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Nancy Huston

    16. September 1953

    Nancy Huston erschafft ihre Werke mit scharfem Verstand und einer unverwechselbaren Stimme, wobei sie tiefgründige menschliche Themen erforscht. Ihr Schreiben befasst sich mit komplexen Beziehungen, kulturellen Identitäten und dem Wesen der Sprache und bietet den Lesern eine fesselnde Auseinandersetzung mit der menschlichen Verfassung. Mit ihrem analytischen Ansatz und literarischem Können hat sie sich als bedeutende zeitgenössische Stimme etabliert.

    Nancy Huston
    Dolce Agonia
    Infrarot
    Kontertanz
    Instrumente der Finsternis
    Das Engelsmal
    Ein winziger Makel
    • Nancy Huston wurde 1953 in Calgary, Kanada, geboren und wuchs in den USA auf. Seit 1973 lebt sie in Paris. Sie ist mit dem Linguisten und Philosophen Tzvetan Todorov verheiratet und hat zwei Kinder. Huston hat zahlreiche Romane und Sachbücher veröffentlicht. Für ihr Werk wurde sie in Kanada u. a. mit dem «Governor General’s Award for Fiction» und in Frankreich mit dem «Prix Goncourt des Lycéens» ausgezeichnet. Für „Ein winziger Makel“ erhielt sie 2006 den «Prix Femina»; das Buch war in Frankreich ein Nr.-1-Bestseller. Uli Aumüller übersetzt u. a. Siri Hustvedt, Jeffrey Eugenides, Jean Paul Sartre, Albert Camus und Milan Kundera. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane-Scatcherd-Preis. Claudia Steinitz, 1961 in Berlin geboren. Sie übersetzte u. a. Nancy Huston, Claude Lanzmann, Yannick Haenel, Virginie Despentes und Emma Becker aus dem Französischen. Ausgezeichnet mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Jane Scatcherd-Preis.

      Ein winziger Makel
      4,0
    • Paris in den fünfziger Jahren: Als Soffie, die jungen Deutsche, sich auf Raphaels Anzeige hin als Hausmädchen vorstellt, ist er sogleich gefangen von ihrer rätselhaften distanzierten Aura. Er, der erfolgreiche Konzertflötist aus gutbürgerlichem Hause, stürzt sich in diese Liebe und ehelicht Soffie Hals über Kopf. Doch diese scheint wie hinter einer Wand aus Eis zu leben. Bald schon wird deutlich, dass weder Raphaels Liebe noch der wenig später zur Welt kommende Emil Soffie in eine heitere, liebevolle Frau verwandeln können. Erst als Raphael sie mit einem Auftrag zu dem Instrumentenbauer Andros, einem ungarischen Juden, schickt, ändert sich alles. Zwischen Soffie und Andros ist es der "coup de foudre" ... Andross beginnt, mit der Spitze seines Zeigefingers ihr Profil nachzuzeichnen, er fähr zart zwischen den Brauen hinunter, folgt dem schmalen Kamm der Nase und gleitet in das Grübchen zwischen Nasenwurzel und Lippen. "Hier", sagt er, "legt der Engel unmittelbar vor der Geburt einen Finger auf die Lippen des Babys - Pssst!, und das Kind vergisst alles. Alles, was es vorher, im Paradies, gelernt hat. Auf diese Weise kommt es unschuldig zur Welt."

      Das Engelsmal
      3,6
    • Instrumente der Finsternis

      • 317 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Ein Roman über eine moderne Frau, die sich radikal der Vehemenz des Lebens stellt, ausgeliefert einer tiefen Sehnsucht und einem Glauben, der als verloren geglaubt erscheint. Scordatura, was in der Barockmusik eine Verstimmung beschreibt, spiegelt die innere Zerrissenheit der Protagonistin Nada wider. In ihrem Tagebuch, dem „Scordatura-Heft“, reflektiert sie über ihr Leben und kämpft mit ihrer inneren Stimme, während sie in ihrem Roman, der „Auferstehungssonate“, die Geschichte des Zwillingspaars Barbe und Barnabé zur Zeit Ludwig XIV. erzählt. Barbe, deren Geburt von einem ominösen Zeichen begleitet wird, wird nach dem Tod ihrer Mutter an eine stillende Frau gegeben, während ihr Bruder in ein Kloster kommt. Ihre wenigen Begegnungen sind von Schicksal geprägt, und als Barbe von der Dorfgemeinschaft verstoßen und fälschlicherweise als Kindsmörderin angeklagt wird, erfüllt sich das Zeichen ihrer Geburt durch Barnabé. Der historische Roman wird durch Nadas Tagebuch unterbrochen, in dem sie von ihrer Mutter, die ihre Musikkarriere aufgibt, und ihrem tyrannischen Vater erzählt, sowie von ihrem verstorbenen Zwillingsbruder und ihrer eigenen Abtreibung. So entsteht ein vielstimmiges Meisterwerk über die Abgründe in uns und den unerschöpflichen Lebenswillen.

