Jon McGregorReihenfolge der Bücher (Chronologisch)
1. Januar 1976
Jon McGregor ist ein britischer Autor, dessen Werke die Feinheiten menschlicher Beziehungen und die stille Kraft alltäglicher Momente erforschen. Seine Prosa zeichnet sich durch scharfe Beobachtung und poetische Präzision aus und befasst sich oft mit Themen wie Erinnerung, Verlust und der Suche nach Verbindung in scheinbar gewöhnlichen Leben. McGregors unverwechselbarer Stil zieht die Leser in die Tiefen menschlicher Erfahrung, wo alltägliche Ereignisse mit unerwarteter emotionaler Resonanz ablaufen. Sein literarischer Beitrag liegt in seiner Fähigkeit, tiefgreifende Bedeutung in den stillen Winkeln des Lebens zu finden.
"Our first book, Reverse Engineering, is a collection of seven of the best modern short stories, each followed by a discussion with the writer – on their instincts, processes and ideas on writing." -- Publisher website
Drei Männer reisen zur Station K auf Alexander Island in der Antarktis: zwei junge Geowissenschaftler, die die veraltete Kartografierung auf den neuesten Stand bringen sollen, sowie Robert Wright, der Stationsleiter. Als die drei auf einer Exkursion in einen schweren Sturm geraten, kommt es zur Katastrophe. Die Männer verlieren im dichten Schneetreiben Sichtkontakt, plötzlich ist jeder auf sich allein gestellt. Zunächst schafft es nur Robert zurück zur Station. Dort angekommen, reagiert er nicht auf die Funksprüche der beiden anderen und fordert auch keine Hilfe bei der Basisstation an, so wie es das Notfallprotokoll zwingend vorsieht … Als Robert schließlich evakuiert und in ein Krankenhaus in Santiago de Chile gebracht wird, reist seine Frau Anna nach Südamerika, um ihn nach Hause zu begleiten. Fortan muss sie ihre eigene Karriere zurückstellen und sich um ihren Mann kümmern. Der hat infolge der dramatischen Ereignisse sein Sprachvermögen verloren. Niemand scheint zu wissen, was genau sich zugetragen hat auf Station K. Nur Robert könnte darüber Aufschluss geben.
Midwinter in the early years of this century. A girl on holiday has gone
missing in the hills at the heart of England. The villagers are called up to
join the search, fanning out as the police set up roadblocks and a crowd of
reporters descends. But the aftershocks of Becky's disappearance have origins
long before then, and those in the village have losses, and secrets, and
stories of their own.
Ein kleines Dorf in Mittelengland. Die dreizehnjährige Rebecca Shaw, die hier mit ihren Eltern die Weihnachtsferien verbringt, kehrt von einer Moorwanderung nicht zurück. Die Polizei leitet umgehend eine großangelegte Suchaktion ein. Ein Hubschrauber wird eingesetzt, Beamte durchkämmen die Gegend, Taucher kontrollieren die umliegenden Speicherseen. Auch die Dorfbewohner beteiligen sich an der Suche. Die Presse erfährt vom Verschwinden des Mädchens und schickt Reporter vor Ort. Bald schon fürchten alle Beteiligten das Schlimmste, und die Leute im Dorf müssen einen Weg finden, im Schatten der Ereignisse ihren Alltag zu bewältigen … Mit großer Virtuosität und untergründiger Spannung erzählt Jon McGregor, wie Menschen mit einer Tragödie umgehen, die sie aus nächster Nähe miterleben, und was von dieser Tragödie den Wandel der Zeit überdauert. Denn die Ungewissheit bleibt. Auch wenn die Jahre vergehen.
Über die unendlichen Möglichkeiten, jeden Tag neu zu beginnen. David Carter ist Kurator an einem Museum in Coventry. Seit seiner Kindheit sammelt er Erinnerungsstücke, die er zu einer Art privatem Museum zusammengetragen hat. Mit Hilfe dieser Alltagsobjekte, die er fein säuberlich beschriftet, bringt er eine gewisse Ordnung in sein Leben. Doch eines Tages erfährt David durch Zufall, dass er nicht der leibliche Sohn seiner Mutter ist, und mit einem Schlag brechen alle Gewissheiten für ihn zusammen. Er begibt sich fortan auf die Suche nach seiner Vergangenheit - eine Suche, die zur Obsession wird und die ihn immer wieder dahin zurückführt, dass es nicht nur „so“ oder „so“, sondern immer auch noch ganz anders gewesen sein könnte. Nominiert für den Booker Prize.
Der Tag, an dem nichts Bemerkenswertes geschieht, beginnt wie jeder andere. Es ist der letzte Sommertag in einer namenlosen Straße in England, wo Menschen mit unbekannten Geschichten, unerfüllter Liebe und dunklen Geheimnissen erwachen. Ein junger Mann beobachtet sie, wünscht sich, das Mädchen anzusprechen, kennt jedoch nicht einmal den Namen seines Nachbarn. Am Ende dieser bewegenden Liebeserklärung an den Alltag geschieht ein schrecklicher Unfall. Drei Jahre später erinnert sich eine schwangere Frau an diesen Tag und erfährt etwas, das ihr Leben verändern wird. Jon McGregor zeigt, dass das Wesentliche oft unsichtbar bleibt. Er verwandelt das scheinbar Unbedeutende in etwas Ergreifendes, das im Schatten eines Sommertages erstrahlt. Bemerkenswerte Dinge geschehen ständig vor unseren Augen, doch oft erkennen wir sie nicht, was unser Leben blasser und ärmer macht. Über 100.000 Exemplare der Originalausgabe wurden verkauft. Pressestimmen loben das Werk als bewegend, zauberhaft und tiefsinnig. Es wird als ein Roman beschrieben, der lyrisch und gleichzeitig spannend ist, und als das Werk eines neuen, talentierten Autors gefeiert.