die dem Verbrechen folgen, lassen ihn erkennen, dass der Weg aus der Vereinsamung nur über Geständnis und Strafe führen kann. Auch wenn die »Reue« ihm eher fremd ist, die Liebe errettet ihn schließlich. Mit seiner psychologisch beeindruckenden Darstellung eines Mörders hat Fjodor Dostojewskij einen Charakter beschrieben, der in seiner Orientierungslosigkeit symptomatisch für die moderne Gesellschaft ist. Bei aller Zeitkritik aber überwiegt am Ende die Hoffnung, dass es noch andere Kräfte in der Welt gibt als das Böse.

      Verbrechen und Strafe
      4,5