"Catch 22, also Falle 22 oder Trick 22- das ist die ebenso irrsinnige wie ausweglose Dienstanweisung für das amerikanische Bombengeschwader, der zufolge Bomberpilot Yossarian nur dann von weiteren Einsätzen verschont bleibt, wenn er als verrückt anerkannt wird. Verrückt aber kann niemand sein, der sich weigern will, immer weitere großenteils sinnlose Einsätze zu fliegen. Also muß Yossarian ebenso wie seine Kameraden weiterfliegen, obwohl er sich die größte Mühe gibt, als verrückt zu erscheinen. Durch scheinbar absurdes Verhalten der militärischen Maschinerie ihre eigene Absurdität zu demonstrieren. Aber die Kriegsmaschinerie, gespeist aus persönlichem Ehrgeiz, Dummheit, Brutalität und Duckmäuserei, erkennt ihren eigenen Irrsinn nicht in dem Spiegel, den Yossarian - im Grunde der einzig Normale unter lauter Verrückten - vorhält." (fischer)
Günther Danehl Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)




Weiß Gott. Roman
- 445 Seiten
- 16 Lesestunden
Auf dem Totenbett liegend lässt der alte Krieger David sein Leben Revue passieren- traurig , miesepetrig, arrogant, lüstern und sentimental zugleich. Es ist ein Leben voller militärischer Triumphe und sinnlicher Siege, aber auch tragischer Erlebnisse. Und jetzt, während die schöne, schwarzäugige Sunemitin Abisag ihn selbstlos umsorgt, kommt mit einem Mal Bath-Seba, die große Leidenschaft seines Lebens, tagtäglich zu ihm. Hartnäckig bedrängt sie ihn, er sollte ihren langweiligen Sohn Salomon zum Nachfolger einsetzen, und weigert sich gleichzeitig, Davids Gelüsten noch ein letztes mal nachzugeben...
Joseph Hellers Welt ist New York, seine Lebensbahn verläuft von Brooklyn nach Manhattan. Aus dieser geliebt-gehaßten Stadt, diesem Babylon, in dem man nicht mehr und ohne das man schon gar nicht leben kann, versucht sich der Titelheld Dr. Gold nach Washington zu verdrücken - in den politischen Erfolg. Gut wie Gold nimmt die Amtsträger und Scharwenzler am Hof der amerikanischen Präsidenten aufs Korn, den routinierten Umgang und die eitlen Bosheitsakte in den Vorzimmern der Macht. Der Roman läuft zu auf die Frage: Sind Integrität und Moral im Dunstgreis der Macht möglich, müssen Intellektuelle, zumal jüdische, sich anbiedern und korrumpieren lassen, oder müssen sie resignieren?