Edmund Husserl gilt als Begründer der Phänomenologie und prägte maßgeblich das philosophische Denken des 20. Jahrhunderts. Er wandte sich von der positivistischen Ausrichtung seiner Zeit ab und betonte, dass alle Erkenntnis aus Erfahrung stammt. Seine Werke untersuchen die Strukturen des Bewusstseins und phänomenologische Methoden, die darauf abzielen, zur Essenz von Phänomenen vorzudringen. Husserls Schriften laden zu tieferer Betrachtung der Natur der Realität und unserer Weltwahrnehmung ein.
In diesem Buch wird die Entwicklung des Wissenschaftsbegriffs erörtert, beginnend mit der platonischen Logik. Wissenschaft wird nicht mehr als naive Betätigung verstanden, sondern als eine Disziplin, die ihre Methoden und Theorien bewusst rechtfertigt und auf prinzipiellen Einsichten basiert.
Der Begriff der Zahl umfasst verschiedene Kategorien, darunter Grundzahlen, Ordnungszahlen und Gattungszahlen. Diese Zahlwörter sind sprachlich miteinander verbunden und zeigen, dass sie in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Die Anzahlen bilden die Basis für komplexere Konzepte und deren Verwendung in der Sprache.
Das durchgehende Thema der vorliegenden Untersuchung ist die zeitliche Konstitution eines reinen Empfindungsdatums und die einer solchen Konstitution zugrunde liegende Selbstkonstitution der 'phänomenologischen Zeit'. Martin Heidegger, 1928 Online at: http://www.freidok.uni-freiburg.de/vo...
Die unmittelbare Wahrnehmung ist eng verbunden mit unseren Wahrnehmungsmöglichkeiten und gegenwärtigen Anschauungen. In den Zusammenhängen der Wahrnehmung finden sich Leitfäden, die uns von einer Erfahrung zur nächsten führen, während wir die Dinge in räumlicher Ordnung erfassen. Auch unsere zeitliche Umgebung spielt eine Rolle; wir erinnern uns an vergangene Ereignisse, die nicht nur statisch waren, sondern jetzt in einer Beziehung des Erinnertwerdens zu uns stehen. Diese Erinnerung agiert als Leitfaden, der uns schrittweise in die Vergangenheit zurückführt, wodurch neue räumlich-zeitliche Wirklichkeiten zu uns in Beziehung treten. Die Zukunft hingegen wird durch unsere Erwartungen beeinflusst. Auf diesen grundlegenden Wahrnehmungen basieren komplexere Denk- und Schlussfolgerungsprozesse, die uns helfen, uns theoretisch mit der Welt auseinanderzusetzen. Zudem kommen emotionale Akte hinzu, die neue Beziehungen schaffen, auch wenn sie einer anderen Sphäre angehören. Wir bewerten Erlebnisse als angenehm oder unangenehm, gut oder schlecht, und intervenieren aktiv in die Welt.
Husserls Logische Untersuchungen sind eines der folgenreichsten Werke der neueren Philosophiegeschichte. Mit dem ersten Erscheinen in den Jahren 1900 und 1901 (Max Niemeyer Verlag, Halle/Saale) nimmt jene Schule ihren Anfang, deren Name im Untertitel des zweiten Bandes zum ersten Mal sinnfallig wird: die Phanomenologie. Husserl sah damals in diesem Werk Versuche zur Neubegrundung der reinen Logik und Erkenntnistheorie, die den Grund zu einem groeren Gedankengebaude zu legen imstande waren. Sie wollten freilich kein bloes Programm sein, sondern Fundamentalarbeit an den unmittelbar erschauten und ergriffenen Sachen darstellen. Die weitere Arbeit an der Auspragung der phanomenologischen Philosophie fuhrte schon nach wenigen Jahren zu neuen Problemen, zu vertieften Erkenntnissen und zu scharferen Formulierungen. Ihnen tragt die zweite, zum Teil tiefgreifend umgearbeitete Auflage Rechnung, deren Text seither in unveranderter Form immer wieder nachgedruckt wurde.
