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Gilles Deleuze

    18. Januar 1925 – 4. November 1995

    Gilles Deleuze ist eine Schlüsselfigur der postmodernen französischen Philosophie, der sich selbst als Empiriker und Vitalist verstand. Sein Werk, das auf Konzepten wie Multiplizität, Konstruktivismus, Differenz und Begehren basiert, weicht erheblich von den Hauptströmungen des kontinentalen Denkens des 20. Jahrhunderts ab. In seiner Metaphysik bevorzugte er das spinozistische Konzept einer Ebene der Immanenz, in der alles ein Modus einer einzigen Substanz ist und sich auf derselben Existenzebene befindet. Er argumentierte, dass es kein Gut und Böse gibt, sondern nur Beziehungen, die für die einzelnen Individuen vorteilhaft oder schädlich sind. Diese Ethik beeinflusste seinen Ansatz in Gesellschaft und Politik, insbesondere angesichts seines starken Engagements in Kämpfen für Rechte und Freiheiten. Deleuze pflegte oft philosophische 'Begegnungen' mit anderen Denkern und Künstlern, wobei er die Philosophie nicht als Kommentar, sondern als kreativen Akt zur Erzeugung neuer Konzepte betrachtete und eine Realität betonte, die durch ständiges Werden und nicht durch Sein gekennzeichnet ist.

    Gilles Deleuze
    Logik des Sinns
    Schizophrenie und Gesellschaft
    Die Falte
    Die einsame Insel
    Dialoge
    Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie
    • „Wer einfache Antworten sucht, wird sich auf den Hochebenen und in den schwarzen Löchern dieses Buches verirren, je komplexer aber die Gegenwart wird, desto überlegener könnte sich das multiple Denken dieser beiden wilden Philosophen noch erweisen.“ (Mathias Bröckers, Deutschlandfunk)

      Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie
    • Gilles Deleuze wurde am 18. Januar 1925 in Paris geboren und starb am 4. November 1995 in derselben Stadt. Er verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Paris, wo er während des Zweiten Weltkriegs das Lycée Carnot und ein Jahr die Eliteschule Henri IV. besuchte. Von 1944 bis 1948 studierte er Philosophie an der Sorbonne. In den 1950er Jahren unterrichtete Deleuze an verschiedenen Gymnasien, bevor er 1957 eine Stelle an der Sorbonne antrat, wo er bereits sein erstes Buch über David Hume veröffentlicht hatte. Seine Arbeit konzentrierte sich auf die Kritik des Rationalismus und der Wesenslehre. Zwischen 1960 und 1964 war er am Centre national de la recherche scientifique tätig, wo er sich mit Nietzsche und Henri Bergson auseinandersetzte und "Nietzsche und die Philosophie" veröffentlichte. Eine enge Freundschaft verband ihn mit Michel Foucault, mit dem er die kritische Gesamtausgabe von Friedrich Nietzsche herausgab. Von 1964 bis 1969 war er Professor an der Universität von Lyon und reichte während der Ereignisse von Mai 1968 seine Dissertation "Differenz und Wiederholung" sowie seine Zweitthese "Spinoza und das Problem des Ausdrucks in der Philosophie" ein. Diese Arbeiten wurden später als bedeutende Versuche angesehen, die Studentenrevolte philosophisch zu erfassen. Von 1969 bis 1987 lehrte er an der Reformuniversität Paris VIII. Aufgrund einer langjährigen Atemwegserkrankung beging Deleuze 1995 Selbstmord. Bernd Schwibs, gebo

      Dialoge
    • Die einsame Insel

      Texte und Gespräche 1953–1974

      4,5(12)Abgeben

      Gilles Deleuze (1925–1995) zählt zu den bedeutenden französischen Philosophen. Neben seinen Monographien über Denker wie Hume, Leibniz und Kant sowie seinen Beiträgen zur Logik des Sinns und zur Differenz und Wiederholung hat er stets die kleine Form gesucht, in der er prägnant über seine philosophischen Projekte und deren Implikationen spricht. Der erste Band der Sammlung seiner „Kleinen Schriften“ vereint zahlreiche Texte, die bislang verstreut veröffentlicht wurden und hier größtenteils erstmals auf Deutsch erscheinen. Diese reichen von frühen Auseinandersetzungen mit Rousseau, Kant und Bergson bis hin zu Essays über Schriftsteller wie Jarry, Roussel und Cixous, dem Kriminalroman der série noire, Malerei und Debatten über Psychiatrie und Politik, die durch sein gemeinsames Werk mit Félix Guattari, Anti-Ödipus, angestoßen wurden – und nicht zuletzt über Nietzsche. In diesen kleinen Texten zeigt sich ein anderer Deleuze: ein witziger, pointierter Autor, der über einsame Inseln, nomadisches Denken und Psychoanalyse reflektiert. Seine Texte sind geprägt von einem „philosophischen Humor“, der auch den akademischen Kollegen von heute gut anstünde, wie die Frankfurter Rundschau zur französischen Ausgabe bemerkte.

      Die einsame Insel
    • Die Falte

      Leibniz und der Barock

      • 233 Seiten
      • 9 Lesestunden
      4,4(36)Abgeben

      Die Falte ist für Deleuze der Beitrag des Barock zur Kunst, besonders aber der Beitrag des Leibnizianismus zur Philosophie. Bei Leibniz entdeckt er die Wendungen vom »Falten«, vom »Ein- und Auswickeln« und rekonstruiert daraus eine barocke Metaphysik. Deleuze macht diese Metaphysik für die Beschreibung der Gegenwart fruchtbar, denn Leibniz' Philosophie führt statt zur Restriktion zur Multiplikation der Prinzipien - damit wird sie zur Alternative einer systematischen Rationalität.

