Von der Autorin des Weltbestsellers »Das Geisterhaus«
364 Seiten
13 Lesestunden
Weit spannt sich der Bogen der 23 Geschichten der Eva Luna, die – wie das gesamte Œuvre der lsabel Allende – auf wunderbare Weise einen Wesenszug im Charakter der Autorin spiegeln: die Begeisterung für das Leben.
Gabriel García Márquez, 1928 in Aracataca/Kolumbien geboren, schrieb mit dem Roman Hundert Jahre Einsamkeit , der ihm Weltgeltung verschaffte, das große Epos Lateinamerikas. Es wird erzählt vom Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, und sofort gerät der Leser in den Bann einer mitreißenden Erzählung, die ihm am Beispiel des imaginären Dorfes Macondo die geschichtliche Wirklichkeit und die Tragödie Lateinamerikas enthüllt. »Weniger die geschichtsphilosophischen Hintergründe haben den Werken García Márquez' seine Leser gewonnen als ihre geradezu verschwenderische Fülle von Bildern und Wundern... Es ist eine farbigere, wunderbarere, tiefere Wirklichkeit. ›Magischer Realismus‹ wurde der Stil genannt: Ein Schriftsteller, der sich im Leben die kindliche Naivität abgescheuert hat, erfindet die Welt so glühend neu, wie sie sonst allenfalls Kinder erleben.« -- Dieter E. Zimmer in Die Zeit
'Federico Sánchez verabschiedet sich' erzählt die neue Karriere des Ex-Kommunisten und einstigen Untergrundkämpfers Semprun im Arkanum der offiziellen Politik - und ihr Scheitern. Der Autor legt zugleich die Bruchstücke seines vergangenen Lebens vor, sein assoziatives Gedächtnis wandert zu verschiedenen Stationen seiner Biographie, zu Büchern und Bildern, die sein Leben begleiteten, zu Freunden und Gegnern. So entschieden er dabei in seinen Urteilen ist, so ironisch, ja sarkastisch zuweilen - so unverkennbar ist zugleich die Wehmut in vielen seiner Schilderungen und Erinnerungen. Bilden die Erfahrungen mit der Macht, die politischen Ränkespiele und Intrigen, die Begegnungen mit Mächtigen und Berühmten den äußeren Rahmen des Buches, so ist es doch mehr als das, nämlich Lebensbericht, Rückblick auf die exemplarische Biographie eines europäischen Intellektuellen dieses Jahrhunderts.
Das Waisenkind Eva Luna, von seinen Eltern auf äußerst ungewöhnliche Weise gezeugt, ist eine Geschichtenerzählerin wie Scheherazade. Und wie diese rettet auch sie mit ihren Geschichten Leben und erschafft sich eine eigene, bessere Welt. Die Menschen, auf die sie als Mädchen und später als junge Frau trifft, sind gleichermaßen fasziniert und auch teilweise erschrocken von diesem besonderen Menschen, dem noch die härteste Realität scheinbar nichts anzuhaben vermag. Eva, die immer noch mit ihrer toten Mutter kommuniziert, hat ein großes Herz, liebt ohne Vorbehalte und erfreut die Menschen, die ihr wichtig sind, mit ihren faszinierenden, verworrenen und unglaublichen Geschichten. Egal ob ihre Patin, ihre große Liebe Huberto Naranjo, die adoptierte Großmutter Elvira, Melecio, der so gerne eine Frau wäre, ihr Ziehvater Riad Halabi, der von einer Hasenscharte entstellt ist oder Rolf Carlé - sie alle halten Einzug in Evas Herz und in ihre Gedankenwelt, die so schön ist, so voller Phantasie und Erotik, dass es die Menschen zu Tränen rührt. Eva Luna macht ihren Weg, verliebt sich, muss wieder Abschied nehmen, findet verloren Geglaubte wieder und ist trotz aller Widrigkeiten immer voller Lebenslust. Sie wird hineingezogen in die Guerrillabewegung Chiles, steht für ihre Ideale ein und findet am Ende das, auf was sie immer gehofft hat - die Liebe, die ihrem Leben die Erfüllung gibt.
Irene führt ein sorgenfreies Leben und sie liebt ihre Arbeit als Journalistin. Doch ihre Unbekümmertheit hat ein jähes Ende, als ihr Land unter den Schatten diktatorischer Gewalt gerät ...