Dieses Mal ist alles anders, dieses Mal kann es gar nicht so schlimm werden wie beim letzten Mal. Denn dieses Mal steht die Wirtschaft auf soliden Füßen und außerdem gibt es diesmal viel bessere Kontrollmechanismen als beim letzten Mal. Wann immer es in der Geschichte der Menschheit zu Krisen kam, diese oder ähnliche Sätze waren jedes Mal zu hören. Doch was ist dran an derartigen Behauptungen? Nicht besonders viel, haben Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart herausgefunden. In akribischer Arbeit haben die beiden Autoren die Finanzkrisen der letzen acht Jahrhunderte in über 66 Ländern analysiert. In sechs Abschnitten stellen Reinhart und Rogoff ihre Untersuchungsergebnisse vor, beginnend bei den zugrundeliegenden theoretischen Ansätzen. Darauf basieren die folgenden Kapitel, in denen Auslands- und Inlandsschuldenkrisen sowie Bankenkrisen abgehandelt werden. Der vierte Abschnitt widmet sich dann auch der US-Subprimekrise und zeigt eindrucksvoll die Parallelen zu den vorhergegangenen Kapiteln. Zum Schluss ziehen die beiden Autoren die Lehren aus ihrer Untersuchung und kommen zu dem Ergebnis: Es ist dieses Mal eben doch nicht anders.
Kenneth S. Rogoff Bücher
Ken Rogoff ist ein angesehener Ökonom und Schachgroßmeister, dessen Arbeit sich tiefgreifenden wirtschaftlichen Fragen widmet. Sein analytischer Ansatz und sein strategisches Denken, geschärft in der Welt des Schachs, durchdringen seine ökonomischen Analysen. Er untersucht komplexe globale Probleme und bietet aufschlussreiche Perspektiven zu deren Lösung. Sein ökonomisches Werk wird für seine Tiefe und interdisziplinäre Natur geschätzt.






Our Dollar, your Problem
Aufstieg und Fall des Dollars und was seine Instabilität für uns und die globalen Finanzmärkte bedeutet. Top-Ökonom über Währungs- und Wirtschaftskrisen
- 368 Seiten
- 13 Lesestunden
Die ganze Welt ist abhängig vom Dollar. Doch wird das auch so bleiben? Der führende Wirtschaftswissenschaftler Kenneth Rogoff untersucht den Aufstieg des US-Dollars zur Weltwährung und zeigt, warum seine Vormachtstellung alles andere als gesichert ist. Der ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds stützt sich auf eigene Erfahrungen, unter anderem mit politischen Entscheidungsträgern und Staatsoberhäuptern, und beschreibt, wie der Dollar sich gegen den japanischen Yen, den sowjetischen Rubel und den Euro durchsetzte. Präzise analysiert er die aktuellen Herausforderungen, mit denen die Leitwährung konfrontiert ist: Kryptowährungen und der chinesische Yuan, zunehmende Inflation und höhere Zinssätze, politische Instabilität und das Auseinanderbrechen des Dollarblocks. Das Ende der Pax-Dollar-Ära könnte bereits eingeläutet sein, nicht nur, weil viele Länder von dem System zutiefst frustriert sind, sondern auch, weil Selbstüberschätzung und Arroganz zu Fehlern führen. Rogoff zeigt, wie Amerikas übergroße Macht und exorbitante Privilegien finanzielle Instabilität nach sich ziehen – im eigenen Land und auf der ganzen Welt.
WARUM UNSER BARGELD VERSCHWINDEN WIRD Mehr als sieben Jahre nach seinem weltweiten Bestseller »Dieses Mal ist alles anders« meldet sich Kenneth Rogoff mit einem noch explosiveren Thema zurück: der totalen Abschaffung von Bargeld. 2014 war Rogoff der erste Ökonom, der ein Bargeldverbot als möglichen Ausweg zur Durchsetzung von Negativzinsen und der Eindämmung von Kriminalität ins Gespräch brachte. Seine Überlegungen haben bereits dazu geführt, dass die EZB die 500-Euro-Scheine abschaffen wird und Deutschland eine Grenze von 5000 € für Barzahlungen diskutiert. In »Der Fluch des Geldes« erläutert Rogoff, einer der profiliertesten und bekanntesten Ökonomen der Welt, erstmals denkbare Lösungen aus dem scheinbar unauflösbaren Konflikt zwischen der Beschneidung der persönlichen Freiheit und mangelnder regulatorischer Eingriffsmöglichkeiten der Finanzpolitik. Und er zeigt erstmals, dass ein Mittelweg möglich ist. Das kontroverseste Wirtschaftsbuch des Jahres!
This book presents evidence that public debts in the advanced economies have surged in recent years to levels not recorded since the end of World War II, surpassing the heights reached during the First World War and the Great Depression. At the same time, private debt levels, particularly those of financial institutions and households, are in uncharted territory and are (in varying degrees) a contingent liability of the public sector in many countries. Historically, high leverage episodes have been associated with slower economic growth and a higher incidence of default or, more generally, restructuring of public and private debts. A more subtle form of debt restructuring in the guise of "financial repression" (which had its heyday during the tightly regulated Bretton Woods system) also importantly facilitated sharper and more rapid debt reduction than would have otherwise been the case from the late 1940s to the 1970s. It is conjectured here that the pressing needs of governments to reduce debt rollover risks and curb rising interest expenditures in light of the substantial debt overhang (combined with the widespread "official aversion" to explicit restructuring) are leading to a revival of financial repression--including more directed lending to government by captive domestic audiences (such as pension funds), explicit or implicit caps on interest rates, and tighter regulation on cross-border capital movements.
Our Dollar, Your Problem
An Insider's View of Seven Turbulent Decades of Global Finance, and the Road Ahead
- 345 Seiten
- 13 Lesestunden
A leading economist explores the U.S. dollar's inexorable postwar global expansion and argues that today's outsized footprint may portend greater financial instability at home and abroad
Foundations of International Macroeconomics is an innovative text that offers the first integrative modern treatment of the core issues in open economy macroeconomics and finance. With its clear and accessible style, it is suitable for first-year graduate macroeconomics courses as well as graduate courses in international macroeconomics and finance. Each chapter incorporates an extensive and eclectic array of empirical evidence. For the beginning student, these examples provide motivation and aid in understanding the practical value of the economic models developed. For advanced researchers, they highlight key insights and conundrums in the field. Topic coverage includes intertemporal consumption and investment theory, government spending and budget deficits, finance theory and asset pricing, the implications of (and problems inherent in) international capital market integration, growth, inflation and seignorage, policy credibility, real and nominal exchange rate determination, and many interesting special topics such as speculative attacks, target exchange rate zones, and parallels between immigration and capital mobility. Most main results are derived both for the small country and world economy cases. The first seven chapters cover models of the real economy, while the final three chapters incorporate the economy's monetary side, including an innovative approach to bridging the usual chasm between real and monetary models.