      Instrumente der Finsternis
    • Infrarot

      • 326 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Vater und Tochter reisen durch die Toskana. Acht Tage, acht Kapitel. Während der Vater, ein jüdischer Historiker, in den Museen und vor Michelangelos «David» im Kunstgenuss schwelgt, simst Rena erotische Botschaften an ihren arabischen Liebhaber Aziz in Paris. Von Beruf ist sie Fotografin; mit Vorliebe fotografiert sie Männerakte mit Infrarotkameras. Es sollte eine kunsthistorische Fahrt werden, doch die Stiefmutter interessiert sich mehr für Spaghettisoßen als für die Medici. Bald kommt es zu Konflikten, und die Reise im kleinen Mietauto über die Hügel der Toskana wird von Tag zu Tag turbulenter. Da ruft Aziz an und bittet Rena zurückzukommen, denn in den Pariser Vorstädten – wir sind im Jahr 2005 – ist die Gewalt ausgebrochen. Die Zeitschrift, für die Rena arbeitet, droht ihr mit Kündigung, falls sie nicht sofort nach Paris komme. Rena jedoch bleibt. In den acht Tagen in der Toskana verliert Rena ihren Liebhaber, ihren Job und ihre Handtasche. Aber am Ende weiß sie, was sie will. Ein sinnlicher, bestechend freizügiger und kluger Roman über Erotik, Kunst, Väter und Töchter und die vielen Möglichkeiten zu leben. «NANCY HUSTON IST HIER AUF DEM HÖHEPUNKT IHRER SCHREIBKUNST.» Le Monde «Ein Roman über Väter und Töchter, Kunst und Erotik, intellektuell, amüsant - und sehr, sehr sexy!» Annabelle

      Infrarot
    • Dolce Agonia

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Take a drop of existential angst, mix with a group of old friends, stir in the sweet agony of midlife nostalgia, and you have the recipe for the Thanksgiving dinner from hell - especially when it's narrated in part by a mischievous God who pulls their strings and show us the workings. A group of cosmopolitan friends in midlife gather in New England for a Thanksgiving dinner - and are trapped there when it snows. Sean, the Irish hard-drinking poet is their host, but hasn't told them he's dying of cancer. In fact none of them would be there if they didn't have the kind of dysfunctional lives and problems which prevent them being with their own families. With the exception of the enigmatic outsider, a new young trophy wife, they all know too much about each other, their weak points and failures. Relationships and histories criss-cross; they have little in common except a mutual past and a search for meaning in the present. And meanwhile they're all at the mercy of fate - both inevitable and surprising, funny and tragic.

      Dolce Agonia
      3,7
    • An Adoration

      • 328 Seiten
      • 12 Lesestunden

      In Nancy Huston’s new novel the charactersparticipate in a legal hearing of a highly singular variety, unfolding outsideof real time and place. They each give testimony in front of a mysteriousmagistrate who turns out to be none other than the reader herself or himself,presenting their respective and often contradictory version of the death—andlife—of a certain Cosmo. Among the witnesses are a number of deadpeople, the novelist, a Lebanese cedar, a wisteria, a footbridge, and agorgeous Algerian knife (probably the murder weapon). Cosmo is the onlycharacter whose voice is never heard, but his portrait is gradually sketched outand coloured in by the stories and memories of others in his village. Vivid and original, Nancy Huston’s AnAdorationis a tour de forcecertain to resonate with fans of Chocolat and Amélie.

      An Adoration
    • Une enfance d'ailleurs

      17 écrivains racontent

      • 221 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Dix-sept écrivains, romanciers. Nés et élevés dans un autre pays, le plus souvent dans une autre langue, ils vivent aujourd'hui en France et écrivent en français des textes de fiction, nouvelles, romans, pièces de théâtre. Certains sont aussi traducteurs, passeurs d'une langue à l'autre. Ils ont choisi, à travers des récits autobiographiques, de raconter un moment singulier ou des fragments de l'enfance étrangère, une sorte de retour au pays natal, à la maison maternelle, du nord au sud et d'est en ouest. Dix-sept écrivains. Plus libres de mots et de gestes, ils vivent dans la langue et le pays d'exil, désormais terre d'écriture. Entre nostalgie et deuil, douleur et humour, ces récits dessinent peu à peu les contours d'un seul et même pays : l'enfance d'ailleurs. Des photographies des auteurs ouvrent chacun des textes.

      Une enfance d'ailleurs
      4,0
    • Chair vive

      Poésies complètes

      • 256 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Réunies pour la première fois en un seul volume, les poésies de Grisélidis Real, écrites de l'âge de treize ans jusqu'à sa mort, révèlent une œuvre d'une cohérence et d'une force rares, à l'image de sa vie hors du commun. Née dans une famille bourgeoise intellectuelle à Genève, elle perd son père jeune et se rebelle contre sa mère et une éducation rigide. Artiste peintre, elle devient mère très jeune de quatre enfants issus de pères différents. Elle emmène illégalement deux d'entre eux en Allemagne pour suivre un amant qui la poussera à la prostitution dans la misère. Sa vie est marquée par de grandes amours, parfois violentes, et elle sortira de la prostitution pour y retourner par conviction, devenant dans les années 70 une porte-parole reconnue des prostituées. Son existence est également jalonnée de séjours en sanatorium, en prison et à l'hôpital, expériences qui nourrissent sa création poétique. Bien que quelques poèmes aient été publiés dans le passé, cette œuvre poétique pourrait être sa contribution fondamentale. Du symbolisme de ses débuts aux récits poignants sur la prostitution et la lutte contre le cancer, ses poèmes racontent une vie avec une profondeur unique, abordant des thèmes tels que l'amour, le sexe, la maladie et la maternité, révélant ainsi une beauté singulière.

      Chair vive
      4,0
    • Prodige

      Polyphonie

      • 171 Seiten
      • 6 Lesestunden

      L'auteur considère ce texte non comme un roman mais comme un canevas, c'est-à-dire une toile sur laquelle d'autres, s'ils le souhaitent, peuvent broder et construire.

      Prodige
      3,7