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Paul Celan

    23. November 1920 – 20. April 1970

    Dieser Autor, beeinflusst vom französischen Surrealismus und Symbolismus, ist als Dichter, Übersetzer und Essayist bekannt. Seine in deutscher Sprache verfassten Werke setzen sich häufig mit tiefgreifenden Themen und persönlicher Tragödie auseinander, wobei sie seine Erfahrungen mit dem Holocaust und dem Verlust der Familie widerspiegeln. Sein einzigartiger Stil zeichnet sich durch tiefe Metaphorik und dringenden Lyrizismus aus, der trotz seiner Komplexität eine starke Resonanz beim Leser hervorruft. Seine Schriften sind zu einem Symbol für literarischen Widerstand und Erinnerung geworden.

    Paul Celan
    Gesammmelte Werke 3
    Gesammelte Werke. Zweiter Band
    Gesammelte Werke. Erster Band
    Gedichte
    Breathturn into timestead
    Die Hand voller Stunden. Gedichte
    • Paul Celans Gedichte thematisieren Verantwortungslosigkeit im Denken, Sprechen und Handeln. Seine frühen Werke aus 1948 und die Sammlungen "Mohn und Gedächtnis" sowie "Von Schwelle zu Schwelle" zeigen Verfolgung, Mord und Exil. Michael Krüger hat eine repräsentative Auswahl für das Kennenlernen zusammengestellt.

      Die Hand voller Stunden. Gedichte
      4,6
    • Gedichte

      1938-1944

      • 138 Seiten
      • 5 Lesestunden

      »Als ich Paul Celan im Sommer 1940 in Czernowitz kennenlernte, brachte er mir, sehr bald danach, einige seiner Gedichte. Er sprach nicht über sie. Während ich sie las, achtete er genau auf den Ausdruck in meinem Gesicht. Er merkte, daß sie mir gefielen. So wurden wir Freunde«, schreibt Ruth Kraft im Vorwort zu dieser Sammlung der frühen Gedichte, die Celan ihr 1944 überreichte. »Wind der Welt im Sternenkleid,/ bring der Dunkelheit Bescheid.«

      Gedichte
      5,0
    • Im Bereich einer Nacht

      • 220 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Am Vorabend seines dreißigsten Geburtstags fährt François auf Wunsch seines Vaters von Paris an den Ort seiner Kindheit. Vom Bahnhof aus zu Fuß unterwegs wird er von der hereinbrechenden Nacht überrascht und verirrt sich. In einer Landschaft, die nichts Vertrautes mehr zu haben scheint, mehren sich die Vorzeichen von Tristesse und Verzweiflung: verlassene Häuser, Weggabelungen und beunruhigende Begegnungen mit Fremden. Dunkle Kindheitserinnerungen an den bedrohlichen Vater und den frühen Tod der Mutter mischen sich in die Erlebnisse der Nacht. Am Ende seiner Kräfte und seiner Reise findet François Zuflucht im Haus einer Familie, in dem es zu einer unerwarteten Konfrontation mit seinem Vater kommt. Jean Cayrols IM BEREICH EINER NACHT, 'empfindsam übersetzt' (Der Spiegel) von Paul Celan, ist eine außergewöhnliche Vater-Sohn-Geschichte, in der der Mythos vom verlorenen Sohn umgeformt wird 'in eine wesentlich härtere Variante: in die Geschichte vom verlorenen Vater, zu dem es keine Rückkehr mehr gibt' (Neue Zürcher Zeitung). Jean Cayrol, wie Camus und Sartre ein Autor von europäischem Rang, ist zu entdecken, ebenso Paul Celans herausragende Übertragung, die erstmals seit Jahren wieder erscheint. Ein Nachwort von Ursula Hennigfeld, geboren 1977, Romanistin und Germanistin, informiert über Cayrols Leben und Werk sowie über Celans Übersetzung und liefert eine umfangreiche Analyse von IM BEREICH EINER NACHT.

      Im Bereich einer Nacht
      5,0
    • Diese Korrespondenz ist ein außergewöhnliches Dokument: Gustav Chomed (1920-2002) war ein Schulkamerad und enger Freund Celans seit etwa 1932. Der zwischen beiden geführte Briefwechsel der Jahre 1938-1970 überbrückt die größte Zeitspanne aller Celan-Briefwechsel und ist zwischen beiden Briefpartnern ausgewogen wie kein zweiter. 1938 beginnt die Korrespondenz mit einem langen Brief Celans aus Tours, einem der frühesten bekannten Briefe des Dichters überhaupt. Am Ende stehen Briefe aus den letzten Lebensmonaten 1970, in denen Celan seine verzweifelte Situation zu erkennen gibt und zugleich noch einmal wichtige Positionen seiner späten Poetik formuliert. Aus Chomeds Briefen wiederum erfahren wir nicht nur von der Situation der im sowjetischen Czernowitz zurückgebliebenen Freunde Celans. In ihnen berichtet er auch von seinem Weg als Soldat der Roten Armee, der Auschwitz und die verkohlte Leiche von Goebbels im eroberten Berlin mit eigenen Augen gesehen und der als Dolmetscher an den Nürnberger Prozessen teilgenommen hat.Die Ausgabe dieser Briefe mit Nachwort und Kommentar läßt eine im Leben Paul Celans selten enge, vertrauensvolle und dauerhafte Beziehung vor dem katastrophischen Hintergrund des 20. Jahrhunderts lebendig werden.

      "... Ich brauche Deine Briefe ..."
      5,0