Einige Firmen wie Google und Facebook, die vor fünfzehn Jahren noch nicht einmal existierten, stellen heute die mächtigsten Oligarchien des weltweiten, digitalen Kapitalismus dar. Der Internetzugang bildet das Gerüst, seine täglich mehr als drei Milliarden Nutzer die Belegschaft. Die neue digitale Technologie ist bereits fixer Bestandteil des Alltags, sie leitet und kontrolliert alle Aspekte des sozialen Lebens, vom Arbeitsplatz bis zu den Tempeln des Konsums. Eine neue und kaum spürbare Unterwerfung des virtuellen Menschen entsteht durch die naive Verbreitung von Nachrichten, Fotos, Selfies und Wünschen auf Plattformen und sozialen Netzwerken. Der virtuelle Mensch trägt durch seine eigene Praxis zur Stärkung der Herrschaft des neuen Reiches bei. Dieses Buch reflektiert gesellschaftliche Veränderungen, zeigt wie diese Oligarchie und diese neue Technologie die Fantasie der Menschen im Sinne des ökonomischen Profits und der sozialen Kontrolle begrenzt und kolonialisiert. Die längerfristigen Folgen dieses neuen Entwicklungsschrittes der kapitalistischen Produktionsweise sind noch nicht absehbar.
Renato Curcio Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Renato Curcio, ein ehemaliger Anführer der italienischen militanten Organisation Rote Brigaden, vertiefte sich in die existenzielle Philosophie und den Marxismus, um seine revolutionäre Ideologie zu formen. Seine theoretischen Schriften und die Gründung einer „Gegenuniversität“ spiegeln sein Engagement wider, etablierte Strukturen herauszufordern. Seine Auseinandersetzung mit radikalem Denken und marxistischen Gruppen führte ihn zur Kultivierung einer Bewegung, die schließlich militante Aktionen umfasste. Sein Einfluss auf die radikale Politik und die theoretischen Grundlagen für nachfolgende Organisationen sind nach wie vor bedeutsam.



A viso aperto
- 228 Seiten
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Questa lunga intervista è stata realizzata per mettere in luce i fatti che hanno segnato la mia vita come li ricordo oggi ed è una mia personale versione, il prodotto di innumerevoli discussioni in una stanza vuota del carcere di Rebibbia, nei dintorni di Roma. Probabilmente, all'ombra di un grande faggio, i ricordi non sarebbero gli stessi. D'altra parte, il rifugio in distaccamenti arbitrari dagli eventi porta al tradimento degli stessi eventi con il linguaggio confuso del mito: del mito stesso della nostra vita. Per questo motivo chiedo al lettore di apprezzare la grandezza del cambiamento, di vagare in queste pagine senza peso nell'anima, senza lasciarsi ingannare dal "determinante" delle parole che anche con un soffio possono trascinarti con sé.