Husserls Logische Untersuchungen sind eines der folgenreichsten Werke der neueren Philosophiegeschichte. Mit dem ersten Erscheinen in den Jahren 1900 und 1901 (Max Niemeyer Verlag, Halle/Saale) nimmt jene Schule ihren Anfang, deren Name im Untertitel des zweiten Bandes zum ersten Mal sinnfallig wird: die Phanomenologie. Husserl sah damals in diesem Werk Versuche zur Neubegrundung der reinen Logik und Erkenntnistheorie, die den Grund zu einem groeren Gedankengebaude zu legen imstande waren. Sie wollten freilich kein bloes Programm sein, sondern Fundamentalarbeit an den unmittelbar erschauten und ergriffenen Sachen darstellen. Die weitere Arbeit an der Auspragung der phanomenologischen Philosophie fuhrte schon nach wenigen Jahren zu neuen Problemen, zu vertieften Erkenntnissen und zu scharferen Formulierungen. Ihnen tragt die zweite, zum Teil tiefgreifend umgearbeitete Auflage Rechnung, deren Text seither in unveranderter Form immer wieder nachgedruckt wurde.
Alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen nutzen Begriffe wie Wahrnehmung, Erinnerung und Bewusstsein, klären diese jedoch nicht, sondern setzen sie als bereits verstanden voraus. Das menschliche Bewusstsein stellt ein komplexes Forschungsgebiet dar. Husserls Generalthema der Phänomenologie ist die Untersuchung, wie wir in subjektiven Bewusstseinsakten auf objektive Inhalte Bezug nehmen. In den Vorlesungen über Phänomenologische Psychologie möchte Husserl auf die ungeprüften Voraussetzungen in den Geisteswissenschaften hinweisen, die nur durch eine apriorische Wissenschaft vom Bewusstsein, also durch Phänomenologie, fundiert werden können. Diese Wissenschaft kann der empirischen Psychologie reine, apriorische Grundlagen bieten. Die durchgeführten Analysen sind psychologisch, wenn man Psychologie als die Wissenschaft von den allgemeinsten Formen und Gesetzen geistiger Tatsachen versteht. Sie sind zudem apriorisch, da sie durch eidetische Variation von der empirischen Faktizität einzelner Beispiele abstrahieren. Die Vorlesungen wurden im Sommersemester 1925 an der Universität Freiburg gehalten und der Text wird seitenidentisch nach dem Band IX der Reihe Husserliana wiedergegeben.
In den Fünf Vorlesungen von 1907 entfaltet Husserl erstmals den bestimmten Begriff der „phänomenologischen Reduktion“, d. h. der methodischen Eingrenzung der philosophischen Erkenntnis auf die Tatsachen des Bewusstseins, die „Phänomene“. In der radikalen Abkehr von der „natürlichen“ Einstellung der Objekt-Erkenntnis, die den Kreis des Bewusstseins übersteigt, und der Rückkehr zu den „Selbstgegebenheiten“ des Bewusstseins sieht Husserl das neue Fundament der Philosophie als einer strengen Wissenschaft.
Mit den »Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie« von 1913, von ihm selbst nur als eine »Allgemeine Einführung in die reine Phänomenologie« angezeigt, zog Edmund Husserl die Konsequenz aus seinen Logischen Untersuchungen (PhB 601), die ihn 1900/01 berühmt gemacht hatten: Ausgehend von der dort entwickelten Phänomenologie der intentionalen Erlebnisse sieht er jetzt in der Aufdeckung der Leistungen des »reinen Bewußtseins«, dem die uns bekannte natürliche Welt nur als »Bewußtseinskorrelat« gegeben ist, den eigentlichen Gegenstand philosophischer Erkenntnis und in den von ihm eingeführten methodologischen Begriffen der »Reduk tion« und der »Epoché« den Weg, sich über die Beschaffenheit dieses »reinen Bewußtseins«, aus dem alle Erkenntnis entspringt, Klarheit zu verschaffen.«