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Luigi Malerba

    11. November 1927 – 8. Mai 2008

    Luigi Malerba war eine Schlüsselfigur der italienischen Neoavanguardia, bekannt für seine bösartige Ironie, Unvorhersehbarkeit und Mehrdeutigkeit. Als Mitbegründer der Gruppo 63 wurz værkedie Arbeit in marxistischen und strukturalistischen Ideen, die komplexe Themen durch eine unverwechselbare literarische Linse erforschten. Seine Schriften umfassen Kurzgeschichten, historische Romane und Drehbücher, die alle durch eine einzigartige erzählerische Stimme und eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Sprache gekennzeichnet sind. Malerbas literarisches Schaffen stellt konventionelle Erzählungen in Frage und bietet den Lesern ein provokatives und intellektuell anregendes Erlebnis.

    Luigi Malerba
    Silberkopf
    Pataffio
    Wahrhaftige Gespenster
    Die fliegenden Steine
    Der geheime Zirkel von Granada
    Der gestiefelte Pinocchio
    • Der gestiefelte Pinocchio

      • 48 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Pinocchio wird auf verschiedene Weise interpretiert, wobei der Autor eine Rückkehr zur Kindheitserfahrung beschreibt. Im fünfunddreißigsten Kapitel schwimmt Pinocchio mit seinem Vater Gepetto im Meer und kämpft mit Gewissensbissen. Er versucht, sich in verschiedene Märchen einzufügen, hat jedoch kein Glück und sorgt für Chaos.

      Der gestiefelte Pinocchio
      5,0
    • Der geheime Zirkel von Granada

      • 191 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Ein historischer Roman, der in der Gegenwart ankommt. Eine sommerliche Vollmondnacht im Jahr 1876. Durch die Stille wandern ein Mann und eine Frau von Granada nach Murcia. Mariana, eine schöne Draufgängerin, und Homero, ein dubioser Händler. Gerade wurden in Granada einer Geheimgesellschaft 30 Kilo Goldmünzen gestohlen. Schwer trägt der Packesel an zwei hölzernen Kisten. Wer hat dem Nachtwächter die Kehle durchgeschnitten? Und wer kommt da auf zwei Pferden? „Ein suggestives Road movie, in dem wie bei einer Luftspiegelung Einbildung und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart durcheinander geraten.“

      Der geheime Zirkel von Granada
      4,0
    • In der Zeit kurz vor der Jahrtausendwende macht sich der berühmte Maler Ovidio Romer auf den Weg zu einem fremden Ort, an dem er über sein Leben schreiben will. Einst, durch das rätselhafte Verschwinden seines Vaters aus der Bahn geworfen, führten ihn seltsame Ereignisse von Rom nach Abessinien, Ägypten, Kanada und schließlich nach Umbrien. Nun ist er entschlossen, "die Steine seines bisherigen Lebens zu einem Mosaik zusammenzufügen".

      Die fliegenden Steine
      4,0
    • Pataffio ist Malerbas heiterstes Buch. Es erzählt von vertrauten Gewohnheiten in alten Zeiten: dem Hunger und dem Fressen, der Anarchie und dem Gottvertrauen, der Lust und der Moral. Ein eben verehelichter sagenhafter Graffzog Bellaugh, mit unwarscheinlichen drei Eyern, will samt Gattin Varginia, Pater Kapuzo und anderem Gesinde sein Erbschloß beziehen, woran ihn Bauern hindern. Alle haben Hunger, nicht nur auf ordinäre Schweinswörste, sondern auch auf so verbreitete Dinge wie Saftrammel oder Rappelfuffi. Malerba – in der kongenialen Übersetzung von Moshe Kahn – zeigt uns ein ganz anderes Mittelalter, mit Rittern als Jammerlappen, Pfaffen als Fahnenschwingern der Herrschaft und Bauern als Schlaubergern. Und in einem handelt dieser anarchische Roman auch von unseren Zeiten: Alle wollen an die Macht, aber keiner nimmt sie ernst. »Ein Spaß von rabelaisschen Ausmaßen und zugleich ein erotisches Sprachabenteuer…« Frankfurter Rundschau

      Pataffio
      4,1
    • Luigi Malerba präsentiert in seinen Geschichten die alltäglichen Absurditäten des menschlichen Verhaltens. Er schildert skurrile Fälle, wie einen Römer, der den Todestraum Cäsars träumt, und einen Liebenden, der durch den Verlust eines Buchstabens in den Wahnsinn getrieben wird. Malerba verbindet Humor mit grotesken Elementen.

      Silberkopf
      3,0
    • Römische Gespenster

      • 232 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Dabei hat alles mit einem Witz begonnen. Clarissa kommt ihrem Mann auf die Schliche, weil sie aus dem Mund einer anderen einen Witz hört, den sie sofort wiedererkennt. Was tun? Die kluge Clarissa wartet erst einmal ab und schreitet dann zur Rache. Gesprochen wird in ihrer Ehe nicht, aber gelesen. Der Gatte Giano, Städteplaner und mit der Dekonstruktion in Großstädten beschäftigt, hat daher eine listige Idee: Er bringt die Affäre peu à peu zu Papier. Und natürlich läßt Giano die beschriebenen Seiten so in der Wohnung herumliegen, daß Clarissa sie finden und lesen muß … Luigi Malerba läßt diesmal seine Figuren unglaubliche Wechselbäder durchleben. Einmal erzählt er, einmal sie, so daß wir die gleichen Ereignisse aus dem Blickwinkel der Frau und des Mannes erleben. Ist es wirklich dieselbe Ehe? Ein großer Eheroman über unausgesprochene Gefühle, subtile Beziehungskämpfe, Liebe und Lebensweisheit.

      Römische Gespenster
      3,7
    • Die Schlange

      • 162 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Luigi Malerba wurde am 11. November 1927 in Berceto geboren. Er ist Mitbegründer der Gruppe 63 und lebt in Rom und Orvieto. Malerba ist einer der bedeutendsten Autoren der italienischen Gegenwartsliteratur.

      Die Schlange
      3,6
    • Die Geschichten vom Ufer des Tibers, sind die Geschichten von Mozziconi, dessen Reich das Ufer des Tibers ist. , Hier will ich mich ausruhn, , sagt Mozziconi, , und endlich einmal an nichts denken., Es versteht sich, daß auch an nichts denken eine Art von Denken ist, die anstrengt, und schon denkt Mozziconi nach. Mozziconi, der Philosoph, ist das Gegengewicht zur Betriebsamkeit und Zerstörungswut dieser Welt. Doch gelassen ist er nicht. Er ist aufbrausend, wenn es um Betrug, Geldgier, Erdöl geht. Und wenn er wider Willen denken muß, kann es geschehen, daß er vor Zorn seinen Hut in den Fluten des Tibers versenkt.

      Geschichten vom Ufer des Tiber
      3,5
    • Es geht um nichts weniger als um »die überfällige Entdeckung der menschlichen Seele in all ihren hühnerhaften Aspekten« (Italo Calvino): vom psychoanalytischen Huhn, das die Sublimierung des Eis predigt, über das fromme Huhn, das Johanna mit Laurentius verwechselt, bis zum postmodernen Huhn, das gleichzeitig den Stall und sich selbst erleuchten will.

      Die nachdenklichen Hühner
      3,7