      Die Falte
    • Es ist vielmehr die intellektuelle Erfahrung einer verstörenden und beunruhigenden Präsenz, die den eigenen Blick auf die Gegenwart durchkreuzt. Diese Leseerfahrung wird jeder machen, der in diesen Band mit Aufsätzen, Interviews und kleineren Beiträgen von Gilles Deleuze eintaucht. So zeigt sich etwa die Nähe seiner kritischen Stimme zu aktuellen politischen Debatten, wie sie von Slavoj Žižek oder Noam Chomsky bis hin zu Michael Hardt und Toni Negri geführt werden. Auch seine Überlegungen zur Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts, zum zeitgenössischen Kino und zur Filmtheorie, zur Psychoanalyse oder zur Literatur haben ihr Korrelat in der Gegenwart. Krieg, Pazifismus, Toleranz, Revolution, Drogen, Befreiung und Kritik - das sind Deleuze' Stichworte zur Erkundung des Heute, die nichts von ihrer Sprengkraft verloren haben.

      Schizophrenie und Gesellschaft
    • Logik des Sinns

      • 396 Seiten
      • 14 Lesestunden
      4,3(747)Abgeben

      „Dies ist keine herkömmliche logische Abhandlung; und doch zielt diese Studie auf nichts Geringeres als eine Theorie des Sinns. Diese Theorie wird entfaltet anhand einer Reihe von Paradoxa, denn der Sinn an sich existiert nicht, Sinn bedarf notwendig des Bezugs auf den Nicht-Sinn und Unsinn. Diese spezifische Theorie des Sinns hat ihre Vordenker und Vorläufer. Unter ihnen nehmen Lewis Carroll und die Stoiker einen privilegierten Platz ein: Carroll, weil er als erster eine Bilanz der Paradoxa des Sinns erstellt, sie gleichsam inszeniert hat; die Stoiker, weil sie im Bruch mit den Vorsokratikern, mit dem sokratischen Denken und dem Platonismus ein neues Bild des Philosophen inauguriert haben, das in enger Verbindung zur paradoxalen Bildung der Theorie des Sinns steht“

      Logik des Sinns
    • Nietzsche nimmt, darin vergleichbar mit de Sade, eine zentrale Position im Denken zahlreicher neuerer französischer Theoretiker ein, unter ihnen Georges Bataille, Pierre Klossowski, Michel Foucault, Maurice Blanchot und Jacques Derrida. Was diese Autoren ebenso wie auch Gilles Deleuze an Nietzsche fasziniert, ist die bis zur Selbstvernichtung des eigenen Intellekts reichende Radikalität, mit der Nietzsche überlieferte philosophische Positionen in Frage stellt und die Begriff von Wahrheit, Subjekt und Identität destruiert. Deleuze geht es um Nietzsches Kritik an einer mit Fortschrittskategorien operierenden Geschichtsphilosophie im Sinne Hegels ebenso wie um die von ihm praktizierte - und gelebte - Missachtung der Grenze zwischen Wahnsinn und Vernunft.

      Nietzsche und die Philosophie
    • Kino 1

      • 332 Seiten
      • 12 Lesestunden
      4,3(38)Abgeben

      Diese Abhandlung ist keine Geschichte des Films, sie ist eine Taxonomie, ein Klassifizierungsversuch der Bilder und Zeichen, die für den Film von Bedeutung sind. Im vorliegenden Band geht es um die Bestimmung der Elemente einer solchen Klassifizierung. Deleuze bezieht sich dabei einerseits auf Charles S. Peirce, der die vollständigste und vielgestaltigste Klassifikation der Bilder und Zeichen erstellt hat. Der andere theoretische Bezugspunkt ist die Philosophie Henri Bergsons, ihre Reflexion über das Verhältnis von Zeit und Bewegung. Das Kino ist eine neue Praxis der Bilder und Zeichen, und es ist Sache der Philosophie, zu dieser Praxis die Theorie zu liefern.

      Kino 1
    • Die Verbindung zur Arbeit von Musikern, Malern und Gelehrten ist heute entscheidend. Philosophie sollte aus verschiedenen Richtungen kommen und neue Perspektiven sowie Anwendungsmöglichkeiten schaffen, anstatt sich auf alte Schulen oder Neo-Marketing zu beschränken.

      Kleine Schriften
    • Kritik und Klinik

      • 203 Seiten
      • 8 Lesestunden
      4,2(10)Abgeben

      Literatur ist für Gilles Deleuze ein beständiges und nicht abschließbares Werden, ein Prozess, der sich fundamental von allen Formen der Nachahmung einer gegebenen Wirklichkeit unterscheidet. Folgerichtig stellt er in diesen Texten u. a. zu Lewis Caroll, Beckett, Sacher-Masoch, Whitman, Melville, aber auch Philosophen wie Kant, Heidegger, Nietzsche und Spinoza keine »Literaturtheorie« oder »seine« Literaturtheorie dar. Scheinbar naiv und realistisch wird Literatur hier als etwas für das wirkliche Leben eminent Wichtiges begriffen, das unmittelbar Gesundheit und Krankheit des Lesers wie des Schriftstellers betrifft und das in innigem Zusammenhang mit dem Philosophieren steht.

      Kritik und Klinik