Walter Müller-Seidels fragmentarischer Erinnerungsbericht
Autobiographik und Wissenschaft im 20. Jahrhundert
- 374 Seiten
- 14 Lesestunden
Das Buch präsentiert die Edition der nachgelassenen Fragmente des autobiografischen Manuskripts von W. Müller-Seidel sowie Studien zu Disziplingeschichte, Autobiographik und Praxeologie. Es behandelt die Zeit der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit und untersucht die Verbindung von Autobiographik und Wissenschaft. Walter Müller-Seidel, Ordinarius für Neuere deutsche Literatur in München (1918-2010), arbeitete seit seiner Emeritierung 1986 an einer unvollendeten autobiografischen Schrift mit dem Titel „Gegengewichte. Zeitgeschichtliche Erinnerungen (1928-1958)“. In dieser Untersuchung werden die im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrten Fragmente dieses „Erinnerungsberichts“ erstmals geordnet und diplomatisch ediert. Die Studien rekonstruieren das Verhältnis von Autobiographik und Wissenschaft im Sinne Müller-Seidels und heben eine selbstreferentielle Schreibart hervor, die beide Bereiche im Kontext humanen Denkens modelliert. Der 'Fragenkreis des Menschlichen' bildet über sechs Jahrzehnte das Zentrum von Müller-Seidels Forschung. Die Untersuchung trägt auch zur Wissenschaftsgeschichte der Germanistik bei. Teil B: Edition ist als kostenfreier PDF-Anhang verfügbar.
