Schlimm sein ist auch kein Vergnügen - bk200; Verlag Jugend und Volk; Marlen Haushofer; Paperback; 1975
Marlen Haushofer Bücher
Marlen Haushofer war eine österreichische Schriftstellerin, deren Werk von der Frauenbewegung wiederentdeckt wurde, die ihre Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in einer von Männern dominierten Gesellschaft beleuchtete. Ihre Prosa befasst sich häufig mit Themen wie Isolation und Überleben, wobei ihr Hauptwerk 'Die Wand' eine Frau darstellt, die allein in der Wildnis ihren Lebensunterhalt bestreitet. Dieser Roman lädt aufgrund seines offenen Endes zu vielfältigen Interpretationen ein und unterstreicht ihr tiefes Interesse an der menschlichen Psyche und gesellschaftlichen Konventionen.







Eine Handvoll Leben : Roman
- 208 Seiten
- 8 Lesestunden
Elisabeth geht durch ihre frühere Wohnung und dabei läuft ihr bisheriges Leben wie ein Film vor ihr ab: die unverwundenen Kindheitserlebnisse und angstbesetzten Beziehungen zu Religion und jeglicher Autorität, die streitanfälligen Mädchenfreundschaften und vieles mehr. Später konnte sie sich nie auf die Liebe zu einem einzigen Mann beschränken, denn sie wollte die Welt lieben. Bei ihrer Rückkehr als reife Frau spürt sie „den Verdacht im Herzen, den falschen Weg gegangen zu sein“, und dies „wie immer sie ihr Leben gelebt hätte.“
Brav sein ist schwer. Schlimm sein ist auch kein Vergnügen
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
Das Hauptwerk der großen österreichischen Autorin – neu herausgegeben und wissenschaftlich kommentiert, mit einem Vorwort von Antje Rávik Strubel »Ich habe Die Wand schon dreimal gelesen und bin noch lange nicht fertig.« Nicole Krauss »Wenn mich jemand nach den zehn wichtigsten Büchern in meinem Leben fragen würde, dann gehörte dieses auf jeden Fall dazu.« Elke Heidenreich in Lesen! Eine Frau will mit ihrer Cousine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf ein unsichtbares, glattes, kühles Hindernis – eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmitten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein. Die Wand ist ein überwältigend beeindruckender Bericht über die vollkommene Isolation einer Frau jenseits der Gesellschaft. Der Roman wurde in mehrere Sprachen übersetzt, für Film und Theater adaptiert, und gilt als Marlen Haushofers wichtigstes Werk.
Der zehnjährige Fredi und sein kleiner Bruder Buz verbringen die Sommerferien bei den Großeltern am Land. Mit ihren beiden Kusinen Micky und Lise bilden sie eine richtige "Viererbande", der jeden Tag etwas einfällt, was die Großmutter und auch den Großvater auf Trab hält ...
»Das Grundthema der Geschichten Marlen Haushofers ist eine erträgliche Sinnlosigkeit des Lebens.« Frankfurter Allgemeine Zeitung Marlen Haushofer war keine Sammlerin. Wenn etwas für sie als abgeschlossen galt, wandte sie sich Neuem zu. Vieles von dem, was sie schrieb, hat sie nicht aufgehoben, nicht datiert, nicht bewahrt. Aus dem Zeitraum ihres literarischen Schaffens, also etwa von 1947 bis 1970, sind 67 Erzählungen bekannt, die zum Großteil in Zeitungen, Zeitschriften oder Erzählbänden veröffentlicht wurden. Schon die frühen Texte zeigen die literarische Differenziertheit und die thematische Vielfalt der Autorin; während manche noch freundlich und heiter wirken, sind andere bereits von der Illusionslosigkeit bestimmt, die auch ihr späteres Werk prägt. Alle diese Texte begeistern jedoch durch ihre sprachliche und inhaltliche Präzision. Sich stets auf das Wesentliche konzentrierend, beobachtet Marlen Haushofer Vorgänge und Situationen des Lebens wie durch ein Brennglas: »Ich kann nur beschreiben, was ich kenne, darum muß ich oft lügen, denn ich sehe sehr scharf und will niemandem wehtun.« (Marlen Haushofer)
Eine Handvoll Leben (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 1)
- 208 Seiten
- 8 Lesestunden
Marlen Haushofers erster Roman – neu herausgegeben und wissenschaftlich kommentiert, mit einem Vorwort von Angela Lehner Eine junge Frau täuscht ihren Tod vor, um von ihrer Familie fortzugehen. Nach Jahren gesellschaftlicher und häuslicher Fesseln will sie aus der Rolle der Ehefrau, Mutter und Geliebten ausbrechen: ein eigenes Leben aufbauen, statt ein fremdbestimmtes Doppelleben zu führen. Jahre später kehrt sie zurück in das Haus, das sie einst verließ – unerkannt vom eigenen Sohn, voller Erinnerungen und doch ohne Reue. Eine Handvoll Leben ist Marlen Haushofers erster Roman und verdichtet die verschiedenen Lebensentwürfe einer Frau, die sich für den Weg in die Unabhängigkeit entscheidet.
Himmel, der nirgendwo endet (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 4)
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Der Kindheitsroman der großen österreichischen Autorin – neu herausgegeben und wissenschaftlich kommentiert, mit einem Vorwort von Monika Helfer »Eine Autobiographie meiner Kindheit« Marlen Haushofer Metas Welt ist das Forsthaus mit all seinen Menschen, Tieren und Pflanzen, die es zu entdecken und erforschen gilt. Eine Welt voller neuer Erfahrungen, die Meta nach und nach zu einem Ganzen zusammensetzen muss. Mit allen Sinnen nimmt sie ihre Umgebung auf und versucht, Ordnung in das Durcheinander von Eindrücken und Ereignissen zu bringen. Einfühlsam, phantasievoll und sehr genau beobachtend, erzählt Marlen Haushofer von jener Welt, deren Himmel nirgendwo endet – der Welt der Kindheit.
Gesammelte Erzählungen (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 6)
- 800 Seiten
- 28 Lesestunden
Alle Erzählungen der großen österreichischen Autorin in einem Band – neu herausgegeben und wissenschaftlich kommentiert, mit einem Vorwort von Clemens J. Setz »Das Grundthema der Geschichten Marlen Haushofers ist eine erträgliche Sinnlosigkeit des Lebens.« Frankfurter Allgemeine Zeitung Marlen Haushofer war keine Sammlerin. Wenn etwas für sie als abgeschlossen galt, wandte sie sich Neuem zu. Vieles von dem, was sie schrieb, hat sie nicht aufgehoben, nicht datiert. Der vorliegende Band versammelt alle Erzählungen, die im Zeitraum ihres literarischen Schaffens, von ca. 1947 bis 1970, in Zeitungen, Zeitschriften oder Erzählbänden veröffentlicht wurden - sowie einige unveröffentlichte aus dem Nachlass. Schon die frühen Texte zeigen die literarische Differenziertheit und thematische Vielfalt der Autorin; während manche noch freundlich und heiter wirken, sind andere bereits von der Illusionslosigkeit bestimmt, die auch ihr späteres Werk prägt. Alle diese Texte begeistern jedoch durch ihre sprachliche und inhaltliche Präzision und sind, nicht zuletzt im Hinblick auf ihre Form, als »kleine runde Kunstwerke« zu betrachten.

