Ist das denn zu viel verlangt? Etaniel Asis möchte lediglich einen Ort, um Kirschtomaten für seine Frau zu ziehen und eine Ziege zu halten. Doch als er seinen Wohnwagen in einem kleinen freien Feld im Westjordanland aufstellt, kommen andere Siedler hinzu. Es entstehen ein Kindergarten und eine Synagoge, und aus Amerika fließen Spendengelder – alles ohne Genehmigung. Am Fuße eines Hügels, teils im Naturschutzgebiet und teils auf dem Grund eines benachbarten arabischen Dorfes, wächst eine illegale Siedlung heran. Etaniel, der seinen Beruf als Buchhalter aufgibt, findet Gefallen an dem Land. Eine Straße wird gebaut, ein Generator aufgestellt und ein Wasserturm errichtet. Als die Behörden von der Siedlung erfahren, gibt es keine Genehmigung für die Wohnwagen, aber auch keine für deren Entfernung. Ma’aleh Chermesch ist seitdem ständig von Räumung bedroht, überdauert jedoch Jahr für Jahr und zieht Familien, Singles, Bauern und Lehrer an. Ein amerikanischer Journalist berichtet über die Siedlung, was zu einer internationalen Krise führt. Der Verteidigungsminister Israels muss sich den USA gegenüber rechtfertigen. Der erfolgreiche israelische Schriftsteller Assaf Gavron beleuchtet in seinem neuen Roman die absurde Realität des Lebens in den besetzten Gebieten und tut dies mit satirischer Schärfe und leidenschaftlicher Ernsthaftigkeit.
Assaf Gavron Bücher
Assaf Gavron ist ein renommierter israelischer Autor, der für seine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem modernen Leben und den komplexen menschlichen Beziehungen gefeiert wird. Seine Erzählungen entfalten sich oft in lebendigen Umgebungen, in denen er sich mit der Komplexität der menschlichen Psyche und den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit beschäftigt. Gavrons unverwechselbare Prosa zeichnet sich durch ihre Präzision und ihre Fähigkeit aus, den Leser tief in die erzählten Geschichten einzutauchen. Er wird zudem für seine gekonnten Übersetzungen bedeutender internationaler Autoren ins Hebräische hoch geschätzt.







So witzig und absurd wie die besten Filme der Coen-Brüder 'Alles paletti' heißt eine Umzugsfirma in New York, bei der die drei jungen Israelis Johnsy, Schlomo und Izzi das schnelle Geld machen wollen - vergeblich. Und so klauen sie eines Tages den einzigen Umzugswagen inklusive Ladung, darunter zwei von der ukrainischen Mafia frisierte Glücksspielautomaten, und machen sich auf nach Las Vegas. Eine wilde, skurrile Jagd durch ganz Amerika beginnt: Die Mafia jagt die Israelis, der Umzugsunternehmer seinen Laster, das FBI die Mafia, und mittendrin suchen Johnsy, Schlomo und Izzi nur ihr Glück.
Hydromania
- 285 Seiten
- 10 Lesestunden
Als im Nahen Osten drei Monate kein Regen fällt, beginnt die „Hydromania“ 2067: Dürre herrscht in der Welt. China, Japan und Ungarn kontrollieren die Wasservorräte und bestimmen, wann und wo Regen fällt. Durch den Einfluss Chinas hat sich im Nahen Osten das Kräfteverhältnis verkehrt, den Großteil des ehemaligen Staates Israel beherrschen nun die Palästinenser. Den Juden ist nur noch eine kleine Enklave an der Mittelmeerküste geblieben. Als eine dreimonatige Verspätung des fälligen Regens angekündigt wird, beginnt 'Hydromania', die gnadenlose Jagd nach Wasser, und die Israelin Maya, deren Vorräte leer sind, beschließt, gegen die Allmacht der großen Wasserkonzerne anzugehen. Ein spannender Zukunftsroman vom Autor des literarischen Erfolges 'Ein schönes Attentat'.
