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Jürgen Kippenhan

    Einhundert Jahre
    Künstliche Intelligenz und die Sinnstrukturen menschlichen Handelns
    • Mit der 'künstlichen Intelligenz' verbinden sich hochfliegende Erwartungen. Dies hängt damit zusammen, dass sie nicht als eingegrenzte Technik auftritt, sondern in alle Bereiche des gesellschaftlich-operativen Geschehens (Wissenschaft, Wirtschaft, Produktion, Technologie, Verwaltung, Bildung etc.) eindringt bzw. hier katalysatorische Wirkungen erzielt. In dem Maße, wie sie dabei generative und direktive Funktionen übernimmt, wird die Frage sein, was ihr unter Intelligenz- wie auch unter Verantwortungsgesichtspunkten zuzutrauen ist. D.h. das Gesamtprojekt ist daraufhin zu beleuchten, ob und wieweit die hoch entwickelten Programme sich den sinnbestimmten Dimensionen menschlichen Denkens und Handelns nähern und inwieweit sie sich unterscheiden. Überlegungen dieser Art leiten über zu philosophischen Fragen, wie die, wodurch die geistigen Operationen des Menschen für sich einen Bedeutungsgehalt beanspruchen und aus welchen Einbettungen heraus Geist, Bewusstsein und Sinn entsteht.

      Künstliche Intelligenz und die Sinnstrukturen menschlichen Handelns2024
    • Einhundert Jahre

      Zur Geschichte eines Gebäudes

      • 396 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Am 18. September 1913 weiht der preußische Justizminister das neue Kammergericht am Kleistpark in einem feierlichen Staatsakt ein, an dem auch Prinz August Wilhelm teilnimmt. Der Standort des Gerichts ist historisch bedeutsam, da er zuvor Teil des Königlichen Botanischen Gartens war. Bedeutende Persönlichkeiten wie Johann Sigismund Elßholz, Carl Ludwig Willdenow, Alexander von Humboldt und Adelbert von Chamisso sind mit der Geschichte des Ortes verbunden. Keiner ahnt an diesem Tag, dass das Gebäude im 20. Jahrhundert eine zentrale Rolle in den Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte spielen wird. Es wird Schauprozesse gegen die Verschwörer des 20. Juli beherbergen, den Auszug des Kammergerichts und die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse erleben. Zudem ist es Schauplatz der Aktivitäten des Alliierten Kontrollrats und der Überwachung des Luftverkehrs in Berlin. Die Entwicklung des Gerichts wird durch die Einflüsse bedeutender Persönlichkeiten geprägt, darunter Freisler, Wyschinski, Robert Jackson, Schukow, Sokolowski, Eisenhower und Clay. Das Buch untersucht diese Beziehungen und die kulturelle Nachbarschaft des Gerichts, während es dessen Entwicklung über ein Jahrhundert bis zum Jubiläumsjahr 2013 verfolgt.

      Einhundert Jahre2013