Bookbot

Manuela Boatca

    Globale, multiple und postkoloniale Modernen
    Die Kreolisierung der Moderne
    • Die Kreolisierung der Moderne

      Siebenbürgen zwischen Kolonialität und Interimperialität

      • 330 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Wie hängen Moderne, Kolonialität und Interimperialität zusammen? Mit ihrem Brückenschlag zwischen den Geistes- und Sozialwissenschaften liefern Manuela Boatca und Anca Parvulescu innovative dekoloniale Perspektiven auf das Moderne im modernen Weltsystem. Das historische Siebenbürgen an der Schnittstelle zwischen dem Habsburgischen Reich, dem Osmanischen Reich, Österreich-Ungarn und Russland dient ihnen als Basis für eine Mehrebenen-Lektüre der Hauptthemen in Liviu Rebreanus 1920 erschienenem Roman »Ion«. Diese reichen von der Frage nach der kapitalistischen Integration der Region über Antisemitismus und Versklavung von Roma bis hin zu Mehrsprachigkeit, Geschlechterbeziehungen und Religion.

      Die Kreolisierung der Moderne2025
    • Globale, multiple und postkoloniale Modernen

      Zentrum und Peripherie

      • 361 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Die internationale Soziologie im 21. Jahrhundert ist durch eine paradoxe Lage geprägt. Einerseits stehen modernisierungstheoretische Ansätze, die die Transformation postkommunistischer und die fortschreitende Modernisierung peripherer sowie postkolonialer Gesellschaften als entscheidende Schritte zur Universalisierung des westlich-europäischen Modells betrachten. Andererseits gibt es kritische soziologische Ansätze, die die unterschiedlichen Modernisierungsprozesse in diesen Gesellschaften und die konfliktreiche globale Moderne als Beleg dafür ansehen, dass sich die globalisierte Welt nicht nach europäischen Mustern entwickelt oder entwickeln sollte. Vor diesem Hintergrund verfolgt der Sammelband zwei Hauptziele. Erstens werden kritisch anti-eurozentrische Ansätze, insbesondere aus der weltsystemtheoretischen und postkolonialen Perspektive, exemplarisch vorgestellt und mit dem multiplen Modernitätsansatz konfrontiert, der als kritische Revision eurozentrischer Theorien gilt. Dies soll nicht nur theoretische Kontroversen dokumentieren, sondern auch die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Theorieströmungen verdeutlichen. Zweitens werden Analyserichtungen hervorgehoben, die eine historisch-soziologische, relationale Methodologie zur Analyse peripherer, kolonialer und postkolonialer Gesellschaften vorschlagen oder anwenden.

      Globale, multiple und postkoloniale Modernen2010