Achtzehn Hiebe
Roman
Eitan Einoch ist Taxifahrer im heutigen Tel Aviv, und das ist auch schon das Aufregendste in seinem Leben. Doch alles ändert sich, als er den Auftrag bekommt, eine charmante alte Dame täglich zum Friedhof zu fahren. Die Lebensgeschichte von Lotta Perl fasziniert ihn, und jeden Tag erfährt er ein bisschen mehr über ihre große Liebe zu dem britischen Soldaten, den sie gerade begraben hat, und über das Leben in Palästina kurz vor der Gründung des Staates Israel. Als Lotta plötzlich spurlos verschwindet, will Eitan herausfinden, was geschehen ist, jetzt, in Tel Aviv, und damals in Haifa …
Fulminanter, witziger, poetisch sehr inkorrekter Roman über den Wahnsinn im Nahen Osten unserer Tage Eitan Einoch, ein erfolgreicher Yuppie in einer Hightech-Firma in Tel Aviv, entgeht in kürzester Zeit drei Attentaten und wird zur nationalen Berühmtheit. Er hat überlebt, aber sein Leben ist zerstört: Er wird von den Medien vereinnahmt, verliert Job und Freundin. Als er nach den Hintergründen der Anschläge sucht, begegnet er einem Palästinenser und freundet sich mit ihm an – ohne zu wissen, dass dieser Mann der Drahtzieher der Attentate auf ihn war …
Everybody Be Cool
Zwei Erzählungen - „Eine vollkommen neue Generation in der israelischen Literatur.” Times Literary Supplement
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
<b>Was wenn die Welt eine völlig neue ist - und nur der Mensch bleibt der alte? Zwei packende Erzählungen vom israelischen Bestsellerautor Assaf Gavron.</b> In einer nicht allzu fernen Zukunft steht eine junge Frau inmitten einer Pandemie in der virtuellen Schlange vor einem virtuellen Bankschalter, da geschieht das Unglaubliche: ein Banküberfall. Fiebrig versucht die Frau mithilfe von "Eiser", ihrem KI-gestützten Helfer, herauszufinden, was ein "Banküberfall" überhaupt ist. Doch je weiter die Nachforschung geht, desto unklarer wird, was eigentlich wirklich geschieht - und wie man das zweifelsfrei erkennen kann: die Wirklichkeit. Wir schreiben das Jahr 2066, als Ami Allalouf in seine Heimatstadt Dimona gerufen wird. Die Welt ist längst nicht mehr, wie sie mal war, Umweltkatastrophen und eine rasante technologische Entwicklung haben den Nahen Osten völlig verändert: Israel gehört in ein Staatengebilde mit Palästina, Jordanien, Syrien und dem Libanon, menschliche Arbeit ist nahezu überflüssig, der Wohlstand wird auf alle gleich verteilt. Doch jetzt ist Amis Vater, der sein florierendes Bauunternehmen gegen den Willen der Familie an die Allgemeinheit übergeben möchte, schwer erkrankt. Schnell wird Ami klar, dass diese Krankheit womöglich keinen natürlichen Ursprung hat. Und dass er sich entscheiden muss, wem er sich mehr verpflichtet fühlt: der eigenen Familie oder dem allgemeinen Wohl.
Die israelischen Siedlungen ein brandheißes Thema, ein provokanter Roman. Ist das denn zu viel verlangt? Otniel Asis will doch nur einen Ort, wo er in Ruhe Kirschtomaten und Rucola für seine Frau ziehen und eine Ziege halten kann. Doch kaum hat er seinen Wohnwagen neben einem kleinen freien Feld mitten im Westjordanland aufgestellt, kommen andere Siedler aus seinem Dorf dazu, es entstehen ein Kindergarten und eine Synagoge, und aus Amerika fließen Spendengelder obwohl das alles nicht genehmigt ist Assaf Gavron erzählt von der absurden Realität des Lebens in Israel mit einer satirischen Schärfe und leidenschaftlichen Ernsthaftigkeit, die ihresgleichen suchen.
Tel Aviv Noir
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Keret and Gavron masterfully assemble some of Israel's top contemporary writers into a compulsively readable collection.

